Woher kommt das Alte Testament?

Wie kommen Christen zu der Aussage, dass das Alte Testament Gottes Wort ist? Woher kommen diese Bücher, wer hat diese geschrieben? Und vor allem – wer hat entschieden, dass es gerade diese Bücher sind, die Gottes Wort sind? Das alles sind berechtigte Fragen, verlangen eine Antwort und sollen hier so kurz als möglich beantwortet werden.

Die ganze Bibel ist von Gott inspiriert (2. Timotheus 3: 16-17). Gott begabte dazu über 40 Autoren und schuf sie mit den Charaktereigenschaften, die es ihnen möglich machten Sein Wort so aufzuschreiben, dass es genauso verstanden werden kann, wie Er das will.  

Einheit in einer Vielzahl von den Literaturgattungen und Autoren

Das Alte Testament wurde hauptsächlich in Hebräisch geschrieben, der Sprache der Israeliten. Ein paar wenige Abschnitte sind auf Aramäisch verfasst, der Sprache, die international während des Persischen Empires gesprochen wurde, so wie heute Englisch international zur Kommunikation verwendet wird.

Das Alte Testament besteht aus 39 Büchern, die unterschiedliche Literaturgattungen wie historische Berichte, Poesie, Predigten und Gesetzestexte umfassen. Die Kultur der Schreiber spiegelt sich in diesen Texten und machten es den Zeitgenossen der Autoren einfach, diese zu verstehen. Gott begabte zu dieser Aufgabe Könige, Wissenschaftler, Poeten und auch Landwirte aus den verschiedenen Kulturkreisen des Nahen Ostens:

Mose

Mose war das Kind einer Familie aus Levis Geschlecht, wurde von der Tochter des Pharao adoptiert und wurde als ägyptischer Prinz erzogen (2 Mose 2). Nachdem er einen Menschen getötet hatte, musste er fliehen und wurde Hirte. Er editierte Texte, die den Beginn der Schöpfung und Gottes Geschichte mit den ersten Generationen berichtete und schrieb auch den größten Teil des von Gott gegebenen Gesetzes auf.

David

David kam aus einer Hirtenfamilie und wurde nach Saul der König von Israel. Er schrieb viele der Lieder, die wir als die Psalmen kennen. Das Leben der Könige wurde von Richtern wie Samuel und Propheten wir Nathan aufgezeichnet.

Propheten

Propheten, wie zum Beispiel Jesaja und Jeremia, erhielten Botschaften Gottes für das Volk Israel. Meist enthielten diese Botschaften Warnungen, wegen des Ungehorsams des Volkes (oder der umliegenden Völker wie zum Beispiel Jona). Manchmal waren es auch ermutigende Worte.

Priester

Ezra war ein Priester und Schriftgelehrter, der die Ereignisse rund um die Rückkehr der Israeliten aus dem Exil in Babylon festhielt.

Trotz dieser großen kulturellen und zeitlichen Unterschiede ist die Botschaft der Wort Gottes immer die Gleiche: Gott, der Schöpfer bietet uns Vergebung unserer Schuld und Sünde an, damit wir mit Ihm in Gemeinschaft leben können.

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Die Bücher des Alten Testamentes wurden wertgeschätzt und geschützt

Doch wer entschied, welche Bücher Gottes Wort sind? Die Antwort benötigt eine kurze Einführung. Zuerst muss man festhalten, dass dieser Vorgang (Wer entscheidet, welche Bücher dazugehören?) „Kanonisierung“ genannt wird. Das Wort „Kanon“ bedeutet „Richtschnur“ oder „Maßstab“. Alle Bücher im Kanon des Alten Testaments sind von Gott inspiriert und sind für Israeliten (und später Christen) bestimmend für ihr Leben.

Die Bücher des Alten Testaments geben selbst Auskunft darüber, wie die Hebräer (Israeliten) ihre Schriften bewahrten und schützten.  Wichtige Ereignisse und Informationen wurden aufgezeichnet und an sicheren Plätzen aufbewahrt.

Aufgrund der hohen Lebensalter ist es möglich ist, dass Noah die Berichte von der Schöpfung noch aus zweiter Hand hatte (sein Vater Lamech könnte noch Adam getroffen haben) und diese mit auf die Arche nahm. Noah lebte noch als Abraham zur Welt kam und dieser kam auf seinem Weg nach Kanaan in die Gegend des Landeplatzes der Arche und des Turms zu Babel. Später kam Abrahams Enkel Jakob wieder in diese Gegend, traf dort seine Frau und so konnte er die Berichte über Schöpfung und Flut mit nach Ägypten gebracht haben, wo sie im Besitz der Hebräer blieben, bis Mose diese editierte und mit den Gesetzestexten und den Berichten über den Exodus ergänzte. Sicher, dies sind alles Annahmen, vertraut man aber dem Wort Gottes, dann ist diese Annahme über die Überlieferung zumindest plausibel.

Was wir gesichert aus dem Wort Gottes erfahren ist, dass das Gesetz (und dazu gehören auch die Texte über Schöpfung, Flut, Turmbau und die Väter ab Abraham) sicher in der Bundeslade aufbewahrt wurden, sowie die Steintafeln mit den Zehn Geboten.

