Kurze Antworten – Wie man Gesteine datiert

Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in unserer westlichen Kultur für die Mehrheit klar, dass es einen Gott gibt. Uneinigkeit herrschte in der Regel nur darüber, ob jemand diesem Gott gehorchen sollte und ob seine Existenz eine Bedeutung und Auswirkung auf das persönliche Ergehen hat. Dies hat sich geändert. Ein immer größer werdender Teil der westlichen Gesellschaft, darunter auch Jugendliche mit einem christlichen Hintergrund, zieht die Existenz eines Gottes in Zweifel und wenden sich vom christlichen Glauben ab[i]. Haben nicht die Ergebnisse der Wissenschaft gezeigt, dass für die Entstehung unseres Universums kein Gott notwendig ist? In dieser Serie finden wir Antworten auf diese, und ähnliche, Fragen.

„Radiometrische Datierungsmethoden zeigen doch, dass die Erde deutlich älter ist, als du es aus den Angaben der Bibel errechnest. Wie erklärst Du das?“ Als mir ein Mitspieler vor vielen Jahren diese Frage stellte, hatte ich keine Erklärung für diesen Sachverhalt. Doch es spornte mich an, dieser Frage nachzugehen. Dieser Artikel enthält in Kürze die Erklärung auf die gestellte Frage.

Wenn Gesteine datiert werden, schauen die Experten auf die Zerfallsprozesse von Isotopen[ii] in den Gesteinen. Sie schauen auf das Verhältnis von verschiedenen Isotopen im Gestein, wie es ihnen in der Gegenwart vorliegt. Sie gehen von unterschiedlichen, naturalistischen (z.B. dass Gott keinen Einfluss auf den Lauf der Geschichte hat) Annahmen aus und extrapolieren ihre Zahlen in die Vergangenheit („rechnen zurück“) und stellen dann eine Vermutung über das Alter der Erde auf.

Die heutige Geologie geht davon aus, dass die geologischen Prozesse der Erde sich über Jahrmillionen nicht verändert haben. Was heute beobachtet wird, lief genauso auch vor Jahrmillionen ab. Dies nennt man Uniformitarismus. Man sagt, die gegenwärtigen Prozesse erklären auch vergangene Prozesse[iii]. Man ging (und manche Experten gehen noch) davon aus, dass es in der Vergangenheit keine größeren Katastrophen wie z.B. eine weltumspannende Überflutung gab[iv]. Bei radiometrischen Datierungsmethoden gehen Experten davon aus, dass die Zerfallsraten von Isotopen, die sie für weniger als hundert Jahre beobachten konnten, über Milliarden von Jahren gleich geblieben sind.

Diese Annahmen sind nicht verifizierbare, glaubensbasierte Annahmen. Es ist der Glaube an diesen Naturalismus (es gibt nur die Natur (das Universum) und sonst nichts), dem säkulare Wissenschaftler nachfolgen. Aus diesem Glauben heraus lehnen sie die Berichte der Bibel über Gottes Schöpfungswirken und eine weltumspannende Flut ab. Diese Ereignisse beeinflussten aber die ursprüngliche Menge von Elementen (und deren Isotope) in Gesteinen, deren Zerfallsrate und Verunreinigungen (Isotope die nachträglich ins Gestein eingebracht wurden). Das bedeutet, dass diese Experten einfach davon ausgehen, dass die Bibel falsch liegt, was wiederum zeigt, dass diese Experten nicht neutral sind, wenn sie biblische Berichte lesen und bewerten.

Dazu gibt es wenige Jahrzehnte alte Befunde, die zeigen, dass radiometrische Datierungsmethoden sehr unzuverlässige Daten abliefern. Zwischen dem 16. März und dem 18. Mai 1980 kam es am Mt. St Helens (Washington State) zu Erdbeben und letztendlich zu einem verheerenden Vulkanausbruch[v]. Die ausgebrochene Lava war schließlich im Jahr 1986 erkaltet, und die Zerfallsprozesse der Isotope begannen[vi]. Einige dieser Proben wurden mit der Kalium-Argon[vii] Methode zu Beginn der 2000-Jahre datiert – auf über 2,8 Millionen von Jahren![viii]


[i] Ham, K.&Beemer, B. „Already Gone – why your kids will quit church and what you can do to stop it”, Masterbooks, Green Forest, 2009

[ii] Isotope sind Atome mit gleicher Protonenanzahl (gleicher Ordnungszahl) aber unterschiedlicher Neutronenanzahl.

[iii] „Die Gegenwart ist der Schlüssel zur Vergangenheit.“

[iv] Dies war zu Beginn der Geologie nicht so. Eine bedeutende Gruppe von Geologen stand für den Katastrophismus, der die geologischen Schichten durch eine Vielzahl von großen Überschwemmungen und Erdbeben deuteten. Da diese Erklärungen zu nah an dem Sintflutbericht ( 1 Mose 6-9) war, wurden diese Erklärungen nach und nach abgelehnt.

[v] Der Vulkan brach in den Folgemonaten noch mehrfach aus. Bis heute dient die Umgebung des Mt St Helens als Forschungsgebiet – viele Ergebnisse zeigen, dass die geologischen Befunde unserer Erde auch durch katastrophale Ereignisse, die in sehr kurzen Zeiträumen abliefen, zu erklären sind.

[vi] Diese Erkaltung ist der angenommene Beginn der „radiometrischen Uhr“.

[vii] http://www.creation-science-prophecy.com/K-Ar-dating.htm – 24.07.2022

[viii] K. Swenson: Radio-Dating in Rubble” https://answersingenesis.org/geology/radiometric-dating/radio-dating-in-rubble – 24.07.2022

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