„41 Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. 42 Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. 43 Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und seine Eltern wussten’s nicht. 44 Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. 45 Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn.“ Lukas 2: 41-45
Passahfest
Dies ist der erste Bericht, den wir über eine Reise von Jesus zum Passafest nach Jerusalem haben. Beim Passafest erinnerte sich das Volk Israel bis heute an Gottes Hilfe beim Auszug aus Ägypten. Sie erinnerten sich an die Wunder, die Gott, der HERR, vor ihrem Auszug tat. Sie erinnerten sich daran, dass das Blut eines Lammes, an die Türpfosten gestrichen, den Erstgeborenen Sohn jeder Familie, vor dem Tod bewahrte. Es war die Aufgabe der Väter, dies ihren Kindern zu lehren (2. Mose 10:2; 12:26-27; 13:8+14;
Auch Jesus war der erstgeborene Sohn. Auch er lernte sicherlich von seinem Vater Joseph von den Wundern Gottes. Und er ist der Sohn, der an einem späteren Passafest einmal stellvertretend für die Schuld aller Menschen am Kreuz sterben würde. Doch dieser Tag lag zur Zeit dieses Berichts noch gut zwanzig Jahre in der Zukunft.
Die Reise
Die Reise von Nazareth nach Jerusalem dauerte damals zu Fuß, abhängig von der Route, zwischen drei und fünf Tagen. Der kürzeste Weg war der durch Samarien, den gläubige Juden oft vermieden, da die Samariter Nachfahren von Familien mit jüdischen und heidnischen Wurzeln waren (2. Könige 17:24-41). Daher wählten diese Pilger oft den etwas längeren Weg um Samaria herum.
Der Tod Jesu veränderte alles
Wenn Jesus an unserer Stelle für unsere Sünden starb – warum sterben dann noch immer Menschen? Wir haben doch das ewige Leben geschenkt bekommen, der Tod ist besiegt und wir dürfen Leben. Auch die ganze Schöpfung verfällt zusehends und leidet unter der Vergänglichkeit (Römer 8:22-25). Hier finden wir den Grund warum wir sterben: damit wir…
Joseph und Maria erfüllten mit Jesus die Gebräuche des Passafestes und machten sich dann auf den Heimweg. Dass Jesus nicht ständig bei seinen Eltern war zeigt sich daran, dass sie erst, sehr wahrscheinlich, am Abend des ersten Rückreisetages bemerken, dass Jesus nicht bei ihnen ist.
Die Suche
Zuerst suchen Joseph und Maria Jesus bei den Verwandten und Bekannten. Wenn Teenager nicht mit den Eltern reisen, dann ist zu erwarten, dass sie bei Menschen sind, die der Familie nahestehen. Doch auch dort finden sie Jesus nicht.
Nach dieser Feststellung wird berichtet, dass sich die beiden auf ihrer Suche nach Jesus auf den Weg zurück nach Jerusalem machen. Sie gehen nun davon aus, dass er dort zurückblieb.
Die Suche in Jerusalem
Jerusalem war zu dieser Zeit eine der größten Städte im Nahen Osten. Es war etwa 2,5 km2 groß (ca. 175 Baseballfelder) und war von einer etwa 4km langen Mauer umgeben. Archäologen gehen davon aus, dass Jerusalem zu dieser Zeit zwischen 40000 und 60000 Einwohnern hatte.
Kein Vergleich mit dem kleinen Nazareth, das etwa 2 Hektar groß war (etwa 1,5 Baseballfelder) und nach neuesten Erkenntnissen maximal 1000 Einwohner hatte.
Erschwerend für eine Suche kam hinzu, dass die Bevölkerung in Jerusalem zur Zeit des Passafestes auf bis zu 250000 Personen anwachsen konnte. Um dieser großen Zahl gewachsen zu sein, gab es während des Festes überall um Jerusalem herum Zelt- und Hüttendörfer.
Fragen und Hören
Es ist anzunehmen, dass Joseph und Maria Jesus zuerst dort suchten, wo ihr Zelt gestanden hatte und dann nach und nach alle möglichen Lagerplätze und Unterkünfte absuchten. Ihre Suche blieb erfolglos. Erst als sie in das Haus Gottes gehen, den Tempel, finden sie „nach drei Tagen“ Jesus. Dort sitzt er bei den Lehrern und „hört zu und fragt.“
Offensichtlich hatte auch der junge Jesus Fragen. Er wollte mehr wissen, als das, was ihm sein Vater, seine Eltern lehren konnten. Deshalb ging er mit seinen Fragen dahin, wo zu erwarten ist, dass er Antworten erhält: In das Haus Gottes, den Tempel. Dort wird Gottes Wort, heute sagen wir dazu Bibel, gelehrt. Dort hört er, über die Lehrer, direkt von Gott.
