Himmelfahrt – nicht Vatertag!

„Nein, Vatertag ist Mitte Juni!“, ging es mir durch den Kopf als eine Kollegin einer Schülerin antwortete, dass der Feiertag 40 Tage nach dem Auferstehungsfest der Vatertag sei. Ja, Jesus ging an diesem Tag zu seinem Vater. Ja, die Ehre an diesem Tag gehört unserem Vater im Himmel, der Erde und Himmel gemacht hat. Doch was bedeutet die Himmelfahrt von Jesus für uns?

Die Predigt zum ansehen gibt es hier.

Hier die Predigt von Pastor JB zum nachlesen:

44Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. 45Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden, 46und sprach zu ihnen: So steht’s geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; 47und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem 48und seid dafür Zeugen. 49Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.

Lukas 24,44-49

Der Lieblingsabschnitt in der Bibel für meine Frau ist die Geschichte von den Emmausjüngern. Das steht unmittelbar vor unserem Predigtwort. Warum gefällt ihr dieser Abschnitt so sehr? Weil es dort in Vers 27 heißt:

Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.

Und sie hat recht – stellt Euch vor, wir wären dabei gewesen – Jesus selbst legt uns die Schrift aus! Aber nicht nur den Emmausjüngern legt Jesus die Schrift aus, auch in diesem Abschnitt heißt es: Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden.

1 Er öffnete ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden

Das könnten wir auch heute brauchen. So viele Auseinandersetzungen um Gottes Wort. Wie war das gemeint? Oder heute ja vor allem: Hat er das überhaupt so gesagt? Wie cool wäre es, wenn Jesus selbst uns die Schrift auslegen würde… Wie interessant wäre es gewesen, bei dieser Sternstunde dabei gewesen zu sein? Aber wir bekommen hier einen kleinen Einblick. Lukas berichtet davon, was Jesus mit den Jüngern bei dieser Bibelstunde besprochen hat. Und das finde ich hochinteressant. Was ist denn das Wichtigste, das zentralste am christlichen Glauben. Wir könnten ja mal eine Umfrage machen… Ist es die Gemeinschaft, dass wir als Christen füreinander da sind? Ist es die Nächstenliebe, die Diakonie, dass die Kirche für die Armen und Unterdrückte eintritt, ist es Klima- oder Umweltschutz, ist es die Seelsorge, die Begleitung von Menschen? Für Jesus ist das Zentrale des christlichen Glaubens sein Tod und seine Auferstehung, Buße und Vergebung der Sünden und Mission unter allen Völkern. Darum geht’s! Alles andere ist nicht unwichtig, aber eben zweitrangig. Das ist auch für uns heute wichtig. Vielleicht denken wir in unserer Gemeindearbeit: Wir erzählen ja immer den gleichen Stiefel: Jesus ist für uns gestorben und er ist auferstanden – aber das ist das zentrale Ereignis der Geschichte, das ist das lebensverändernde, das uns im Leben, auch in Krankheit und Not und vor allem im Sterben Trost und Hoffnung gibt: Jesus lebt, drum leb auch ich Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. So dichtete Christian Fürchtegott Gellert im 18. Jahrhundert und das ist auch unsere zentrale Hoffnung. Das ist es, was uns zu den Menschen treibt, um ihnen das weiterzuerzählen, ihnen das Evangelium, die gute Nachricht zu predigen. Aber was soll der Inhalt unserer Predigt, unserer Verkündigung sein:

dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern

So hat Jesus nach dem Markusevangelium auch seine Predigt auf dieser Erde angefangen – dort heißt es im ersten Kapitel:

14Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes 15und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Markus 1: 14f

