Vor 250 Jahren erklärten sich 13 britische Kolonien auf dem nordamerikanischen Kontinent unabhängig von Großbritannien. In der Unabhängigkeitserklärung, die am 4. Juli 1776 ratifiziert wurde, begründeten die Vertreter der Kolonien warum dieser Schritt gerechtfertigt ist. Als Geschöpfe Gottes haben sie das gottgegebene Recht auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glück. Mit 27 Anklagepunkten belegen sie, dass ihnen dieses Recht von King George verweigert wurde und erklären dann die Unabhängigkeit von Großbritannien. Dieses Jahr jährt sich dieser Schritt in die Unabhängigkeit zum 250. Mal und kann uns zum Nachdenken bringen, was Leben, Freiheit und das Streben nach Glück bedeuten.
Recht auf Leben
Am einfachsten ist sicher das Recht auf Leben zu verstehen. Wenn Gott uns das Leben gegeben hat (1 Mose 1:27; Psalm 139), dann gibt er uns damit eine Würde, die uns niemand, niemals nehmen kann. Jeder Mensch ist vom Schöpfer im Bild Gottes als Mann oder Frau geschaffen und hat deshalb Würde. Jeder Mensch ist deshalb wertvoll. Nun könnte man sagen, dass ja auch ein Baseballhandschuh oder eine signierte Baseballkarte wertvoll ist. Und das ist ja auch richtig. Doch wenn der Handschuh irreparabel zerschlissen ist und die Baseballkarte Risse hat, schmutzig wurde und die Unterschrift kaum mehr zu erkennen ist, dann sind diese wertlos gewordenen.
Bei uns Menschen ist dies anders. Wir sind nicht nur wertvoll, wir sind mehr. Wir sind voller Würde. Das bedeutet, dass unser Wert nicht davon abhängig ist, wie groß oder klein wir sind. Schon im Mutterleib ist unsere Erbinformation ab der Zeugung vollständig vorhanden, genauso wie im Jugendalter oder noch mit 80 Jahren.
Unsere Würde ist auch nicht davon abhängig, ob wir gesund und arbeitsfähig oder wir krank und schon lange Jahre Rentner sind. Ob voll aktiv oder bettlägerig – Menschen sind Ebenbilder Gottes und haben schon deshalb Würde und das Recht auf Leben, ein würdevolles Leben.
Diese Liste kann man noch lange fortsetzen. Egal ob gute Noten oder schlechte Noten, hochbezahlt oder auf der Straße lebend und um Essen bettelnd: Jeder ist ein Ebenbild Gottes und hat allein deshalb Würde, ist ohne Bedingungen und Grenzen wertvoll.
Wirklich frei
„Folgende Wahrheiten erachten wir als selbstverständlich: daß alle Menschen gleich geschaffen sind; daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind; daß dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören“ – der zweite Absatz der Unabhängigkeitserklärung der USA macht klar, was die Gründerväter der USA glaubten: Der Mensch ist von Gott, dem…
WeiterlesenStreben nach Glück
Das Streben nach Glück kann heute falsch verstanden werden. Als Menschen des 21. Jahrhunderts verstehen wir unter Glück, dass wir tun und lassen können, was wir wollen.
Für die Gründungsväter der USA bedeutete das Streben nach Glück, dass Menschen in Freiheit unter gerechten Gesetzen leben konnten. Gerecht bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Gesetze am Wort Gottes orientieren und danach richten. Freiheit bedeutet auch, dass wir gemäß der uns von Gott gegebenen Gaben und Talente leben (1 Petrus 4:10). Es sollte möglich sein, durch ehrliche Arbeit Vermögen zu bilden (1 Korinther 3:8; Psalm 31:9). Streben nach Glück bedeutet auch, in einer Familie aufzuwachsen (1 Mose 1:22; 9:7; Psalm 128), und damals bedeutete das auch, mit Oma und Opa (und weiteren nahen Verwandten) in einer Großfamilie groß zu werden.
Heute wird unter Glück die kurzfristige Erfüllung, Spaß und Unterhaltung verstanden. Glück ist für den Menschen im 21. Jahrhundert, wenn persönliche Ziele erreicht werden. Für die Gründungsväter bedeutete Glück, und so sollen auch wir es verstehen, dass wir ein moralisches Leben, in Freiheit von äußeren Zwängen, geregelt von gerechten Gesetzen, leben können[i].