Zur Zeit von Samuel (und auch später) wurden die Ereignisse ab der Zeit Josuas und der Richter gesammelt und die Schriften der Propheten aufgeschrieben um diese für spätere Generationen zu erhalten – und damit erfüllten diese Menschen den Auftrag Gottes, die Geschichte Gottes mit dem Volk Israel den folgenden Generationen weiterzugeben (5 Mose 6: 6-7; Josua 4: 6). Die Berichte über die ersten Könige bewahrte Samuel im Heiligtum (Stiftshütte) in Mizpah auf.

Von David ist bekannt, dass er einen großen Teil der Psalmen schrieb und seine Sammlung durch spätere Schreiber ergänzt wurden. Da David der wahrscheinlich wichtigste König Israels war, ist es wahrscheinlich, dass die Berichte über sein Leben und sein Werk besondere Achtung und Schutz erfuhren, so wie es noch heute bei wichtigen Personen der Fall ist.

Aus der Zeit Hiskias wissen wir, dass seine Schreiber eine große Anzahl von Schriften kopierten. Dabei flossen auch andere Schriften mit ein. Die Königsbücher dienten zum Teil als Quelle für die Chroniken und es werden Bücher erwähnt, die nicht im Kanon des Alten Testamentes enthalten sind (Kriege des Herrn – 4 Mose 21: 14; Buch der Redlichen, Josua 10:13; Nathan, der Prophet /Samuel der Seher – 1 Chronik 29:29; Prophezeiungen Ahijas – 2 Chronik 9:29). Bei allen diesen Vorgängen stellte Gott durch den Heiligen Geist sicher, dass keine Fehler enthalten sind.

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Tanach – Drei Teile der hebräischen Bibel

Die hebräische Bibel und das Alte Testament enthalten die gleichen Bücher, allerdings ist die Anordnung unterschiedlich. Die drei Teile kann man sich durch das Akrostichon Ta-naa-ch merken.

Torah – Der Pentateuch oder das Gesetz (5 Bücher Mose)

Nebiim – Propheten (Josua, Richter, Samuel, Könige, Jesaja, Jeremia, Hesekiel, zwölf kleine Propheten)

Ketubim – Weisheit (Hiob, Psalmen, Sprüche, Rut, Ester, Prediger, Hoheslied, Klagelieder, Chroniken, Esra, Nehemia, Daniel)

Kanonisierung des Alten Testamentes

Die Kanonisierung verlief stetig und über viele Generationen. Jüdische Historiker berichten, dass jüdische Gelehrte Bücher sammelten und die Schriften des Alten Testamentes durch die Geschichte des Volkes Israel sammelten. Im Verlauf der Jahrhunderte kann man feststellen, dass bestimmte Bücher als Wort Gottes geachtet wurden und bestimmend für das Leben der Gläubigen waren. Diese Bücher sind der Tanach.

Zur Zeit von Esra und Nehemia (etwa 400 v.Chr.) war die Torah vollständig und wurde erkennbar als Wort Gottes für das Leben anerkannt. Zweihundert Jahre später wurden die Propheten (Nebiim) mit dem Gesetz gleichgestellt und weiter etwa 100 Jahre später auch die Weisheit (Ketubim). Zur Zeit von Jesus waren alle Bücher des Alten Testamentes bekannt und wurden als Wort Gottes erkannt. Dies wurde nicht von einer Person oder einer Personengruppe bestimmt, sondern kristallisierte sich über die Zeit hinweg heraus. Etwa 100 n.Chr. erwähnt der berühmte jüdische Historiker Josephus die Dreiteilung der Schriften und nennt die Anzahl der Bücher des Alten Testaments in seiner Chronik. Er bestätigt damit, dass diese Bücher von den Juden als Wort Gottes erkannt waren.

Jesus – der beste Zeuge für die Autorität des Alten Testamentes

Der stärkste Beleg für Gott als Autor des Alten Testamentes finden wir im Neuen Testament. Durch das Neue Testament hindurch werden die Bücher des Alten Testamentes als „Schrift“, „Heilige Schrift“ und „das Gesetz“ bezeichnet. Manchmal ist mit „dem Gesetz“ das ganze Alte Testament gemeint. Jesus selbst bestätigt jeden der drei Teile des Alten Testamentes und nennt diese Gesetz, die Propheten und die Schriften (manchmal auch Psalmen genannt. Er nennt diese Gottes Wort und zitierte daraus als Wort Gottes, wenn er lehrte (Matthäus 5:17; 22: 40; Lukas 4: 16-30; 16: 16; Lukas 24: 44).

44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen.

Lukas 24: 44

„Jesus selbst!“ ist die Antwort auf die Frage, wer entschieden hat, welche Schriften zum Alten Testament gehören. Nicht nur, dass diese Schriften „von Gott eingegeben“ sind (Timotheus 3: 16), der Heilige Geist hat sie auch durch die Jahrtausende hindurch fehlerlos bewahrt und Jesus selbst hat das in seiner Zeit auf dieser Erde so bestätigt. Wenn Jesus aus diesen Schriften sein Kommen, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung lehrt (Lukas 24: 25-27) dürfen auch wir dies voller Vertrauen auf Ihn tun.

25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? 27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war.

Lukas 24: 25-27