Die Berichte in Gottes Wort über den Anfang unseres Universums beginnen mit einer nüchternen Feststellung: „Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Drei Feststellungen in einem Satz: (1) Es gibt einen Anfang dieses Universums. (2) Es gibt Himmel und Erde. Und (3) Dies alles wurde von Gott geschaffen.
In dieser Serie:
- Licht und Dunkelheit
- Leben im Licht
- Ewiges Licht
In diesem ersten Satz lernen wir drei Dinge über Gott.
(1) Gott ist ewig – außerhalb der Zeit
Da Gott vor der Zeit, vor dem Anfang, existierte, ist er zeitlos. Zeitlos bedeutet ewig. Für uns nicht vorstellbar, da wir an die Zeit gebunden sind. Unser ganzes Leben ist durch die Zeit geordnet. Der Tag beginnt am Morgen und endet am Abend. Das Schuljahr beginnt im Spätsommer, geht über Herbst, Winter und Frühjahr und endet gut elf Monate später im Frühsommer. Das Camp beginnt heute am Monat und endet am Mittwochnachmittag. Der Verlauf der Zeit regelt unsere Lebensabläufe – ob wir wollen oder nicht.
Gott kennt keine Zeit. Er ist. Das sagt uns dieser erste Satz in Seinem Wort.
(2) Gott ist allgegenwärtig – es gibt für ihn keine Grenzen
Dass Gott die Erde und „die Himmel“ – alles was oberhalb der Erdoberfläche ist – geschaffen hat, macht uns deutlich, dass Gott keine Räume braucht um zu existieren. Wir brauchen Räume um unseren Tagesablauf zu bewältigen. Am Morgen gehen wir vom Schlafzimmer ins Badezimmer und von dort in das Esszimmer. Danach zur Garderobe und dann zur Bushaltestelle um mit dem Bus über Straßen in die Schule zu fahren. Und dort … ich denke ihr wisst, wie es weitergeht. Räume und Orte helfen uns, uns auf bestimmte Aufgaben zu konzentrieren und diese zu erledigen.
Stellt Euch vor, ihr wärt am Esszimmertisch, im Bus, im Klassenzimmer und auf dem Baseballfeld gleichzeitig – und müsstet alles was an diesen einzelnen Orten gesprochen wird gleichzeitig hören, die Anweisungen ausführen und Aufgaben erledigen …
Für den allgegenwärtigen Gott ist das der „Ist“-Zustand. Er „ist“, das heißt er ist nicht an Plätze, Räume oder Gebäude gebunden. Er ist, um uns nachvollziehbare Sprache zu verwenden, „überall gleichzeitig“.
(3) Gott ist allmächtig – er macht aus nichts alles
Wenn es einen Anfang des Universums gab, dann gab es davor – nichts. Gott machte aus absolut nichts – alles. Das kann nur jemand, der extrem kraftvoll, extrem geschickt und extrem intelligent ist. Mit wenigen Worten gesagt, jemand, der allmächtig ist, der alle Macht hat.
Zum Ende dieses ersten Teils eine kurze Anmerkung: Dies Feststellungen sind logische Schlussfolgerungen, die durch weitere logische Operationen belegt werden können. Der christliche Glaube kann logisch und vernünftig begründet werden. Wir hoffen nicht nur, dass unser Glaube wahr ist. Wir wissen es, da er logisch und vernünftig begründet ist.
Es gibt Gott – was hat er mit mir zu tun?
Mit diesen Feststellungen wissen wir nun, dass es einen ewigen, allgegenwärtigen und allmächtigen Gott gibt. Heute und an den kommenden zwei Tagen wollen wir uns anschauen, was Gott mit deinem und meinem Leben zu tun hat.
Es gibt Gott echt!
Die BibleTime am ersten Tag bei SUMMER 2023 beschäftigte sich mit der Frage, woher wir wissen können, dass es Gott gibt. Zwei Antworten gibt es hier zum durchklicken; weiterführende Artikel gibt es darunter. Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Thema:
Gott beginnt zu ordnen
Heute schauen wir uns an, was Gott am ersten Tag schuf. Wir gehen Schritt für Schritt vor. Im zweiten Satz des Wortes Gottes lesen wir:
Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.
Gott hat das Baumaterial geschaffen, das ungeordnet (tohu wa-bohu – wüst und leer) vorlag. Und es gab Wasser – ein großer, sehr großer Tropfen Wasser über dem Gottes Geist (ruach elohim) schwebte.
