Der Tod Jesu veränderte alles

Wenn Jesus an unserer Stelle für unsere Sünden starb – warum sterben dann noch immer Menschen? Wir haben doch das ewige Leben geschenkt bekommen, der Tod ist besiegt und wir dürfen Leben. Auch die ganze Schöpfung verfällt zusehends und leidet unter der Vergänglichkeit (Römer 8:22-25). Hier finden wir den Grund warum wir sterben: damit wir nicht mit einem der Alterung und des Zerfalls unterworfenen Körper in die Ewigkeit zu Gott eintreten müssen.

Die Frage, warum wir nach Jesu‘ Tod am Kreuz noch immer sterben müssen, ist nicht nur für Menschen, die Jesus nicht in ihr Leben gebeten haben, eine berechtigte Frage. Auch Christen, Nachfolger von Jesus, beschäftigen sich damit.

Die Versprechen in Gottes Wort sind klar. Durch Jesus‘ Tod sind unsere Sünden von uns so weit entfernt, wie der Abend vom Morgen (Psalm103:12). Und im Buch, dass Jesaja verfasste lesen wir, dass „er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.“ (Jesaja 53:4) Doch das ist nicht immer unsere Realität. Menschen leiden an schrecklichen Krankheiten, auch wenn sie mit Jesus leben.

Im Brief, den Paulus an die Christen in Rom schrieb lesen wir dann (Römer 14:17), dass „das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.“ In einem früheren Abschnitt im Brief (Römer 8:1-4) lesen wir:

„1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. 2 Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Christus Jesus, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. 3 Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch, 4 damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.“

Wann erleben wir, dass diese Versprechen wahr werden?

Am Ende der ersten Woche des Universums, der Schöpfungswoche, erklärt Gott, dass Seine Schöpfung „sehr gut“ ist (1 Mose 1:31). Menschen und Tiere ernährten sich pflanzlich (1 Mose 1:29-30), es herrschte vollkommener Friede. Der Tod war eine Warnung, sollten Adam und Eva von dem Baum in der Mitte des Gartens essen (1 Mose 2:15-17). Folgten die beiden Gottes Gebot zeigten Sie ihrem Schöpfer damit, dass sie ihn liebten und respektieren. An dem Tag, an dem die beiden vom Baum aßen, kam der Tod in die Schöpfung und mussten wieder zu Erde werden, aus der Gott sie geschaffen hatte (1 Mose 3:19).

Gnädigerweise schickte Gott die beiden aus dem Paradies. Es bestand die Gefahr, dass die beiden auch vom Baum des Lebens essen würden und dann in ihrem, nun dem Alterungsprozess unterworfenen Körper, ewig leben müssten (1 Mose 3:22-23). Doch die Sünde von Adam und Eva hatte nicht nur Konsequenzen für die beiden, auch die Schöpfung wurde dadurch dem Verfall übergeben (1 Mose 3, Römer 8:18-22).

Erinnerung an Golgatha

Gott hatte gesagt, dass Adam und Eva sterben müssen, sollten sie vom Baum der Erkenntnis, in der Mitte des Gartens, essen würden. Doch der Schöpfer ist gnädig; er opferte zwei Tiere, die an Stelle des ersten Ehepaares starben. Das Blut der Tiere und die Felle der Tiere bedeckten die Scham von Adam und Eva (1 Mose 3:21). Scham, weil sie erkannten, dass sie nackt waren. Scham, weil sie erkannten, dass ihr Ungehorsam gegenüber Gott Unrecht und böse ist.