Buße ist kein attraktives Wort, damit kann man heute keinen Blumentopf gewinnen. Wir reden um dieses Thema doch lieber herum. Ich bin ok, Du bist ok – das scheint unsere wichtigste gesellschaftliche Maxime zu sein. Jeder nach seiner Facon – nur nicht dem anderen in religiösen Dingen zu nahe treten! Aber Buße bedeutet Umkehr, metanoia – das griechische Wort, das hier steht – bedeutet eine Wandlung des ureigensten Wesens, einen radikalen Wechsel der Gesinnung, eine Umkehr, die unser Herz und unseren Verstand betrifft. Jesus will, dass wir umkehren – nicht, weil er uns etwas verderben oder nicht gönnen will, weil er unsere Freiheiten beschneiden will. Buße zur Vergebung der Sünden. Jesus hat ein Ziel mit uns: Er will uns retten, er will uns unsere Sünden vergeben, das was uns von ihm trennt, was uns vom Himmel abhält, aber auch das, was uns in unserem Miteinander immer wieder scheitern lässt, was uns in Neid, Missgunst und Streit untereinander führt. Jesus will uns das wegnehmen, uns heilen, uns unsere Schuld vergeben. Aber das geht nicht einfach nach dem Motto: Schwamm drüber. Vergebung der Sünde gibt es nicht wie beim Abverkauf im Ramschladen um die Ecke. Vergebung gibt es nur, wenn wir Buße tun, wenn wir einsehen, dass wir mit unserer Gerechtigkeit nicht vor Gott bestehen können, nur, wenn wir einsehen, dass nicht nur die anderen Sünder sind, sondern vor allem wir selbst.

8Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

1 Johannes 1:8f

– so heißt es im ersten Johannesbrief und das ist zentral für unseren Glauben. Bei der Buße geht es nicht um eine einmalige Bekehrung und dann ist man dabei und über alle Sünde erhaben. Keineswegs – jeder der ehrlich ist, weiß, dass das nicht so ist. Buße ist ein Lebensstil der Christen, Buße ist realistisch, ist das Eingeständnis, dass wir Jesus brauchen, dass wir es nicht selber schaffen können.

Dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern

unter allen Völkern! Das Evangelium muss jedem Menschen gepredigt werden – wir dürfen es nicht für uns behalten. Das ist wahre Nächstenliebe, dass wir es nicht verschweigen, was unser Leben verändert hat, was uns Trost und Hoffnung gibt, hier im Leben und vor allem im Sterben. Jesus ist der Weg – das muss jeder wissen, das muss jeder hören!

Er öffnete ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden

– und den Jüngern gingen die Augen auf – sie waren Augenzeugen seines Wirkens auf der Erde und jetzt sollten sie Zeugen für das Evangelium sein, dafür, dass Jesus der Messias war, dass sich in ihm alle Verheißungen des Alten Testaments erfüllt haben. In Jerusalem sollten sie anfangen – aber nicht sofort!

Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe.

Hier geht es nicht um die Weitergabe einer inspirierenden Idee, es geht auch nicht um einen Verkaufsschlager, für den man Werbung machen sollte. Gottesdienste sind ja keine Tupperpartys und wir als Christen sind keine Vertreter, die an der Haustür klingeln…
Wenn wir das Evangelium weitersagen wollen, dann brauchen wir Kraft aus der Höhe – dynamis im Griechischen, daher kommt das Wort Dynamit. Darum geht es dann ja an Pfingsten, dass Gott seinen Heiligen Geist gesandt hat – aber für uns heute bedeutet das:

Wir handeln nicht auf eigene Rechnung. Hier geht es nicht um unsere Botschaft, um das, was wir schon immer einmal den Leuten sagen wollten. Es geht um das, was Gott den Leuten sagen will – und dazu brauchen wir seinen Geist, müssen mit ihm in Verbindung sein. Ohne ihn können wir nichts tun – so sagte es Jesus in Johannes 15. Ohne Kraft aus der Höhe bleibt unsere Verkündigung leer und hohl, ohne Kraft aus der Höhe bleiben unsere Worte menschliche Appelle, politische Statements, kraftlose Aufmunterungen. Die Menschen brauchen aber nicht unsere Weisheiten, sondern Worte mit Kraft aus der Höhe, Worte in der Vollmacht Gottes, die ihr Leben verändern. Diese Vollmacht kann nur Jesus auf uns herabsenden – deshalb sollten wir in Verbindung mit ihm bleiben, ihn um seinen Geist und um Vollmacht bitten, bei allem, was wir für ihn tun.