Danach lesen wir, wie Gott eine Ordnung in das noch ungeordnete (und kleine) Universum bringt: Er macht Licht – alleine durch einen Befehl: Werde, Licht! Danach war es hell. Und jetzt tut Gott etwas, das ich so erst vor kurzem realisiert habe: Wir lesen, dass er das Licht von der Finsternis trennt. Wer trennt, der ordnet. Wer ordnet legt Grenzen fest. Wir alle machen das, wenn wir unsere Zimmer aufräumen, Schubladen ordnen oder die Schulsachen aussortieren. Wer Räume, Taschen oder Schränke ordnet, legt Grenzen fest.
Gott setzt eine Grenze.
Gott trennt das Licht von der Dunkelheit. Das bedeutet, dass es zwischen Licht und Finsternis eine Grenze gibt. Und diese Grenze ist endgültig: Wo Licht ist, kann es nicht finster sein. Die Finsternis kann die Grenze zum Licht nicht überschreiten. Das ist eine physikalische Feststellung.
Diese Grenze zwischen Licht und Finsternis macht noch etwas anderes deutlich: Gott ersetzt die Finsternis nicht komplett mit Licht. Ja, er trennt, er unterscheidet. Aber er schafft die Finsternis nicht ab. Die Dunkelheit gehört zu diesem Universum, das Gott für uns geschaffen hat. Gott nutzt die Finsternis.
Grenzen schaffen Klarheit
Das Wort Finsternis (חוֹשֶׁך – choschek) wird 80-mal in den Büchern, die wir das „Alte Testament“ nennen, verwendet. In vielen dieser Stellen wird der Gegensatz zwischen Licht und Finsternis hervorgehoben. In der Finsternis ist es beschwerlich, gefährlich, dort ist man gefangen und manchmal erwartet einen dort der Tod. Im Psalmbuch und dem Buch Hiob finden sich dafür viele Beispiele.
Im Licht hingegen ist Gott. Deshalb können wir auch davon ausgehen, dass das Licht der ersten Tage, ein göttliches Licht war Das Licht scheint in die Finsternis. Auch dort findet man im Psalmbuch und Buch Hiob viele Stellen.
Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.
Psalm 18:29
Gott trennt. Gott trennt Licht von Finsternis. Finsternis zeigt uns, wie gut das Licht ist (1 Mose 1:4). Nur der Blick in die Finsternis zeigt uns, wie wertvoll das Licht ist; nur wer aus der Finsternis kommt, erkennt dies.
Die Trennung von Licht und Finsternis schafft Klarheit darüber, was gut ist und was nicht.
Grundlage der Logik
„Wer an Gott glaubt muss seinen Verstand aufgeben!“, bekommt man als Christ in unregelmäßigen Abständen zu hören. Doch nichts wäre ferner. Gottes Existenz ist die Grundlage für Logik und letztendlich auch dafür, dass wir Naturwissenschaften betreiben können. Die Bibel geht völlig selbstverständlich davon aus, dass Gott existiert. „Am Anfang schuf Gott …“ – An…
Das Licht in deinem Leben
So weit so gut. Licht ist gut, die Finsternis nicht. Für die Menschen damals, die Gottes Wort lasen, war klar, dass Gott das Licht ist.
Und dann kam vor zweitausend Jahren Jesus in diese Welt. Sein Vetter Johannes schrieb über ihn, und machte gleich zu Beginn seines Berichts über das Leben von Jesus klar, wer Jesus war:
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.
Johannes 1:5
Jesus ist Licht. Jesus ist Gott selbst. Viele Leser von Gottes Wort haben an den Anspruch, den Johannes erhebt Fragen. Sie stellen in Frage, ob Johannes dies wirklich so gemeint hat.
Lesen wir, was Jesus selbst sagt:
Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8:12
Johannes 8:12
Jesus ist Gott selbst. Das sagen nicht andere Menschen über ihn; das sagt er selbst über sich. Jesus, das Licht der Welt, zeigt dir, was gut ist.
Wer auf Jesus, das Licht der Welt, schaut erkennt, ob er selbst noch in der Finsternis lebt. Das hat Gott mit deinem Leben zu tun. Schau auf Jesus und erkenne, auf welcher Seite du stehst. In der Finsternis – oder im Licht der Welt bei Jesus? Stehst du im Licht, ist alles gut.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.
Johannes 3:17-21
