„1 Nun hatte Noomi einen Verwandten ihres Mannes, einen angesehenen und redlichen Mann aus der Sippe Elimelechs, und sein Name war Boas. 2 Und Rut, die Moabiterin, sprach zu Noomi: Lass mich aufs Feld gehen und Ähren auflesen bei einem, vor dessen Augen ich Gnade finde. Sie aber sprach zu ihr: Geh hin, meine Tochter! 3 Sie ging hin und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. Und es traf sich, dass dies Feld dem Boas gehörte, der von dem Geschlecht Elimelechs war.“ Rut 2:1-3
Zurück im Haus des Brotes
Als Noomi und Rut nach Bethlehem hineinlaufen, breitet sich die Neuigkeit wie ein Lauffeuer aus: „Ist das die Noomi?“ Sie werden gefragt und auf ihre Rückkehr angesprochen. Die Menschen in Bethlehem scheinen sich zu freuen, dass die verlorene Tochter der Stadt wieder zurück ist, zurück im Haus des Brotes. Zurück im Land ihres Gottes, der ihr Volk seit Abraham immer wieder mit Brot versorgt hat.
Abraham erlebte Hungersnöte und fand Hilfe bei dem lebendigen Gott (1 Mose 12+20), Jospeh wurde von Gott nach Ägypten geschickt um seine Familie vor dem verhungern zu retten (1. Mose 50:19-23) und die Nachfahren von Israel wurden 40 Jahre lang täglich mit Manna vom Himmel versorgt (2. Mose 16:35).
Verlust macht bitter
Doch Noomi, die Liebliche, sieht nach dem Verlust ihres Ehemannes Elimelech (Gott ist König) und ihrer Söhne Machlon (kränklich) und Kiljon (dahinsiechend) die Güte Gottes (Klagelieder 3:22) nicht mehr sehen.
22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
Klagelieder 3:22-24
Über ihren Verlust ist sie bitter geworden und so will sie auch genannt werden (Rut 1:20).
So wie Noomi geht es manchen Menschen. Wir leben aus Gottes Güte (Apostelgeschichte 17:24-28), er kannte uns, bevor wir gezeugt wurden (Jeremia 1:5). Der lebendige Gott ist der einzige Grund, warum wir leben. Doch wenn Menschen durch schwierige Zeiten vergehen, trübt sich ihr Blick und sie schreiben das Böse, das sie erleben und sehen nicht dem Bösen, dem Teufel zu (1. Petrus 5:8-9), sondern machen dafür ihren Schöpfer verantwortlich.
Von Felsen und Dornen
„13 Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr dann die andern alle verstehen? 14 Der Sämann sät das Wort. 15 Diese aber sind es, die an dem Wege sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie…
Ursache des Leidens
Seit dem Tag, an dem Adam und Eva Gott ungehorsam waren (1. Mose 3) leben wir in einer Welt, die verfällt (Römer) 8:19-22). Ursache des Leides, das wir Menschen erfahren ist das Herz von Menschen, die Gott ungehorsam sind.
Worauf richtest du Deinen Blick? Richte auch in Gegenwart des Verlustes deinen Blick auf den lebendigen Gott, der Dich geschaffen hat. Er hat geplant, wie er dich mit dem versorgt, was du brauchst.
Nach dem Passah
Noomi und Rut kommen zur Gerstenernte in Bethlehem an. Diese begann kurz nach dem Passa[i], dem Fest, das an die Nacht erinnerte, als das Blut eines Lammes an die Türpfosten gestrichen, die Israeliten vor dem Tod bewahrte. Wie wird Gott, der HERR, Noomi und Rut das Überleben sichern?
Macht und Stärke
In Elimelechs Familie gab es einen „angesehenen und [ehrlichen, verlässlichen]“ Mann (Rut 2:1), dessen Name Boas mit Macht und Stärke übersetzt werden kann. Noch kannte Rut diesen Mann nicht, als sie sich aufmachte, für Noomi und sich zu sorgen. Sie bittet Noomi um Erlaubnis, zu den Feldern zu gehen und dort bei einem, „vor dessen Augen sie Gnade findet“ (Rut 2:2) Ähren zu lesen.
Rut verlässt sich auf die Gnade und Güte von Menschen. Sie hofft auf die Freundlichkeit der Besitzer der Felder. Sie geht auf ein Feld und liest hinter den Schnitter auf.
Dem Gesetz gehorsam
Das ist aber nur möglich, wenn die Schnitter nicht alles einsammeln, was gewachsen ist. Doch die Schnitter sind nicht unaufmerksam. Aus dem Zusammenhang der folgenden Abschnitte wird deutlich, dass die Schnitter den Anweisungen ihres Chefs gehorchen, der das Wort des HERRN ernst nimmt. Gott gebietet, dass „Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, sollt ihr nicht alles bis an die Ecken des Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.“ (3: Mose 23:22).
Segenslinie
„Und auch dem Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch. Zu der Zeit fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.“ 1 Mose 4: 26 (Luther 2017) Die Berichte über Adams Leben enden mit einem Bericht über das Leben seiner Söhne und Enkel. Es beginnt mit den Söhnen Kains. Einer von Kains Ur-Ur-…
Kein Zufall
Der Besitzer dieses Feldes ist der oben erwähnte „redliche und [verlässliche]“ Mann Boas. „Es trifft sich“ (Rut 2:3), dass Rut gerade auf dieses Feld geht. Bei dem lebendigen Gott gibt es keine Zufälle (Römer 8:28)
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Römer 8:28
Rut wird von Gott, dem HERRN, zu dem Mann geführt, der Gottes Wort achtet und diesem folgt. Einem Mann, der dafür bekannt ist, dass er „ehrlich und zuverlässig“ ist. Wir erkennen bei Boas, dass wer Gottes Wort achtet auffällt. Dass derjenige, der Gottes Wort befolgt als ehrlich und zuverlässig angesehen wird.
Lies Gottes Wort, befolge Gottes Wort und die Menschen um dich herum werden dich als ehrlich und zuverlässig anerkennen[ii].
Du kannst aus dem Bericht über das Leben von Rut auch lernen, dass Gott dich in deinem Leben führt. Es ist kein Zufall, dass du gerade heute bei der BibleTIME von 3B dabei bist. Es ist kein Zufall, dass du gerade jetzt diese Zeilen liest. Gott hat dich hierhergeführt. Nicht, weil wir hier gute Prediger sind. Du bist hier, weil ER auch aus dem düftigen, was wir hier anbieten, etwas Großes mach, da Sein Wort die beste Botschaft der Welt hat:
Gottes Plan von Anfang an war es, dass Er in Jesus am Kreuz für die Sünden seiner Menschen sterben wird, damit wir mit ihm und durch ihn und zu ihm leben können (Römer 11:36). Gottes ewiger Plan unserer Erlösung läuft ab, ohne dass man diesen aufhalten kann. Das Buch Rut gibt dafür bestes Zeugnis.
„22 Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, sollt ihr nicht alles bis an die Ecken des Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.“
3. Mose 23:22
[i] https://studylight.org/commentaries/eng/acc/ruth-1.html
[ii] Bei Daniel sehen wir, dass das manchmal auch in Schwierigkeiten führen kann (Daniel 6).