Jesus öffnete ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden – das war sein Vermächtnis, denn gleich danach beschreibt Lukas das, was wir heute feiern: Seine Himmelfahrt. Ich lese ab Vers 50:

2 Himmelfahrt Jesu – was bedeutet das?

50Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. 51Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. 52Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude 53und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Lukas 24: 50-53

In kurzen und knappen Worten schildert Lukas Unglaubliches. Was ist da passiert? Es gibt ja so manche Geschichten in der Bibel, da kommen wir in Erklärungsnot, da werden Dinge berichtet, die unseren menschlichen Verstand sprengen. In der Apostelgeschichte beschreibt es Lukas noch etwas genauer, was da geschah:

Jesus wird vor ihren Augen aufgehoben und eine Wolke nahm ihn von ihnen weg. Und zwei Engel erklären den Jüngern:

Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ (Apostelgeschichte 1:11).

Wir leben in der Zeit dazwischen und nun stellt sich die Frage: Was bedeutet diese Himmelfahrt? Im Glaubensbekenntnis bekennen wir mit der gesamten Christenheit:

Aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Wie muss man sich das vorstellen? Wenn man mit einer Boeing oder einem Airbus in den Urlaub fliegt, kommt man dann am Thron Gottes vorbei und sieht rechts daneben Jesus sitzen? Was Lukas hier beschreibt, ist die Rückkehr Jesu in den Himmel. Es ist das gleiche Wunder wie seine Geburt – Gott kommt in Jesus als Mensch auf die Erde und nun geht er wieder zu Gott zurück. Wir können uns das nicht vorstellen, aber die Jünger haben das alles damals live miterlebt. Aber was bedeutet dieses Ereignis? Wie sollen wir diese Himmelfahrt Jesu verstehen?

Die Himmelfahrt Jesu bedeutet vor allem zweierlei:

  1. Zum einen: Durch die Himmelfahrt ist für jedermann klar: Jesus war mehr als ein Mensch – er ist Gott, er ist der Herr der Herren, der Schöpfer des Universums. Sie aber beteten ihn an – das griechische Wort, das hier für anbeten steht, wird nur in Bezug auf Gott, den Herrn, auf JHWH verwendet. Es ist mehr als anhimmeln oder verehren. Es wird nur zur Anbetung Gottes gebraucht. Den Jüngern war es bei diesem Ereignis sofort klar. Sie fielen nieder, sie beugten ihre Knie, wie man dieses Wort auch übersetzen kann. Damit ist Himmelfahrt der Beginn der Königsherrschaft Jesu – die Jünger haben es erkannt: Gottes Reich ist nicht von dieser Welt, aber es existiert und Jesus ist der König. Deswegen singen wir an Himmelfahrt: Jesus Christus herrscht als König, alles ist ihm untertänig, alles legt ihm Gott zu Fuß. Das haben die Jünger gesehen und das sollten sie weitersagen, in Jerusalem und von dort aus in die ganze Welt. Jesus Christus herrscht als König. An Himmelfahrt denken wir daran, dass er alles in seinen Händen hält, dass er alle Macht hat, im Himmel und auf Erden.
  2. Jesu Himmelfahrt bedeutet zum zweiten: Jesus geht nicht an einen bestimmten Ort in der Atmosphäre, sondern er durchbricht die Grenze von der sichtbaren zur unsichtbaren Welt. Und damit geschieht mit der Himmelfahrt das, was Jesus seinen Jüngern am Ende des Matthäusevangeliums versprochen hat: „Siehe, ich bin bei Euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28,20). Wenn er nach seiner Auferstehung in Jerusalem oder irgendeinen anderen Ort geblieben wäre, dann wäre er weiterhin Teil der sichtbaren Welt. Es geht bei der Himmelfahrt nicht um Orte, es geht auch nicht um ein veraltetes griechisches Weltbild mit der Hölle unter der Scheibe, die Erde auf der Scheibe und der Götterhimmel als Glocke darüber. Nein – das, was Lukas berichtet, sprengt jedes Weltbild. Schon im alten Testament heißt es bei Jesaja: „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“ (Jes 57,15). Also Gott wohnt gleichzeitig in der Höhe, im Tempel und bei den Menschen. Bei der Tempeleinweihung betet Salomo: „Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?“ (1. Kön 8,27). Gott und seit der Himmelfahrt auch Jesus sind mit unseren Sinnen, mit unserem Verstand, mit unserem wissenschaftlichen Denken nicht zu fassen – Jesus ist nun Teil der unsichtbaren Welt, er ist an keinem einzelnen Ort zu finden, er ist allgegenwärtig, er ist bei uns nach seiner Verheißung, er ist nur ein Gebet weit von uns entfernt. Wir sind von dieser unsichtbaren Welt ständig umgeben – wir können sie nicht sehen, aber sie ist da. Gehasi, der Diener Elisas, konnte sie einmal sehen, es wurden ihm die Augen geöffnet und er sah die himmlischen Heerscharen (2. Kön 6,17). Wir sind umgeben von dieser unsichtbaren Welt, vom Reich Gottes. Wir können es nicht sehen, es ist, als wäre nur eine Papierwand dazwischen. Und genau das ist ja auch unsere Erfahrung, wenn wir nicht wissen, wie wir jemanden trösten sollen, wenn wir bei Krankheit oder Nöten nicht mehr weiterwissen und dann sagen: komm, lasst uns beten! Und wissen, dass Gott da ist und unser Gebet hört, dann merken wir doch, wie nahe uns Jesus ist, wie nahe wir an diesem Reich Gottes leben. Wenn wir schwer krank sind, wenn wir keinen Ausweg mehr finden oder spätestens in der Todesstunde – dann ist das der einzige Trost, dass Jesus so nah ist – wie nur durch ein Papier getrennt. Und dann werden alle anderen Fragen klein, dann gibt es nur noch die Frage: Wie kann ich durch diese Papierwand hindurchstoßen, wie kann ich auch in diese unsichtbare Welt, in dieses Reich Gottes kommen? Jesus hat die Tür in dieses Reich aufgestoßen, er ist die Tür, durch die wir in dieses Reich kommen, so hat er es im Johannesevangelium gesagt (Joh 10,9).