Der Tod und das vergossene Blut der Tiere erinnerten den Schöpfer im Voraus an den Tod Jesu am Kreuz. Immer, wenn wir in den Büchern des Alten Testaments (so nennen wir den Teil der Bücher in Gottes Wort, die vor der Geburt von Jesus verfasst wurden) ein fehlerloses Tier anstelle der sündigen, schuldigen Menschen starben, erinnerte dies Gott daran, dass er selbst einmal, in Jesus, am Kreuz für die Sünden der ganzen Menschheit sterben wird. Das Blut der Tiere kann keine Versöhnung mit dem ewigen Gott schaffen (Hebräer 10:4). Dies war nur dem perfekten Lamm Gottes (Johannes 1:36+29), Jesus möglich, der, durch die Schuld der Menschheit getrennt von seinem Vater, am Kreuz hing (Psalm 22:2; Matthäus 27:46) und starb, so wie auch Adam starb. Doch Jesus stand von den Toten auf (1 Korinther 15:20-22), dies war Adam nicht möglich. Jesus stand in einem neuen Körper auf, der nicht mehr dem Verfall unserer vergänglichen und sterben Welt untertan ist (1 Korinther 15).

Frei von Vergänglichkeit

Wenn wir Jesus unser Leben geben, erhalten wir ewiges Leben (Johannes 5:24). Da aber die Schöpfung unter dem Verfall leidet (Römer 8:22), wartet auch sie auf Wiederherstellung (Apostelgeschichte 3:21). Wir sterben, um unseren dem Tod verfallenen Körper loszuwerden. In einem Brief an die Christen in Korinth schreibt Paulus: „Fleisch und Blut [können] das Reich Gottes nicht ererben […]; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. […] Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: »Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« (1 Korinther 15: 50-55).

War Jesus wirklich tot?

„Gekreuzigt, gestorben und begraben.“ Dies sind die zentralen Aussagen des Evangeliums. Jesus, der Sohn Gottes, der Messias, starb am Kreuz für unsere Sünden. Seine Auferstehung am dritten Tag beweist, dass er tatsächlich der versprochene Erlöser der Menschheit ist. Doch gerade um Ostern herum liest man immer wieder, dass Jesus nicht tatsächlich am Kreuz gestorben sei.…

Weiterlesen

Obwohl wir durch unsere Entscheidung, Jesus unser Leben zu geben, schon „Miterben des Reiches Gottes sind“ (Römer 8:17) müssen wir noch unsere verfallenden Körper ablegen. Bis Jesus wiederkommt und einen Neuen Himmel und eine Neue Erde schafft, ist der biologische Tod von Jesusnachfolgern der Eintritt zum Ewigen Leben mit ihrem Schöpfer mit einem ewigen Körper. (1 Korinther 15:35-58). Der „Stachel des Todes“ wurde durch das Versprechen Jesu‘, ewiges Leben zu geben, entfernt (1 Korinther 15:54-57). Wer dieses Versprechen von Jesus nicht annimmt, der wird einen zweiten Tod sterben (Offenbarung 2:11; 20:6+14; 21:8). Der biologische Tod ist der gnadenvolle Weg, den Gott uns zeigt um zu Ihm in seine ewige Gegenwart zu kommen, anstelle dass wir für immer mit unserem sündigen und verfallenden Körper existieren müssen, der unter nun etwa 6000 Jahren Sünde, seit dem Abfall von Adam und Eva, leidet.

Der stellvertretende Tod von Jesus am Kreuz nahm diesen Fluch, für alle, die daran glauben, weg. Er erlaubt uns, dass wir ein gottwohlgefälliges Leben hier auf dieser Erde leben, erfahren aber immer noch die Konsequenzen der Trennung von Gott (auch Sünde genannt), wie Krankheit, Schmerzen und den biologischen Tod.

Neue Schöpfung

Wären das Universum und die Erde tatsächlich Milliarden von Jahren alt, dann wäre der biologische Tod nicht die Strafe für Adam und Evas erste Sünde. Der Fossilbericht ist ein umfangreicher Katalog des biologischen Todes und von Krankheit. Zum ersten sind alle Fossilien Überreste verstorbener Tiere. Dann finden sich in diesen Fossilien Tumore, weitere Anzeichen für Krankheit und gewaltsame Auseinandersetzungen bis hin zu Fossilien, bei denen Jäger und Gejagter beim Vorgang des Gefressen Werdens fossilisiert wurden. Und dies, in der Zeitleiste des populären Standardmodells, lange bevor die ersten Menschen aufkamen. In diesem Modell sind Leiden, Krankheit und der Tod ein Teil der Welt, ja, sogar Teil der Schöpfung.