2 So spricht der HERR, der die Erde gemacht, sie gebildet und gegründet hat – HERR ist sein Name: 3 Rufe mich an, so will ich dir antworten und will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.
Jeremia 33:3
Ohne Jesus auf dem Weg nach Hause
Was sagt Gott dir mit diesem Bericht? Eine BibleTIME ist zu kurz um das alles umfassend festzuhalten. Doch dieser Bericht stellt zum einen die Frage an dich, ob du, so wie Jospeh und Maria, bemerkst, dass Jesus in deinem Leben fehlt? So wie die Eltern auf dem Heimweg einen Tag lang nicht bemerkten, dass ihnen Jesus fehlt, sind auch Menschen, auch Christen, heute mit Jesus auf dem Weg, so denken sie, ohne zu realisieren, dass sie ganz ohne Jesus unterwegs sind.
Die Suche nach Jesus
Als Joseph und Maria die Abwesenheit von Jesus feststellen, machen sie sich auf die Suche nach ihm. Zuerst suchen sie in der Nähe, bei Menschen, die ihnen nahestehen. Das ist nachzuvollziehen, doch bleibt ohne Ergebnis. Auch in unserem Leben ist es naheliegend, bei Menschen nach Jesus zu suchen, die einem nahestehen. Bei den beiden sehen wir, dass ihre Suche erfolglos bleibt.
Deshalb gehen sie dorthin, wo sie Jesus zum letzten Mal gesehen haben, nach Jerusalem. Auch du kannst Jesus dort suchen, wo du ihn zum letzten Mal gesehen hast: Während einer BibleTIME bei 3B, an einem Sonntag in der Kirche, bei einer Bibelstunde in deiner Jugendgruppe oder einem podcast eines Jesusnachfolgers auf Social Media. Doch auch in den Unterkünften in Jerusalem haben die Eltern Jesus nicht gefunden. Genauso ist die Suche nach Jesus bei Podcastern, (Jugend-)Pastoren und auch bei 3B erfolglos – außer dass sich dort an den nächsten Punkt gehalten wird.
Gefunden: Jesus
Jesus wurde von seinen Eltern im Haus Gottes, beim Studium von Gottes Wort, gefunden. Auch du findest Jesus zweifellos beim studieren von Gottes Wort, der Bibel. Natürlich kannst du Jesus auch hier bei 3B finden. Doch ich bin ein Mensch. Ich verstehe nicht alles und manches nicht vollkommen. Deshalb ist es besser, dass du das, was du in einer BibelTIME hörst, immer anhand von Gottes Wort überprüfst.
Jesus in der Bibel begegnen? – Erster Teil
Warum vertrauen wir bei 3B der Bibel? Können wir das überhaupt, und warum ist es wichtig, den Berichten der Bibel zu vertrauen? In dieser Serie wollen wir in kurzen Artikeln dieser und ähnlichen Fragen nachgehen. Jesus ist die zentrale Person der Bibel. Im Alten Testament wird auf seine Geburt und seinen Tod am Kreuz hingewiesen.…
Du findest Jesus beim „hören und fragen“ auf Gottes Wort. Wenn du deine Bibel öffnest, stelle ihm deine Fragen. Jesus hört dir zu. Lies dann Gottes Wort aufmerksam und höre darauf, was er dir auf deine Fragen antwortet. Und sei bereit, dass dich seine Antworten „verblüffen und überraschen“ werden (Lukas 2:47). So ging es auch den Lehrern im Tempel, denen Jesus seine Fragen stellte, zuhörte und dann antwortet.
9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Lukas 11:9-10
Jesus will sich von dir finden lassen. Er sitzt bei seinem Vater (1. Petrus 3:22) und studiert Sein Wort. In der Bibel, in Gottes Wort, findest du Jesus. Wenn du Jesus ernsthaft suchst, dazu Gottes Wort studierst und darauf hörst, wirst du Jesus finden und Antworten auf deine Fragen bekommen, die dich „verblüffen und überraschen“ werden (Lukas 2:47).
Wir beten, dass du Jesus findest und von seinen Antworten auf deine Fragen verblüfft und überrascht wirst. Gott gibt dir Seinen Segen dazu.
„10 Die Brüder aber schickten noch in derselben Nacht Paulus und Silas nach Beröa. Als sie dahin kamen, gingen sie in die Synagoge der Juden. 11 Diese aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte. 12 So glaubten nun viele von ihnen, darunter nicht wenige von den vornehmen griechischen Frauen und Männern.“
Apostelgeschichte 17:10-12
