(K)Eine rosa Brille!

Die Arbeiter bei Louisville Slugger legen letzte Hand an mehrere Dutzend rosa Baseballschläger. Der Grund dafür ist einfach: Am 08. Mai ist wieder Muttertag und seit 2006 liefert der offizielle Schlägerlieferant der Major League Baseball rosa Schläger für die Spiele am Muttertag[i]. Doch nicht nur die Schläger sind rosa – viele Spieler lassen sich extra für diesen Tag rosa cleats (Stollenschuhe) fertigen als Dankeschön an ihre Mutter. Andere spielen mit rosa Handschuhen. Alle Mannschaften tragen an diesem Tag Uniformen und Mützen, deren Nummern und Mannschaftsnamen eine rosa Umrandung haben. Alles in rosa – als Dank an die Mütter.

Auch Gottes Wort, die Bibel sagt uns vieles über Mütter: Da ist einmal Eva, „die Mutter aller die da leben.“[ii] Eva erlebte so einiges: Ihr Mann unterstützte sie nicht als sie verführt wurde. Wortlos stand Adam neben ihr und schaute zu, wie sie von der Schlange, dem alten Feind getäuscht wurde. Adam hatte direkt von Gott das Gebot über den Baum der Erkenntnis erhalten und trotzdem korrigierte er die Lüge der Schlange nicht, half Eva nicht, der Verführung zu entkommen. Nein, er griff zu. Die Wortlosigkeit des ersten Adams wurde zum Verhängnis aller, die von Eva kommen – auch von uns. Als Konsequenz durchlitt Eva, wie alle Mütter, die erste Geburt und die Freude danach über ihr erstes Kind. Einen Sohn, der, so hoffte sie, der versprochene Retter wird, der der Schlange den Kopf zertritt. Doch es war noch nicht so weit. Der erste Sohn ermordete seinen Bruder Abel und musste fliehen, die Familie verlassen. Eva gebar noch viele Söhne und Töchter[iii]. Doch keiner der Söhne war der versprochene Retter. Enttäuschung, Freude und Hoffnung – Emotionen, die sicher jede Mutter kennt, wenn sie an Ihre Kinder denkt. Bei allem dürfen wir, dürfen die Mütter wissen: „Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.“[iv]

Ungefähr 4000 Jahre nach Eva lebte eine junge Frau in Nazareth. Ihr wurde durch einen Engel ein Sohn versprochen – ihr, die noch nicht einmal verheiratet war![v] Maria waren die Konsequenzen sicher bewusst und trotzdem stellte sie sich unter den Willen Gottes. Im Gegensatz zu Adam stand Joseph, nach einem Gespräch mit einem Engel, zu seiner Verlobten und unterstützte sie. Das Leben mit dem Sohn Gottes war für Maria nicht immer einfach. Im Alter von 12 Jahren begann sich Jesus von seiner Mutter zu lösen und es musste ihr klar geworden sein, dass sie ihren Sohn nicht festhalten kann. Doch begleitete sie ihren Sohn immer und stand ihm auch in seiner schlimmsten Stunde zur Seite[vi]. Auch Maria erlebte alle Emotionen einer Mutter: Anspannung, Schmerzen, Freude und Hoffnung – Maria, der Mutter des letzten Adam[vii], war vergönnt zu sehen, was Eva noch nicht sehen durfte: Die Geburt des versprochenen Retters und seinen Sieg über den Tod und die Trennung von Gott. So wurde Maria von Gott ausgewählt die Mutter von Gottes Sohn zu sein, durch dessen Tod wir ewiges Leben haben[viii].

Wer also um den Muttertag herum Baseballspiele der Major League anschaut und alles rosa sieht, darf auch dafür dankbar sein, dass Gott uns in Jesus den versprochenen Retter geschenkt hat, „geboren von der Jungfrau Maria.“[ix]

Die rosa Baseballschläger werden im Übrigen nach dem Muttertagswochenende versteigert und der Erlös aus der Auktion wird der Forschung zur Bekämpfung von Brustkrebs gespendet.

QUELLEN


[i] https://www.nkytribune.com/2022/04/louisville-slugger-finishing-pink-bats-for-major-league-baseball-players-to-use-on-mothers-day/

[ii] 1 Mose 3:20

[iii] 1 Mose 5:4

[iv] Psalm 127:3

[v] Lukas 1:34

[vi] Johannes 19:21

[vii] 1 Korinther 15:45

[viii] Johannes 3:16

[ix] Apostolisches Glaubensbekenntnis