Kurze Antworten – Wie entscheidest du dich?

Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in unserer westlichen Kultur für die Mehrheit klar, dass es einen Gott gibt. Uneinigkeit herrschte in der Regel nur darüber, ob jemand diesem Gott gehorchen sollte und ob seine Existenz eine Bedeutung und Auswirkung auf das persönliche Ergehen hat. Dies hat sich geändert. Ein immer größer werdender Teil der westlichen Gesellschaft, darunter auch Jugendliche mit einem christlichen Hintergrund, zieht die Existenz eines Gottes in Zweifel und wenden sich vom christlichen Glauben ab[i]. Haben nicht die Ergebnisse der Wissenschaft gezeigt, dass für die Entstehung unseres Universums kein Gott notwendig ist? In dieser Serie finden wir Antworten auf diese, und ähnliche, Fragen.

Das wahrscheinlich größte Missverständnis bei der Diskussion über den Anfang der Welt ist die Annahme, dass es nur darum geht, welche Seite die meisten Belege für sein Modell hat. Dies gilt für Evolutionisten und Schöpfungswissenschaftler gleichermaßen. Beide Gruppen verweisen auf ihre Belege und die Gruppe mit den meisten Belegen ist der große Gewinner. 

Aber die schockierende Wahrheit ist, dass beide Seiten mit genau den gleichen Belegen argumentieren. Und diese Belege existieren in der Gegenwart!

Eine kurze Frage: In welcher Zeit existieren Fossilien – in der Vergangenheit oder der Gegenwart? Die Antwort: Sie existieren in der Gegenwart. Würden sie in der Vergangenheit existieren, hätten wir keine Fossilien. Findet jemand einen Knochen im Boden, findet sich daran kein Anhängsel mit einer Altersangabe. Knochen reden auch nicht. Wird ein Knochen in der Gegenwart gefunden, ist nur eines ganz sicher: Etwas ist in der Vergangenheit gestorben.

Und hier ist der Punkt: Alle Wissenschaftler, ob gläubig oder nicht, schauen sich die gleichen Belege (Artefakte) in der Gegenwart an. Die gleichen Gesteinsschichten, Fossilien, Radioisotope, DNA, Sterne am Himmel, usw. Aber sie kommen zu extrem anderen Schlussfolgerungen über das, was sie gerade sehen aber in der Vergangenheit nicht beobachten konnten. Dies kommt daher, dass sie mit einer unterschiedlichen Weltanschauung die vorliegenden Artefakte beurteilen.

Wie wir noch sehen werden, kamen Wissenschaftler zu falschen Schlussfolgerungen, weil sie ihre Arbeit mit einer nicht-biblischen Weltanschauung begonnen haben. Dies gilt für das Alter des Universums und der Erde, Gesteinsschichten, Fossilien, Dinosaurier und anderes.

Diejenigen, die mit der biblischen Weltanschauung beginnen, nutzen die biblische Geschichtsschreibung – den Augenzeugenbericht des Schöpfers selbst – um zu verstehen, was sie in der Gegenwart vor sich sehen.

Wer menschliche Vermutungen über den Augenzeugenbericht Gottes stellt, muss annehmen, dass die Abläufe in der Natur schon immer so waren, wie wir sie momentan beobachten. Bevor diese Menschen sich überhaupt mit den Artefakten beschäftigen, lehnen sie göttliche Eingriffe in die Vergangenheit, übernatürliche Schöpfung, den Sündenfall, die Sintflut, den Turmbau zu Babel und andere Berichte in der Bibel rundweg ab. Sie gehen einfach davon aus, dass die Bibel falsch liegt und glauben, dass natürliche Prozesse alles erklären können. Letztendlich ist die Auseinandersetzung zwischen Schöpfung und Evolution ein Konflikt zweier Weltanschauungen. Ein Ringen zwischen den zwei grundsätzlichen Religionen der Menschheit: Menschenwort gegen das Wort Gottes.


[i] Ham, K.&Beemer, B. „Already Gone – why your kids will quit church and what you can do to stop it”, Masterbooks, Green Forest, 2009