Kurze Antworten – Der Schöpfungsbericht.

Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in unserer westlichen Kultur für die Mehrheit klar, dass es einen Gott gibt. Uneinigkeit herrschte in der Regel nur darüber, ob jemand diesem Gott gehorchen sollte und ob seine Existenz eine Bedeutung und Auswirkung auf das persönliche Ergehen hat. Dies hat sich geändert. Ein immer größer werdender Teil der westlichen Gesellschaft, darunter auch Jugendliche mit einem christlichen Hintergrund, zieht die Existenz eines Gottes in Zweifel und wenden sich vom christlichen Glauben ab[i]. Haben nicht die Ergebnisse der Wissenschaft gezeigt, dass für die Entstehung unseres Universums kein Gott notwendig ist? In dieser Serie finden wir Antworten auf diese, und ähnliche, Fragen.

In 2 Korinther 10:5[ii] wird uns gesagt, dass wir unser ganzes Denken auf Gottes Wort (die Bibel) gründen sollen und wir auch jeden Gedanken daraufhin prüfen sollen, dass er Gottes Wort nicht widerspricht. Deshalb vertrauen Christen dem Schöpfungsbericht hauptsächlich deshalb, weil er in der Bibel, Gottes Wort, festgehalten und die Ereignisse dort berichtet werden.

In Hiob 38:4 fragt Gott Hiob (einen Mann der in schwerem Leiden seinen Glauben an Gott bewahrte und zu einer persönlichen Beziehung zu Ihm fand): „Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mir’s, wenn du so klug bist!“ Für uns ist wichtig zu verstehen, dass Gott der Einzige ist, der bei der Schöpfung anwesend war. Es gibt außer Gott keinen weiteren Augenzeugen.

Gott kann nicht lügen (Titus 1:2), er weiß alles (Psalm 147:5), ist ewig (Offenbarung 22:13) und zeigt uns das Geheimnis des Ursprungs aller Dinge (Jesaja 46:10).

Im ersten Buch Mose 1. und 2. Kapitel gibt uns Gott einen klaren historischen Bericht seines göttlichen Schöpfungshandeln.  In 2 Mose 20:11 und 31:17 wiederholt er diesen Bericht über seine Schöpfung und begründet damit die 7-Tage Woche[iii] und dass der Sonntag geheiligt (als ein besonderer Tag/ Feiertag geehrt) werden soll (5 Mose 5: 12-15 )[iv].  Und dabei hat Gott diese Gebote eigenhändig geschrieben! (2 Mose 31:18)[v]

In 1 Mose 1 und 2 haben wir den perfekten und eigenhändigen Augenzeugenbericht Gottes, des Schöpfers, vor uns. Wenn wir Gott als unseren HErrn anbeten sollten wir Seinem Augenzeugenbericht auch vertrauen. Dazu lesen wir in 2 Timotheus 3:16 dass die Bibel Gottes Worte sind, die wir als Lehrbuch im Unterricht und bei der Erziehung nutzen sollen[vi].

Im Buch der Psalmen werden wir ermahnt – darauf hingewiesen – dass das Gesetz Gottes perfekt ist, seine Berichte vertrauenswürdig und ein Licht auf unserem Lebensweg ist (Psalm 19:8 / Psalm 119:105).[vii] Dazu lesen wir im Buch der Sprüche (30: 5-6) die Bekanntmachung, dass die Worte Gottes absolut rein (also fehlerfrei) sind und wir ihnen nichts hinzufügen sollen.[viii] Diese Warnung, dass wir Gottes Worten nichts hinzufügen sollen, finden sich auch in 5 Mose 4:2 und Offenbarung 22:18-19.

Im folgenden Teil dieser Serie wird die Frage beantwortet, warum wir in Gottes sehr guter Schöpfung Leid, Schmerzen und Tränen sehen und erleben.


[i] Ham, K.&Beemer, B. „Already Gone – why your kids will quit church and what you can do to stop it”, Masterbooks, Green Forest, 2009

[ii] Dieser Brief wurde von einem Mann namens Paulus geschrieben, der zuerst nicht glauben konnte, dass Jesus tatsächlich der vorhergesagte Retter (Messias/ Christus) war und die Nachfolger von Jesus verfolgte und auch töten ließ. Jesus begegnete ihm persönlich nach seiner Auferstehung und von diesem Tag an war auch er ein Jesusnachfolger.

[iii] Für die 7-Tage Woche gibt es in der Astronomie keine Begründung. Der Tag ergibt sich aus der Umdrehung der Erde um ihre eigene Achse, der Monat aus dem Orbit des Mondes um die Erde (etwa 29 Tage) und das Jahr aus dem Orbit der Erde um die Sonne (etwa 365 Tage).

[iv] 5 Mose 5: 12-15 / 12 Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligst, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat. 13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 14 Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf dass dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du. 15 Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst.

[v] 2 Mose 31:18 / 18 Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes.

[vi] 2 Timotheus 3:16 / 16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

[vii] Psalm 19:8 / 8 Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise.         Psalm 119:105 / 105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

[viii] Sprüche 30:5-6 / 5 Alle Worte Gottes sind im Feuer geläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen. 6 Tu nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht zurechtweise und du als Lügner dastehst.