Wo sind die Dinos?

Vertrauen wir den Berichten der Bibel, dann hat Gott am sechsten Tag, noch vor dem Menschen auch Dinosaurier geschaffen und vor der großen Flut auch Dinos zu Noah auf die Arche geschickt – doch wo sind die Dinos heute, wenn immer ein Pärchen einer Art überlebt hat?   

Dass es Dinosaurier gab, ist durch den Fossilbericht belegt[i] – und für Ihr Aussterben gibt es viele Hypothesen, die auf weiteren Annahmen beruhen. Der Fossilbericht zeigt, dass es bis zur Kreide-Paläogen-Grenze (K-P-Grenze – bis 2000 Kreide-Tertiär-Grenze, K/T-Grenze genannt) Tiere gab, die wir seit 1841 (Sir Richard Owen) Dinosaurier nennen. Viele Paläontologen und Geologen ordnen diese Grenze einer Zeit vor etwa 65 Millionen Jahren zu, zu der es ein Massensterben von vielen Tierarten, darunter die Dinos, gab. Die Sedimentgesteine der K-P-Grenze enthalten eine verhältnismäßig hohe Konzentration von Iridium[ii], das deshalb, so manche Geologen, von einem Asteroiden stammen muss. Dieser soll die Erde getroffen haben, dessen Einschlag eine verheerende Klimaveränderung bewirkte, darunter eine Eiszeit, welche letztendlich das Ende der Dinosaurier bedeutete. In der Nähe der Yucatán Halbinsel gibt es einen Einschlagkrater[iii], der zu dieser Iridium Konzentration passt, doch ist nur ein Asteroid nicht groß genug für die Menge an verstreutem Iridium.

Eine bessere Erklärung ist weltweite vulkanische Aktivität, wie sie bei der Flut zu Noahs Zeit stattgefunden haben muss. Es wird berichtet, dass zu Beginn der Flut „die Brunnen der großen Tiefe“ (1 Mose 7:11) aufbrachen. Dieser katastrophale Ausbruch hätte einen weltumspannenden und nie dagewesenen Vulkanismus ausgelöst, der eine plausible Erklärung für die hohe Iridium Konzentration an der K-P-Grenze ist.

Dinosaurier wurden von Gott vor etwa 6000 Jahren zusammen mit allen Tieren und dem Menschen in einer perfekten Welt geschaffen. Durch Adams und Evas Ungehorsam kam das Böse in die Welt (Römer 5: 12-14; Römer 8:22; 1 Korinther 15: 21-22) und als Konsequenz der Tod. Es dauerte nicht lange, bis die Menschheit sich so weit von Gott abgewendet hatte, dass Gottes Zorn unabwendbar war. Vor etwa 4300 Jahren brachte Gott dann das Gericht über die verkommene Menschheit in Form einer weltumspannenden Flut. Im Jahr der Flut wurden viele Fossilien geformt, da Pflanzen und Tiere in den Sedimenten begraben wurden. Oberhalb der K-P-Grenze wurden noch keine Dinosaurier gefunden. Dies erklärt sich, wenn man sich überlegt, dass sich im Verlauf des Flutjahres weitere Sedimentschichten über die ersten Schichten mit den begrabenen Dinos legten.

Doch nicht alle Dinos starben in den ersten Flutwellen. Gott wollte Menschen und Tiere durch die Flut hindurch retten. Deshalb gebot er Noah eine Arche für seine Familie und Tiere zu bauen. Von jedem Landtier sollte er ein Paar mit auf die Arche nehmen – darunter auch Pärchen einer jeden Dinosaurierfamilie[iv]. Das bedeutet, dass auch nach der Flut Dinosaurier auf der Erde gelebt haben – doch die Lebensbedingungen waren nicht mehr die Gleichen wie vor der Flut. Nicht nur, dass sich die Erdoberfläche stark verändert hatte, auch das Klima war deutlich anders. Der weltweiten Flut folgte eine zwischen 500-700 Jahre lange Eiszeit[v]. Wie Noahs Familie und alle anderen Tiere mussten sich die Dinos an neue Lebensräume und ein neues (und weniger) Nahrungsangebot gewöhnen. Dazu kam, dass der Genpool deutlich kleiner war[vi], was Krankheiten und Alterungsprozesse beschleunigte.

