Ein komplett neues Leben

20 Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 1 Mose 8: 20-22 (Luther 2017)

Das Wichtigste zuerst

Was würdest du tun, wenn du nach einem Jahr auf dem Wasser endlich wieder festen Boden unter den Füßen hättest? – Noah gab dem Dank und Ehre, der ihm diesen Boden wieder geschenkt hatte: Er dankte Gott seinem Schöpfer und Retter, der ihm ein neues Leben ermöglichte. Dazu opferte er von den reinen Tieren und Vögeln und verbrannte diese zum Dank für seine Rettung. Noah wusste, warum er uns seine Familie noch am Leben waren und gab Gott das Beste aus der Arche. Er verschwendete keinen Gedanken daran, was es bedeutete in seiner Situation auch noch die besten Tiere zu verlieren: Er wusste, dass er Gott alles anvertrauen konnte, hatte er doch die größte Naturkatastrophe der Menschheitsgeschichte überlebt. Und wir sehen an diesem Bericht auch, wie Gott für genau diese Situation vorsorgt; er gebot Noah, dass er von allen reinen Tieren und den Vögeln je sieben Tiere mit auf die Arche nehmen sollte (1. Mose 7: 2-3)

Vertraust Du auf deinen Besitz oder vertraust Du Gott, dass er schon für dich vorgesorgt hat?

Gott riecht unseren Dank

Gott nimmt Noahs Dank wahr, nicht nur, dass er sieht, wie Noah handelt, er riecht es auch. Der Gott den wir anbeten nimmt uns mit allen Seinen Sinnen wahr, ein weiterer Hinweis darauf, dass wir einem lebendigen Gott dienen.

Es wird berichtet, dass sich Gott über Noahs Brandopfer freut, jedoch nicht seine Sinne vernebelt. Er weiß, dass er es immer noch mit den gleichen Menschen zu tun hat:

das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. (1 Mose 8: 21).

Neue Welt, alte Probleme und ein Versprechen

In dieser komplett neuen Welt werden die Probleme dieselben sein: Das menschliche Herz lehnt sich gegen Gott auf. Trotz dieser harschen Realität gibt Gott ein Versprechen, das uns gerade in der heutigen Zeit ein Zuspruch ist:

Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.

1. Mose 8: 21-22

Diese Erde wird nicht durch eine Naturkatastrophe enden; nicht durch eine Klimakatastrophe. Diese Erde endet damit, dass Jesus wieder auf diese Erde kommt (Apostelgeschichte 1:10-11; Matthäus 16:27)

Eine veränderte Welt

Gott gibt nicht nur ein Versprechen, er segnet Noah auch. Er stellt Noahs und seiner Familie Füße auf weiten Raum. Sie hatten die ganze Erde für sich. So wie Adam und Eva. Und so wiederholt Gott den Schöpfungsauftrag: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde (1. Mose 9:1). Wir Menschen sollen die Erde bevölkern, denn für uns Menschen hat Gott diese Erde geschaffen.

Doch sehen wir auch die Auswirkungen des Fluches über diese Erde: Mensch und Tier leben nicht mehr in Harmonie; die Tiere fürchten nun die Menschen. Der Grund ist einfach: Nach der Flut dienen auch die Tiere als Nahrung. Ein Hinweis darauf, dass sich die Umwelt nach der Sintflut drastisch verändert hat. Nur pflanzliche Nahrung reicht nun nicht mehr aus, um gesund zu bleiben.

Und auch die Tiere leben nun nicht mehr in Harmonie miteinander. In seinem Gedicht „In Memoriam“ (1850) schreibt Alfred Tennyson, dass wir trotz der Brutalität, die wir in der Natur beobachten können („nature red in tooth and claw“) trotzdem immer noch zu Gott aufsehen und vertrauen, dass Gott Liebe ist.

Gott ist Liebe

Alfred Tennyson konnte seine Beobachtungen in der Natur nicht mit Gottes Liebe vereinbaren. Wer jedoch die Geschichte Gottes mit der Welt versteht, erkennt, dass wir den Schlüssel zu diesem angeblichen Dilemma in 1. Mose 8: 21 finden: Es ist das menschliche Herz, dass das Böse in dieser Welt verursacht. Gott hat aus Liebe zu uns versprochen, dass er der Menschheit eine Gnadenzeit schenkt:

22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.

Klagelieder 3: 22-23

In dieser veränderten Welt werden wir Angst haben (Johannes 16:33), doch unser Glaube und Vertrauen in die Verspechen Gottes in seinem Wort werden die Ängste dieser Welt überwinden (1 Johannes 5:4).

Noah wusste, dass die Versprechen Gottes wahr sind – er hatte es am eigenen Leib erlebt. Und so ging er in eine für ihn vollkommen veränderte Welt in dem Wissen, dass Gott, der liebende Schöpfer und Retter ihn auch in dieser neuen Welt führen und leiten würde – wenn er, Noah, dies wollte.

Willst du dich von diesem liebenden Gott führen und leiten lassen?

8 Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele 9 und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.

Psalm 31: 9