Gott hätte in diesem Modell keinen Grund Adam und Eva zum Tod zu verurteilen (1 Mose 2:17; 3:19-24), da sie sowieso gestorben wären. Zudem hätte es für Jesus keinen Grund gegeben einen furchtbaren und qualvollen Tod zu erleiden, da der Tod Teil von Gottes „sehr guter“ Schöpfung wäre. In einem Milliarden Jahre alten Universum, auf einer Milliarden Jahre alten Erde ist der Tod nicht der „letzte Feind“ (1 Korinther 15:26), der besiegt werden muss, sondern ein sehr natürlicher und sogar guter Teil von Gottes Schöpfung. Unsere Erfahrung und unser Verstand sagen uns, dass der Tod nicht „sehr gut“ ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dabei ist, dass diejenigen, die durch Jesu‘ Tod und Auferstehung das ewige Leben erhalten haben, damit auch das Versprechen haben, dass die Schöpfung in ihrem ursprünglichen und sehr guten Zustand wieder neu geschaffen werden wird (Apostelgeschichte 3:21; Römer 8:20-22; Offenbarung 21:4+22:3). Wenn die ursprüngliche Schöpfung voller Leid, Schmerz und Tod war – wo ist da die Hoffnung dieses Versprechens? Welchen Grund hätte Jesus einen qualvollen Tod zu sterben und vom Tod zurückzukommen, nur um uns ein Versprechen zu geben, dass alles wieder so sein wird wie es war (und es jetzt gerade ist) – wieder eine Welt voller Gewalt, Leiden und Tod? Sinnvoll und logisch ist das nicht.

Argumente für die Auferstehung

„Am dritten Tage auferstanden von den Toten.“ Die Bedeutung dieser zentralen Aussage des Evangeliums kann nicht genug betont werden. Ist Jesus am Kreuz gestorben, aber nicht vom Tod auferstanden, haben wir keine Garantie, dass er tatsächlich der Sohn Gottes, der Messias, der versprochene Erlöser der Menschheit ist, der für unsere Sünden starb. Die Auferstehung von…

Weiterlesen

Haben wir Jesus unser Leben gegeben schauen wir gerade deshalb hoffnungsvoll auf die Auferstehung, weil unsere der Sünde verfallenen und von Krankheiten geschädigten Körper durch einen herrlichen neuen Körper voller Leben ausgetauscht wird, der keinen Verfall und Tod mehr kennt (1 Korinther 15).

Im Neuen Himmel und der Neuen Erde haben wir als Nachfolger Jesu‘ wieder Zugang zum Baum des Lebens (Offenbarung 2:7+22:1-5). In diesem neuen Paradies gibt es keine Sünde mehr, wir sind ganz bei dem Heiligen Gott, Tränen, Leid, Schmerz und zerstörerische Krankheiten gibt es nicht mehr und wir werden den zweiten Tod nicht kennen.

Die Tierwelt wird wieder zurück auf ihren Schöpfungszustand gestellt sein. Alle (!) Tiere leben von Pflanzen (Jesaja 11:6-9). Wären Tiere, so wie wir es im Fossilbericht sehen, ursprünglich Fleischfresser gewesen, würde bei einer Wiederherstellung nur der aktuelle Zustand („Fressen und gefressen werden“) beibehalten.

In der Neuen Schöpfung werden alle Versprechen des Schöpfers an uns endgültig und vollständig erfüllt sein. Alle an Jesus Glaubende werden das großartige Werk in seiner Vollendung sehen, das Jesus durch seinen Tod am Kreuz geschaffen hat.

6 Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb und Löwe werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten. 7 Kuh und Bärin werden zusammen weiden, ihre Jungen beieinanderliegen, und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. 8 Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein kleines Kind wird seine Hand ausstrecken zur Höhle der Natter. 9 Man wird weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt. 10 Und es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Völker fragen, und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.

Jesaja 11:6-10