Vierzig Tage Training

Jeder Baseballfan wartet ungeduldig auf den Beginn des Spring Trainings. Nach langen, kalten und dunklen Wintertagen geht es Mitte Februar endlich los – das Springtraining. Im sonnigen Florida (Grapefruit League) und trockenen Arizona (Cactus League) bereiten sich die Mannschaften der American League und der National League etwa sechs Wochen lang auf die kommende Saison vor. Sechs Wochen sind 42 Tage. 

Auch wir Christen befinden uns im Kirchenjahr momentan in einem 40 Tage Abschnitt. Schauen wir in den Bericht des Arztes Lukas (die Apostelgeschichte) über die Zeit nach der Auferstehung, lesen wir dort zu Beginn:

1 Den ersten Bericht habe ich gegeben, lieber Theophilus, von all dem, was Jesus von Anfang an tat und lehrte 2 bis zu dem Tag, an dem er aufgenommen wurde, nachdem er den Aposteln, die er erwählt hatte, durch den Heiligen Geist Weisung gegeben hatte. 3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.

Apostelgeschichte 1:1-3

Warum lehrte Jesus vom Reich Gottes? Hatte er dies nicht die drei Jahre davor nicht schon getan?

Sicher. Doch die Berichte über Seine Auferstehung zeigen, dass die Nachfolger nur wenig verstanden haben. In den ersten Stunden des Auferstehungstages dachte keiner der Jünger und keine der Frauen, dass Jesus tatsächlich lebte. Sie waren voller Furcht (Markus), überrascht (Petrus und Johannes – Evangelium?) und Maria erkannte Jesus durch ihre Tränen der Trauer erst, als dieser sie mit Namen ansprach.

Zwei weitere seiner Nachfolger waren etwa zwei Stunden mit Jesus zu Fuß unterwegs und von Ihm gelehrt, bevor sie ihn beim Brotbrechen erkannten und seine Lehre mit seiner Person in Verbindung bringen konnten.

Die Auferstehung und dein Herz

Wer mit Gottes Wort aufwächst, bzw. in einem Umfeld, das durch Gottes Wort geprägt ist, feiert die Passionswoche und das „Osterwochenende“ immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass nach Karfreitag das Auferstehungswochenende kommt. Es ist klar, dass auf Jesus‘ Tod am Kreuz am dritten Tag Seine Auferstehung folgte. Das war mir schon als Kind klar,…

Die Begegnung mit dem auferstandenen Jesus verändert auch unseren Blick auf Seine Lehre. Im Bericht des Lukas, den wir Apostelgeschichte nennen, wird nicht weiter ausgeführt, was Jesus in diesen 40 Tagen nach seiner Auferstehung gelehrt hat. Wir können davon ausgehen, dass es die gleiche Lehre war, wie zur Zeit vor seiner Auferstehung. Ganz offensichtlich verändert die Tatsache der Auferstehung nichts an der Lehre vom Reich Gottes. Und wie wir aus Lukas‘ Bericht über das Leben von Jesus wissen (Lukasevangelium genannt), lehrte Jesus aus den Büchern, die wir „das Alte Testament“ nennen. Die beiden Männer auf dem Weg nach Emmaus lehrte Jesus aus „Mose, den Propheten und den Schriften“ (Lukas 24:27).

Damit bestätigt Jesus den Kanon des „Alten Testamentes“. Wer Gott als den Urheber dieser Schriften ablehnt, steht im Widerspruch zu dem, was Jesus selbst lehrte.

Doch was lehrt uns Gottes Wort über sein Reich? Eine BibleTIME ist da sicher zu kurz. Was Jesus in drei Jahren und 40 Tagen lehrte, können wir nicht in 15 Minuten zusammenfassen. Doch wir können dem roten Faden folgen.

Aus 1 Mose 1 wissen wir, dass Gott, der HERR (יהוה) diese Welt perfekt schuf. Nur zwei Kapitel weiter lesen wir dann, dass durch den Ungehorsam von Adam und Eva das Böse in die Welt kam. Die perfekte Gemeinschaft zwischen Schöpfer und Geschöpf war zerstört. Gott musste sich von uns trennen um uns nicht ganz zu zerstören. Diese Trennung wird Sünde genannt.

„Eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet.“

Jesaja 59:2

An Adams und Evas Stelle starben Tiere. Das Blut der Tiere, der Opfertiere, und deren Fell bedeckte buchstäblich ihre Scham. Dadurch war es möglich, dass Adam und Eva weiterleben konnten und so den Schöpfungsauftrag Gottes, sich zu mehren, erfüllen konnten. Doch der Tod war in die Welt gekommen und die Nachfahren Adams waren dem Tod verfallen.

Wenn Tiere nicht genug sind

„21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. “ 1 Mose 3: 21 (Luther 2017) „Das ist ungerecht – wer den Umpire beleidigt wird vom Feld gestellt – und er hat dich einen [yx!?] genannt und er darf weiterspielen!“ – Ja, es ist tatsächlich ungerecht, wenn…

Leben unter diesen Vorzeichen wäre hoffnungslos, wenn Gott, der HERR (יהוה) nicht gleich Hoffnung gegeben hätte. ER gab Eva eine Verheißung:

„5 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

1 Mose 3:15

Ein Nachfahre Evas, „Mutter der Lebendigen“, würde eines Tages dem Tod den Kopf zertreten; doch nicht ohne selbst leiden zu müssen. Ein Sänger sang so darüber:

„17 Denn Hunde haben mich umgeben, / und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.“

Psalm 22:17

Diese Hoffnung erfüllte sich dann gut 4000 Jahre später:

„33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte, 34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und da er’s schmeckte, wollte er nicht trinken. 35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.

Matthäus 27:33-35

24 Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich’s nicht glauben.

Johannes 20:24-25

Dass Jesus dieser Sieger über den Tod sein wird, wurde schon in frühen Liedern (Psalm 16) besungen: „10 Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe.“

Dies ist in Kürze die Gute Botschaft von Jesus: Wir Menschen sind durch unsere Schuld von Gott getrennt. Nur das Blut eines unschuldigen Opfers kann unsere Scham und Schuld bedecken. Ein Gerechter würde mit durchbohrten Händen und Fersen an unserer Stelle sterben; doch nicht tot bleiben. Der Tod ist besiegt. Bekennen wir unsere Schuld und glauben, dass Jesus der Gerechte ist, der an unserer Stelle starb, dürfen wir leben.

Dass die Jünger nach diesen 40 Tagen mit Jesus seine Botschaft verstanden hatten, zeigt sich dann in ihrer Bereitschaft, für diese Botschaft zu leiden. Im zweiten Bericht von Lukas lesen wir, dass Petrus, der aus Angst Jesus verleugnete, genau diese Botschaft den Männern weitergab, die Jesus ans Kreuz brachten:

„10 [So] sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kundgetan: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat; durch ihn steht dieser hier gesund vor euch. 11 Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. 12 Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“

Apostelgeschichte 4:10-12

Diese gute Botschaft wird seit 2000 Jahren weitergegeben und gibt Menschen, die das glauben Hoffnung für die Zukunft. Sie wissen, dass der Tod sie nicht festhalten kann. Sie verstehen, dass sie wie Jesus eines Tages zusammen mit Ihm in Gottes Reich leben werden, „in den Himmel fahren“.

Wie kam die Bibel zu uns? – Dritter Teil

Warum vertrauen wir bei 3B der Bibel? Können wir das überhaupt, und warum ist es wichtig, den Berichten der Bibel zu vertrauen? In dieser Serie gehen wir in kurzen Artikeln dieser und ähnlichen Fragen nach. „Wenn das wahr ist, was Du sagst, dann kann ich die Bibel hier gleich in die Feuerstelle werfen!“ – so…

Viele, die heute hier dabei sind, gehören dazu. Manche vielleicht noch nicht. Gehörst du zur zweiten Gruppe – willst du heute diese gute Nachricht für dich in Anspruch nehmen und Jesus als deinen Retter in dein Leben lassen?

17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; 18 dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren. 19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. 20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

1 Korinther 15:17-22