„6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maß. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm. […] 11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.“ Johannes 2:6-12
Das Vertrauen, das Maria in Jesus setzte war gerechtfertigt. Beim Fest standen auch sechs steinerne Krüge die jeder einzelne „zwei oder drei μετρητής – metretes“ beinhalten konnten. Ein Metrete entsprach zur Zeit von Jesus etwa 40L. Die Krüge konnten also bis zu 120l Wasser fassen. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um Krüge handelte in denen Wasser für rituelle Waschungen aufbewahrt wurde.
Jesus gibt den Dienern auf der Hochzeit die Anweisung, diese Krüge mit Wasser zu füllen. Die Diener gehorchen Jesus und füllen die Krüge komplett mit Wasser – es waren nun etwa 700l Wasser in den sechs Krügen. Johannes berichtet nicht, was die Diener beim nächsten Auftrag denken: Schöpft und bringt’s dem Speisemeister!
Ist die Überlieferung der Bibel verlässlich? – Fünfter Teil
Warum vertrauen wir bei 3B der Bibel? Können wir das überhaupt, und warum ist es wichtig, den Berichten der Bibel zu vertrauen? In dieser Serie gehen wir in kurzen Artikeln dieser und ähnlichen Fragen nach. Eine der größten und wichtigsten archäologischen Entdeckungen im 20. Jahrhundert war nur einen Steinwurf weit weg.[1] 1947 warf der Beduinenjunge…
weiterlesenBei diesem Bericht fällt auf, dass die Diener einfach gehorchen – in einer sehr ungewöhnlichen Situation: Sie sollen zeremonielle Krüge mit Wasser füllen, als es nicht die Zeit für Waschungen ist. Sie sollen dieses Wasser dann schöpfen und dem Speisemeister, dem „Chef des Caterings“, bringen. Und sie tun es. Diener gehorchen. Sie diskutieren nicht.
Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.
Philipper 2:6
Jesus hat Autorität. Wenn er spricht geschieht es. Und es geschieht auch ohne Seine Worte oder aufsehenerregende Handlungen. Das Wasser wurde Wein, ganz einfach deshalb, weil Jesus, der menschgewordene Schöpfer, das so wollte. Die Diener gehorchten, ganz einfach weil Jesus ihnen das sagte.
Jesus ist nicht ein mit besonderen Kräften von Gott ausgestatteter Mensch. Jesus ist der Schöpfer selber. Das deutet sich schon in diesen ersten Sätzen nach dem Gespräch mit Maria an.
Sicher sahen und rochen die Diener schon beim Schöpfen, dass sie kein Wasser mehr vor sich hatten. Wenn Jesus etwas schafft, dann ist es sehr gut, das Beste vom Besten. Und der Speisemeister bestätigt: Jesus hat den besten Wein gemacht.
Leben und volle Genüge
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.
Johannes 10:10
Wenn Jesus handelt, dann so, dass es mehr als Genug ist. 700l Wein reichen lange, auch auf einem Fest für zwei kleine Dörfer. Wenn Jesus dich versorgt, dann mit dem Besten des Besten. Er gibt alles, hundertprozentig, perfekt.
Jesus wird verherrlicht
Johannes schreibt nicht von einem Wunder (δύναμις – dynamis: Kaftat), er schreibt, dass dies das erste | σημεῖον – semeion| Zeichen war, das Jesus tat. Jesus zeigte seinen Jüngern wer er ist. Jesus ging es in erster Linie nicht darum, dem Bräutigam eine peinliche Situation zu ersparen. Das war nur der positive Nebeneffekt seines Zeichens, dass er der verheißene Messias ist.
Zeichen der Herrlichkeit
Dass die alten Krüge der rituellen Waschungen mit neuem, und dem besten Wein gefüllt wurden zeigt, dass Jesus etwas Neues bringt. Jesus lehrte seine Jünger, dass rituelle Waschungen unser Herz nicht von unserer Schuld reinigen können. Es muss eine Veränderung unseres Herzens stattfinden. Rituale zu vollziehen, ohne wir Jesus erlauben unser Herz zu füllen, bringen uns nicht das ewige Leben.
Lassen wir unser Leben von Jesus füllen, fließen wir über. So wie die Krüge voll waren bis zum Rand. Mehr geht nicht. Am Ende seines irdischen Lebens hat Jesus alles gegeben: Er gab sein Leben, damit wir, wenn wir das glauben, „das Leben und volle Genüge“ haben. Jesus‘ Gnade endet nicht kurz vor dem Rand. Seine Gnade reicht über den Rand hinaus. Egal wie weit du vielleicht gerade von Jesus‘ Plan für Dein Leben entfernt bist – auch dafür ist Jesus gestorben. Seine Gnade reicht weit darüber hinaus. Auch du kannst Teil Seiner Hochzeitsgesellschaft werden. Das darfst du glauben.
Das Zeichen verstanden
Als die Jünger sehen, dass aus dem Wasser Wein wurde, einfach weil Jesus das wollte, glauben sie. Sie glauben, dass Jesus das Lamm ist, das der Welt Sünde trägt (Johannes 1:29) Das wussten sie von Johannes. Jesus‘ Zeichen auf der Hochzeit bestätigte ihnen, das Johannes die Wahrheit gesprochen hatte.
Zeichen, Zeichen und viele weitere Zeichen
In der Biographie von Johannes, die dieser über Jesus schrieb, schreibt er von vielen weiteren Zeichen. Drei Beispiele: Jesus heilt am Sabbat einen Gelähmten am Teich Bethesda (Johannes 5). Jesus gibt mehr als fünftausend Menschen Brot (Johannes 6) und er gibt einem Blindgeborenen das Augenlicht (Johannes 9). Jesus weist sich mit seinen Zeichen als der lebendige Schöpfer aus. Wer diese Zeichen kennt, kann verstehen, dass Jesus Gott selbst ist, der auf diese Erde kam. Nicht nur die Jünger haben dies aufgrund der Zeichen geglaubt.
Argumente für die Auferstehung
„Am dritten Tage auferstanden von den Toten.“ Die Bedeutung dieser zentralen Aussage des Evangeliums kann nicht genug betont werden. Ist Jesus am Kreuz gestorben, aber nicht vom Tod auferstanden, haben wir keine Garantie, dass er tatsächlich der Sohn Gottes, der Messias, der versprochene Erlöser der Menschheit ist, der für unsere Sünden starb. Die Auferstehung von…
weiterlesenAn Ostern gab Jesus das deutlichste und klarste Zeichen: Er besiegte den Tod und kam zurück ins Leben. Dass Jesus lebte, ist unbestritten. Belege für seine Auferstehung gibt es in großer Anzahl, manche sogar bestätigt von Jesus‘ Widersachern.
Wenn die ersten Jünger „nur“ aufgrund des ersten Zeichens glaubten, dass Jesus die Welt von ihren Sünden rettet, wie viel mehr kannst du heute, mit Gottes Wort, der Bibel, in der Hand heute vertrauen und dies bekennen?
„19 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie können die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. 20 Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen ist; dann werden sie fasten, an jenem Tage. 21 Niemand flickt einen Lappen von neuem Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt der neue Lappen vom alten ab und der Riss wird ärger. 22 Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche.“
Markus 2:19-22