An dieser Stelle sehen wir den hohen Anspruch, den die Gründungsväter an die junge Republik hatten. Ein moralisches Leben, in Freiheit von äußeren Zwängen und innerhalb gerechter Gesetze zu leben ist unmöglich. Deshalb verwundert es nicht, dass John Adams[ii] 1798 in einem Brief an die Miliz in Massachusetts schrieb, dass die US Verfassung „ausschließlich für ein moralisches und religiöses Volk geschaffen“ sei und „für die Regierung irgendeines anderen Volkes ist sie gänzlich unzureichend“[iii].
Zwei Weltanschauungen
John Adams war sicher bewusst, dass wir Menschen nicht von Grund auf gut sind und wie selbstverständlich ein moralisches Leben führen und gerechte Gesetze erlassen. Wir alle sind Nachfahren von Adam (1 Korinther 15:22) und der Sünde und dem Tod verfallen. Das aktuelle Verständnis von Glück (Erreichung persönlicher Ziele) liegt uns näher als ein tugendhaftes Leben zu führen, das unsere Wünsche einschränkt und die Bedürfnisse anderer als gleichwertig betrachtet.
Zwischen diesen beiden Weltanschauungen liegt ein unüberbrückbarer Graben. Auf der einen Seite Gerechtigkeit, auf der anderen Seite Selbstgerechtigkeit. Ein Dilemma.
Diesem Dilemma waren auch schon Adam und Eva ausgesetzt. Auf der einen Seite der Baum in der Mitte des Gartens, als Zeichen der Unterordnung unter Gottes gute Ordnungen. Auf der anderen Seite die schnelle Erfüllung der eigenen Wünsche – durch Selbstbestimmung zum Glück.
Wer Gottes Ordnung außen vor lässt, handelt selbstbestimmt und dadurch oft ungerecht. Ungerecht im Sinne von: Nicht so, wie Gott es gut für uns meint. Oder: Leben in Sünde, getrennt von Gottes Willen.
Warum brauche ich Jesus?
Wenn Jesus tatsächlich der versprochene Erlöser ist, dann hat dies Auswirkungen und Bedeutung für Dein Leben hier auf der Erde. Zu unserem Bibeltext in Kolosser 1: 15-20 hielt Pfarrer JB eine Predigt an Karfreitag. Die adaptierte Predigt gibt es hier zum nachlesen: Jesus, Herr der Herren in der Himmelswelt, der die Macht auf Erden fest…
WeiterlesenGraben überwunden
Doch der Graben wurde überwunden. Gott selbst, in Jesus, starb für unsere Sünde am Kreuz, damit alle, die das glauben, nicht in den Graben fallen und sterben, sondern einen sicheren Weg über den Graben haben. Jesus‘ Tod verspricht uns die Freiheit von Sünde, der Abhängigkeit von menschlichen Vorstellungen über Glück.
Freiheit bedeutet, damals wie heute, nicht abhängig von Menschen und deren Gesetzen zu leben, sondern abhängig von Gott zu sein, nur seinen Gesetzen zu folgen und frei zu sein von Sünde. Wer glaubt, dass Jesus für seine Sünde am Kreuz starb, wird ein neuer Mensch.
Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
2 Korinther 5:17
Neu bedeutet, dass wir nicht mehr die eigenen Ziele verfolgen um Glück zu erreichen. Neu bedeutet, dass wir glücklich sind, Jesus und seinen Geboten zu folgen und seinen Willen zu tun.
Bist du heute bereit dich abhängig von Jesus zu machen und frei zu werden von deiner Sünde?
„17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.“
1 Johannes 2:17
[i] https://www.heritage.org/american-history/commentary/the-founders-vision-american-independence?utm_source=chatgpt.com
[ii] Erster Vizepräsident unter dem ersten Präsidenten George Washington und zweiter US Präsident von 1797 – 1801.
[iii] https://onlinecoursesblog.hillsdale.edu/our-constitution-was-made-only-for-a-moral-and-religious-people/
