„13 Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. 14 Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. 15 Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um 16 und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus! … 23 Als er aber in Jerusalem war beim Passafest, glaubten viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat. 24 Aber Jesus vertraute sich ihnen nicht an; denn er kannte sie alle 25 und bedurfte nicht, dass jemand Zeugnis gäbe vom Menschen; denn er wusste, was im Menschen war.“ Johannes 2:13-25
Von Kana ging Jesus mit seinen Jüngern zum Passafest nach Jerusalem. Am Passafest erinnern sich die Israeliten bis heute daran, dass Gott sein Volk aus Ägypten führte, in einer Nacht, in der nur das Blut eines Lammes an den Türpfosten ihrer Häuser den ältesten Sohn vor dem Tod rettete.
Geschäfte mit dem Haus Gottes
Am letzten Tag des Passafestes wurden die Passalämmer geschlachtet und die Pilger konnten ihre eigenen Lämmer zur Schlachtung von zu Hause mitbringen. Doch im Tempel herrschte zur Zeit von Jesus der Hohepriester Hannas mit seiner Familie. Diese hatten den Tempeldienst unter Kontrolle und so fanden die Bediensteten im Tempel immer einen Fehler an den mitgebrachten Opfertieren.
Wenn du nur noch wenige Tage zu leben hast
„Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, dass Du nur noch wenige Tage zu leben hast?“ – Was für uns eine hypothetische Frage ist, war für Jesus todernst. Er wusste genau, an welchem Tag er gekreuzigt werden würde. In diesem Special schauen wir uns an, wie er seine letzten Tage verbracht hat. Die Evangelien geben…
weiterlesenDen Pilgern blieb, um dem Gesetz Genüge zu tun, nichts anderes übrig, als Tiere von den Händlern im Tempel zu kaufen. Die Tiere dort kosteten ein Vielfaches des üblichen Preises, zwei Tauben konnten im Tempel bis zu einem Monatslohn (heute ungefähr €3000.-) kosten.
Damit war nicht genug. Im Tempel selbst durfte nur mit dem Tyrischen Schekel bezahlt werden. Dieser hatte einen hohen Silberwert und galt als besonders rein. Die Besucher mussten deshalb zuerst griechische oder römische Münzen zu hohen Preisen gegen Tyrische Schekel umtauschen.
Der Tempel war die Goldgrube der Familie des Hohenpriesters Hannas, aus der diese ihren Reichtum bezogen.
Der Sohn im Haus seines Vaters
Der Bericht von Johannes macht klar, dass Jesus ganz bewusst die Händler aufsuchte. „Und er fand im Tempel … […] Und er machte eine Geißel aus Stricken …“. Jesus war über die Zustände im Tempel nicht überrascht. Seit er ein Kind war, besuchte er mit seinen Eltern das Passafest (Lukas 2:41-52). Seine Eltern arbeiteten jedes Jahr einen Monat, nur um sich die erforderlichen Opfer am Passafest kaufen zu können.
Jesus war sicher sehr verärgert, aber nicht in Rage oder außer Kontrolle. Er nahm sich die Zeit um eine Geißel, oder Peitsche, aus Seilen zu binden. Sein Vorgehen ist geplant und kalkuliert. Dass sein Handeln Konsequenzen für ihn haben würde, war ihm auch klar. Wer sich gegen die Machenschaften einer einflussreichen und über ihren Einfluss reichgewordenen Familie stellt, bringt sich in Gefahr.
Jesus kannte auch das Wort Gottes. Er wusste, dass sein Vetter Johannes sein Wegbreiter war (Johnnes 1:22-23; Maleachi 3:1) und dass der Tag kommen würde, wenn die Opfer im Tempel wieder in Gerechtigkeit hergebracht werden würden (Maleachi 3:3-4). Die Zeit der Erfüllung dieser zweiten Prophezeiung war jetzt da.
Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth. 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit, 4 und es wird dem HERRN wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren.
Maleachi 3:1-4
Jesus ist der Sohn Gottes
Durch das Zeichen auf der Hochzeit in Kana hatte sich Jesus seinen Jüngern ein erstes Mal als der Messias gezeigt. Jetzt am Passafest war die Zeit, dies auch den Menschen zu zeigen, die im Haus seines Vaters (Lukas 2:49) vorgaben, diesem zu dienen.
Diesen ist schnell klar, was Jesus ihnen mit seinem Vorgehen sagt: Ich bin der Sohn Gottes, der verheißene Messias. Und sie fragen nach: Zeig uns, dass du tatsächlich der bist (der Messias), der du vorgibst zu sein.
Ist die Bibel wissenschaftlich genau? – Sechster Teil.
Warum vertrauen wir bei 3B der Bibel? Können wir das überhaupt, und warum ist es wichtig, den Berichten der Bibel zu vertrauen? In dieser Serie gehen wir in kurzen Artikeln dieser und ähnlichen Fragen nach. „Ja, aber die Bibel ist doch keine wissenschaftliche Abhandlung!“ – und das ist auch gut so, denn sonst müsste Gott…
weiterlesenJesus kennt seine Zukunft und kündigt seine Kreuzigung und Auferstehung an: „Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten“ (Johannes 2:19). Jesus ließ die Menschen, denen er begegnete, die er lehrte und die er zurechtwies, nie im Unklaren darüber, wer er war; welchen Anspruch er erhob. Alles was er lehrt, was er tut, hat nur den einen Zweck, sich den Menschen als der Sohn Gottes, Retter der Welt, zu zeigen.
Die Leute, die im Tempel Dienst tun und arbeiten, zweifeln das an. Pilger und Einwohner von Jerusalem jedoch sehen seine Zeichen, hören was Jesus sagt und glauben ihm.
Und du?
Die Menschen in Jerusalem hatten damals noch kein „Neues Testament“. Sie hatten die Bücher, die wir als das „Alte Testament“ bezeichnen. Und sie sahen was Jesus tat und was er redete. Vielen von ihnen reichte das, um ihm zu glauben, dass er der Sohn Gottes ist, der Gottes Reich und Gerechtigkeit wieder herstellen wird.
Du hast heute viel mehr – die ganzen 27 Bücher, die nur kurz, wenige Jahre und Jahrzehnte, nach der Auferstehung von Jesus geschrieben wurden. Glaubst du den Menschen, die sagen, dass Jesus nur ein besonderer Mensch war, der Gutes lehrte? Oder glaubst du ihm, Jesus, selbst, dass er der Sohn Gottes ist, der für deine Sünde am Kreuz starb, damit du mit ihm in Ewigkeit leben kannst?
Jesus kennt dein Herz, er weiß, zu welcher Gruppe du gehörst (Johannes 2:24-25). Wir beten, dass Jesus in deinem Herzen aufgeräumt hat und darin lebt.
16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht. […] 19 Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt. 20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.
Galater 2:16, 19-20
