Licht aus der Tiefe des Alls – Dasha-Modell

Im Juli 2022 erreichte das erste vollfarbige Tiefenfeldbild des James Webb Space Telescope (JWST), etwa 7 Monate nach dessen Start, die Erde. Es zeigte im Vordergrund den Galaxienhaufen SMACS J0723.3−7327 (kurz: SMACS 0723)[i], der nach Berechnungen zwischen 4,2- 4,6 Milliarden Jahren von der Erde entfernt ist. Um den Galaxienhaufen herum sind verzerrte rötliche Bögen zu sehen. Sie stammen von Galaxien im Hintergrund, deren Licht durch den Gravitationslinseneffekt vergrößert wird. Das Licht dieser Galaxien soll etwa 13 Milliarden Jahre alt sein.

Für Christen, die das Wort Gottes ernst nehmen, stellt sich die Frage, wie sie diese Berichte bewerten sollen, wenn Gott uns durch die Toledot (und weiteren Angaben in seinem Wort) wissen lässt, dass die Erde etwa 4000 Jahre vor der Geburt von Jesus von Ihm geschaffen wurde.

In den ersten beiden Teilen dieser Serie wurden historische Antworten auf diese Frage vorgestellt, sowie die Weiße-Löcher-Kosmologie von Dr. R Humphreys und die Antwort von Dr. J Lisle mit Hilfe der Anisotropen Synchronisationskonvention. Beide Wissenschaftler kennen Dr. D Faulkner, der eine Antwort vorgeschlagen hat, die sich weniger auf physikalische Prozesse konzentriert, sondern auf die Größe und Allmacht des Schöpfers, der spricht und es geschieht. Dr. Faulkner nennt sein Modell das Dasha-Modell.

Dr. Faulkner veröffentlichte seine Antwort 2013 in seinem Artikel “Astronomical Distance Determination Methods and the Light Travel Time Problem”[ii] zum ersten Mal im durch Fachkollegen begutachteten Magazin „Answers Research Journal“ (Volume 6 (2013), S. 211-229). Dr. Faulkner schlägt vor, dass das Licht von weit entfernten Objekten, durch ein für die Schöpfungswoche vorbehaltenes göttliches Wirken, beinahe unmittelbar auf der Erde eintraf.

Vorgesorgt!

9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. 10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und…

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Er argumentiert, dass auch die Pflanzen am dritten Schöpfungstag sehr schnell innerhalb kurzer Zeit zu reifen Pflanzen heranwuchsen, um später Adam und Eva mit Nahrung zu versorgen. 1 Mose 1:12 berichtet, dass die Erde „ließ aufgehen“. Das hebräische Wort an dieser Stelle ist דשא |dasha|. Genauso, wie die Pflanzen „aufgingen“, so konnte Gott auch das Licht innerhalb kürzester Zeit auf der Erde „aufgehen“ lassen. Und so nannte Dr. Faulkner sein Modell in späteren Veröffentlichungen „Dasha-Modell“.

In dieser Serie:

Schöpfung mit scheinbarem Alter | Abnahme der Lichtgeschwindigkeit

Antworten mit der Relativitätstheorie

Dasha-Modell

Gott brachte hervor

Beim Lesen des Schöpfungsberichtes stellt Dr. Faulkner fest, dass Gott nicht alles sofort in seiner vollen Reife schuf, sondern dass gewisse Prozesse zu beobachten sind. In 1 Mose 1:11-12 wird berichtet, dass die Erde Pflanzen hervorbrachte. Dies kann man sich als Zeitraffer vorstellen, bei dem das Wachstum, z.B. eines ausgewachsenen Baumes, innerhalb weniger Stunden beobachten kann (und dann wären auch Wachstumsringe zu erkennen). In 1 Mose 2:7 lesen wir, dass Gott den Mann aus Erde formte und ihm Seinen Geist einblies, um den Menschen zu einem lebendigen Wesen zu machen. Später am Tag ließ der Schöpfer Adam einschlafen, um aus einer seiner Rippen Eva zu formen.

Auch die Landtiere und geflügelten Tiere wurden aus dem Boden geformt (1 Mose 2:19). Dies alles sind Schöpfungswunder, die auf einen Wachstumsprozess, bzw. Prozess des Formens hinweisen.

