Der Bibel vertrauen – Neunter Teil.

Warum vertrauen wir bei 3B der Bibel? Können wir das überhaupt, und warum ist es wichtig, den Berichten der Bibel zu vertrauen? In dieser Serie gehen wir in kurzen Artikeln dieser und ähnlichen Fragen nach.

„Ja, ich lese jeden Tag in der Bibel.“ „Wirklich?“ – „Ja, echt wahr!“. Ähnliche Gespräche habe ich schon manches Mal geführt. Was für manche eine Überraschung ist, ist für den Schreiber des 119 Psalms selbstverständlich: „Wie habe ich Dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach.“[i]

Dabei gibt es unterschiedliche Methoden sich mit Gottes Wort zu beschäftigen. In diesem Artikel werden ein paar Methoden vorgestellt. Mann kann die vorgestellten Methoden für sich ausprobieren und anwenden, man kann sie kombinieren oder für sich selbst weiterdenken.

BIBELLESEPLÄNE

Ein einfacher Weg zur täglichen Bibellese ist es, sich Bibellesepläne zu kaufen. Diese geben den täglichen Abschnitt vor und enthalten oft auch Erklärungen zu den gelesenen Büchern und dem Tagesabschnitt.

Beim Bibellesebund gibt es für Teenager den Bibelleseplan Pur der vierteljährlich erscheint.

Die Deutsche Bibel Gesellschaft veröffentlicht den Jahresbibelleseplan. Mit Hilfe dieses Planes kann man die Texte der Bibel in einem Jahr lesen. Für jeden Tag ist ein Psalmtext vorgeschlagen, sowie Abschnitte des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes.

Eine weitere Art in einem Jahr durch die Bibel zu lesen, ist es, die Bibel wie ein Buch zu lesen. Du beginnst mit der ersten Seite (1 Mose 1:1) und liest jeden Tag drei Kapitel. Wenn Du bei den Psalmen ankommst, liest du immer vier Psalmen jeden Tag und damit kommst du in 365 Tagen gut durch die ganzen Bücher der Bibel.

Ein bekannter und oft benutzter Bibelleseplan sind die Herrnhuter Losungen mit der man in vier Jahren alle Texte des Neuen Testamentes und in 8 Jahren alle wesentlichen Texte des Alten Testamentes liest. Viele weitere Bibellesepläne orientieren sich an den Herrnhuter Losungen. Bei den Losungen ist auch immer eine „Tageslosung“ aus dem Alten Testament und ein „Lehrtext“ aus dem Neuen Testament der thematisch zu „Tageslosung“ ausgewählt wird.

KREATIV MIT DER BIBEL

Eine kreative Art, sich mit den Texten der Bibel auseinanderzusetzen ist „Bible journaling“. Dabei werden einem eindrückliche oder wichtige Bibelverse kunstvoll gestaltet. Dazu gibt es bei verschiedenen Christlichen Bücherverlagen „Journaling Bibeln“, mit extra breitem Rand um dort seine Kunstwerke zu gestalten. Wer sich mit historischen Bibeln beschäftigt kann feststellen, dass schon im Mittelalter manche Bibelausgaben kunstvoll, zur Ehre Gottes gestaltet wurden.

In eine ähnliche Richtung geht das Bible Lettering. Dabei werden einem wichtige Bibelverse in kunstvollen Schriftarten in ein Notizbuch, oder wie beim Bible Journaling an den breiten Rand der Bibel, geschrieben.

Bible Lettering und Journaling können auch gut kombiniert werden.

MIT BIBELTEXTEN ARBEITEN

Wenn Du weniger kreativ bist oder dich gerne mit Texten auseinandersetzt, kannst Du Bibeltexte in ein besonders Heft einfach abschreiben. Abschreiben dauert länger als lesen und so wirken die Worte länger auf einen ein. Dies ist die weniger kreative Art des Bible Letterings.

Wer eine Bibel mit einem breiteren Rand hat, kann sich Gedanken zum Bibeltext, Fragen, Auffälligkeiten oder Verweise auf andere Bibeltexte auf diesem Rand notieren. Liest man die Stelle wieder einmal, hat man schon einen ersten Zugang zu dieser Stelle. Dazu kann man die Verse die einem persönlich wichtig werden auch farbig unterstreichen. Die Farben sind dabei ein Code für Themen, die einem wichtig sind. Blau für Stellen über Vergebung, Rot für Stellen wo Gott über Sünde und Verfehlungen spricht, Gelb für Stellen über Gottes Herrlichkeit und Macht, Rosa für Stellen über Gottes Liebe zu uns Menschen. Diese Farben sollen nur Vorschläge sein, die verändert und erweitert werden können.

Es stellt sich auch die Frage, wann man sich mit Gottes Wort beschäftigt. Die Bibel gibt dazu einen Hinweis: „HERR, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.“[ii] Dies ist nicht die einzige Textstelle, die darauf hinweist, dass man sich früh am Tag, oder zumindest zu Tagesbeginn nach dem Aufstehen, Gott und seinem Wort zuwenden soll. Psalm 88:14; 90:14 und 119:147 wiederholen diesen Gedanken. Auch Jesus suchte früh am Morgen die Gemeinschaft mit seinem Vater im Himmel (Markus 1:35). Wie in jeder Beziehung sind das regelmäßige Gespräch und Begegnung wichtig um sich immer besser kennenzulernen, zu wachsen und zu stärken. Durch die Beschäftigung mit Gottes Wort lernen wir Ihn besser kennen, verstehen Seinen Willen besser und unsere Beziehung zum Schöpfer des Universums wird tiefer und stärker.


[i] Psalm 119:97

[ii] Psalm 5;4