Erschwerend kam hinzu, dass die Lebensräume durch die Eiszeit noch stark begrenzt waren und die Dinos mit den anderen Tieren um Nahrung kämpfen mussten. Kurz gesagt starben die Dinosaurier aus den gleichen Gründen aus, wie alle anderen ausgestorbenen Spezies: Bedrohter Lebensraum, ungünstiges Nahrungsangebot, Krankheiten und überlegene Fressfeinde – bei Dinos ist es auch denkbar, dass sie für ihr Fleisch gejagt wurden[vii].

Interessanterweise gibt es weltumspannend Berichte und Abbildungen von Tieren, die man heute als Dinosaurier bezeichnen würde. Es ist möglich, dass manche Arten von Dinosauriern länger überlebten als andere und, auch wenn dies selten war, noch mehrere Jahrhunderte nach der Flut lebten und es so in das Gedächtnis der Menschen schafften[viii].

So wichtig es ist, dem Wort Gottes zu vertrauen und eine biblisch begründete Antwort auf die Frage nach dem Aussterben der Dinosaurier zu haben – viel wichtiger ist es zu wissen, dass Gottes Wort neben der Menschheitsgeschichte auch die Antwort auf die Frage enthält, wie wir Menschen mit dem ewigen und lebendigen Gott wieder Gemeinschaft haben können, wie es im Paradies der Fall war: ER selbst, der Schöpfer, starb in Jesus für unseren Eigensinn am Kreuz, damit wir schuldlos vor IHM stehen können (2 Korinther 5:21).  

„Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.“

2 Korinther 5:21

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[i] Es gibt Christen, die dem Wort Gottes vertrauen, die anzweifeln, dass es Dinosaurier gab. Sie führen an, dass es keine kompletten Skelette gibt (was stimmt) oder, dass die gefundenen Knochen gefälscht wurden (das kommt immer mal wieder vor). Alle dem Autor bekannten Argumente können entkräftet werden. Als Landtiere wurden Dinosaurier (das Wort wurde von Sir Richard Owen 1841 für die durch Knochenfunde entdeckten, riesigen Tiere erfunden) am sechsten Tag von Gott geschaffen, und lebten zur gleichen Zeit, wenn auch nicht unbedingt in den gleichen Gegenden, wie die Nachfahren von Adam und Eva bis zur Flut zu Noahs Zeit – und bis zu ihrem Aussterben auch noch einige Zeit danach.

[ii] Iridium hat die Ordnungszahl 77 und gehört zur Cobaltgruppe und den Platinmetallen. Aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit wurde es 1898 in Paris für das Urkilogramm verwendet. Es wird auf der Erde in geringeren Mengen als Gold oder Platin gefunden. Vorkommen gibt es in Südafrika, im Ural, Nord- und Südamerika, Haiti, Tasmanien, Borneo und Japan. An der K-P-Grenze gibt es eine hohe Konzentration von Iridium.

[iii] Chicxulub Einschlagkrater

[iv] Nicht Spezies – Im ungünstigsten Fall, je nach Einordnung der Arten, musste Noah nur etwa 170 Dinosaurier auf der Arche unterbringen.

[v] Oard, M.: Frozen in Time. Masterbooks, 2004.

[vi] Der nun vorhandene Genpool ging nun nur noch auf das eine Pärchen auf der Arche zurück; Fehler in der DNA konnten nun nicht mehr so einfach durch Einzucht von anderen Arten überschrieben werden, wie das vor der Flut der Fall war – eventuell war dies der Grund, warum Gott befahl, von den reinen Tieren je sieben Paare mit auf die Arche zu bringen. So war nach der Flut mehr Einzucht möglich, und Genfehler verbreiteten sich nicht so schnell.

[vii] Nach der Fut erlaubte Gott den Menschen Fleischverzehr (1 Mose 9:3)

[viii] Polo, Marco (1961), The Travels of Marco Polo (New York: Signet Classics) – S. 158-159 (https://apologeticspress.org/marco-polos-dragons-2867/)