An seiner Himmelfahrt hat Jesus die Grenzen der sichtbaren Welt gesprengt, die Grenzen unseres Verstands, unserer Wissenschaft, unserer festen Vorstellungen. Er hat die Tür geöffnet zur unsichtbaren Welt, zu der Welt, in der er der König ist, in der alle Tränen weggewischt werden, in der es Wohnungen für uns gibt, keinen Streit, keine Krankheit, keinen Tod. Die Grenzen der sichtbaren Welt sind gesprengt und darum hat das Himmelfahrtsfest für uns eine wichtige Bedeutung: Für uns wird die Tür zu dieser unsichtbaren Welt aufgemacht und ich darf hindurchgehen in seine himmlische Welt. Himmelfahrt bedeutet: Auch wir werden einmal hindurchgehen, von der sichtbaren in die unsichtbare Welt. Wer an Jesus glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Das ist unsere Gewissheit – das ist das Ziel unseres Lebens.

3 Himmelfahrt – die Freude muss unter die Leute

52Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude 53und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Lukas 24:52-53

Sie kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude. Kein Verweilen am heiligen Ort, keine Kontemplation, keine Meditation des Erlebnisses, keine Verinnerlichung oder Vergeistigung. Die Jünger kehren zurück nach Jerusalem, zurück in ihr Leben, und zwar mit großer Freude. Und diese Freude musste raus, unter die Leute. Sie waren allezeit im Tempel und priesen Gott. Das ist auch unsere Aufgabe: Diese große Freude weitergeben – mitten in unserem Alltag, mitten in der Welt, in der wir leben. Jesus wollte nicht, dass wir in der Abgeschiedenheit unseren Glauben für uns selbst leben. Geht hin und verkündigt das Evangelium, predigt in Jesu Namen die Buße zur Vergebung der Sünden allen Völkern – so wie es Jesus vor seiner Himmelfahrt gesagt hat. Denn es sollen doch noch viele diesen Trost finden, der sie jeden Tag umgibt, es sollen noch viele diese Tür finden, die Papierwand durchbrechen, die die sichtbare von der unsichtbaren Welt trennt. Oder um es mit Philipp Friedrich Hiller zu sagen: „Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt ihr Armen, ihm die Not!“

Denn wir wissen: Ihnen steht der Himmel offen, welcher über alles Hoffen, über alles Wünschen ist.

Das feiern wir an Christi Himmelfahrt. Amen.

50 Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. 51 Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. 52 Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude 53 und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Lukas 24:50-53