Gebildet, geformt und wunderbar gemacht

Auch heute noch sehen werdende Eltern diesen Prozess des Bildens und Formens, wie dieser in Psalm 139:13-16 beschrieben wird. Jedes Kind ist ein Wunder Gottes, dass vom Schöpfer in einem wunderbaren Prozess im Mutterleib gebildet und geformt wird.

Und jeden Tag dürfen Eltern ihren Kindern beim heranwachsen zuschauen, sehen, wie der Schöpfer ihr Kind bildet und formt. Wenn wir heute die Wunder Gottes täglich sehen, dann können wir auch glauben, dass Gott, der Schöpfer während der ersten Woche dieses Universums Wunder tat.

Eins mit dem Baseballfeld!?

„Das ist also das Geheimnis! Wir alle sind aus Sternenstaub. Wir sind Sternenkinder!“[i] so endet das erste Kapitel in einer erfolgreichen Studienreihe[ii]. Beschäftigt sich man mit den säkularen Kosmologien (Modelle der Weltentstehung) liest man oft von einem „Urknall“, durch den das Universum entstanden sein soll[iii]. Nach diesem Anfang hätten sich die Bauteile der Atome gebildet,…

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Licht scheint hervor

In gleicher Weise, so Dr. Faulkner, kann Gott auch das Licht der weit entfernten Sterne am vierten Tag in einem Prozess hervorgebracht haben, so dass diese von der Erde aus gesehen wurden. Für diesen einen Tag, war die Lichtgeschwindigkeit außergewöhnlich hoch, höher als heute.

Bewertung des Dasha-Modells

Dr. Faulkner sucht seine Antwort nicht in der Physik oder schlägt einen neuen Weg bekannter physikalischer Vorgänge vor. Seine Antwort bezieht sich nur auf die Schöpfungswoche und er schlägt vor, dass diese Prozesse (wie das schnelle Wachstum der Pflanzen) nur in diesen ersten Tagen des Universums zu beobachten waren. Nach dieser Woche gelten die heute bekannten Naturgesetze. Eine physikalische Erklärung für die außergewöhnliche Beschleunigung des Lichts gibt es in Dr. Faulkners Modell nicht, da Wunder nur durch Gottes Allmacht zu erklären sind.

Damit schließt sein Modell aus, dass es mit der wissenschaftlichen Methode zu erforschen ist, da die Vorgänge nicht wiederholt werden können, eben weil die Prozesse ein einzigartiges Wunder sind.  

Dr. Faulkners Modell bietet aber eine einfach zu erklärende Antwort auf die Frage nach dem Licht weit entfernter Sterne. Es erfordert keine komplexen Änderungen an bekannten physikalischen Modellen. Er entwickelte kein vollständiges wissenschaftliches Modell, sondern schlägt eine theologische Antwort vor, die den Schöpfer verherrlicht. Dazu ist seine Antwort ist sehr einfach mit einer texttreuen Lesart des Schöpfungsberichtes zu vereinbaren.

Schlussfolgerung

Man kann sich lange Gedanken darüber machen, wie das Licht von weit entfernten Sternen bei uns auf der Erde zu sehen ist. Wahrscheinlich wird es nie eine abschließende, von allen Astrophysikern akzeptierte, Antwort auf diese Frage geben[iii].  

Machen wir uns aber bewusst, was es bedeutet, dass wir einen Allmächtigen Schöpfer vor uns haben, dann ist die Frage nach dem Licht der weit entfernten Sterne ohne Konsequenzen für unseren Glauben. Verglichen mit dem Wunder, dass der Schöpfer aus absolut nichts das uns bekannte riesige und beeindruckende Universum, und dazu das Leben, unser Leben, schuf, ist diese Frage eher unbedeutend.

Für einen Gott, der das gesamte Universum schaffen kann, ist es eine Kleinigkeit, das Licht weit entfernter Sterne am vierten Tag zu seiner Erde zu bringen.

13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. 16 Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. 17 Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!“

Psalm 139:13-16

[i] https://de.wikipedia.org/wiki/SMACS_J0723.3-7327

[ii] https://answersresearchjournal.org/astronomical-distance-light-travel-time/

[iii] Ganz davon abgesehen, dass auch die populären Modelle unbeantwortete physikalische Fragen offenlassen (z.B. das Horizontproblem – Temperaturverteilung im Universum).