Die Auferstehung und dein Herz

Wer mit Gottes Wort aufwächst, bzw. in einem Umfeld, das durch Gottes Wort geprägt ist, feiert die Passionswoche und das „Osterwochenende“ immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass nach Karfreitag das Auferstehungswochenende kommt. Es ist klar, dass auf Jesus‘ Tod am Kreuz am dritten Tag Seine Auferstehung folgte. Das war mir schon als Kind klar, so wie es vielen Kindern, die in christlichen Familien aufwuchsen, schon früh bewusst ist. Was dann beim Lesen der Auferstehungsberichte in den Evangelien, den Biographien von Jesus, auffällt ist, dass dies den Nachfolgern von Jesus eben nicht klar war.

Hier eine Auswahl der Stellen, in denen uns diese Tatsache nicht verheimlicht wurde:

7 Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. 8 Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich. Markus 16:7-8

9 Und sie gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den Elf und allen andern Jüngern. 10 Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern Frauen mit ihnen; die sagten das den Aposteln. 11 Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär’s Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht. 12 Petrus aber stand auf und lief zum Grab und bückte sich hinein und sah nur die Leinentücher und ging davon und wunderte sich über das, was geschehen war. Lukas 24:9-12

21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist. 22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, 23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. 24 Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden’s so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht. Lukas 24:21-24

8 Da ging auch der andere Jünger hinein, der als Erster zum Grab gekommen war, und sah und glaubte. 9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, dass er von den Toten auferstehen müsste. 10 Da gingen die Jünger wieder zu den anderen zurück. Johannes 20:8-10

24 Thomas aber, einer der Zwölf, der Zwilling genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, kann ich’s nicht glauben. Johannes 20:24-25

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Matthäus 28:16-17

Zweifel an der Auferstehung

Der Befund ist eindeutig: Die Mehrheit der Nachfolger von Jesus glaubten am ersten Tag der Woche nicht, dass Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden war. Und im Bericht von Matthäus lesen wir, dass einige selbst dann noch an der Auferstehung zweifelten, als sie Jesus vor sich sahen.

Damit unterscheiden sich die Jünger nicht von den Menschen heute, die den Berichten über die Auferstehung von Jesus zweifelnd gegenüberstehen.

Argumente für die Auferstehung

„Am dritten Tage auferstanden von den Toten.“ Die Bedeutung dieser zentralen Aussage des Evangeliums kann nicht genug betont werden. Ist Jesus am Kreuz gestorben, aber nicht vom Tod auferstanden, haben wir keine Garantie, dass er tatsächlich der Sohn Gottes, der Messias, der versprochene Erlöser der Menschheit ist, der für unsere Sünden starb. Die Auferstehung von…

Ankündigung der Auferstehung

Dass Jesus, der Heilige Gottes, von den Toten auferstehen würde, lies Gott sein Volk schon in den Psalmen und den Propheten wissen:

10 Denn du wirst meine Seele nicht dem Tode lassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe.

Psalm 16:10

Auch in Jesaja 53:10 und Hosea 6:2 finden sich Hinweise auf die Auferstehung. Die Psalmen und die Propheten wurden den Israeliten gelehrt und diese Stellen waren bekannt. Und Jesus selbst lies keine Zweifel aufkommen, dass er gekreuzigt werden würde und danach wieder ins Leben zurückkommt. Gleich dreimal kündigte er dieses Wunder seinen Nachfolgern an (Matthäus 16:21; 17:22-23; 20:18-19/ Markus 8:31; 9:31; 10:33-34/ Lukas 9:22; 9:44; 18:31-33). Neben diesen direkten Ankündigungen sprach Jesus auch indirekt darüber. Er nannte seinen Körper einen Tempel, der abgerissen werden und nach drei Tagen wieder aufgebaut würde (Johannes 2:19-22). Er sprach darüber, sein Leben zu geben und es sich dann wieder zu nehmen (Johannes 10:17-25).

Als Jesus um ein Wunder gebeten wird, um seine Göttlichkeit und Autorität zu beweisen gibt er zur Antwort: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen, und es wird ihm kein Zeichen gegeben werden außer dem Zeichen des Propheten Jona. 40 Denn wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein“ (Matthäus 12:39-40).

Jesus ließ seine Nachfolger nicht darüber im Unklaren, was mit geschehen würde. Er würde für unsere Schuld, unsere Sünden am Kreuz sterben und nach drei Tagen wieder ins Leben zurückkehren. Jesus kann nicht lügen (4 Mose 23:19), er musste einfach von den Toten auferstehen.

Warum zweifelten dann einige der Nachfolger von Jesus, selbst als sie diesen lebend vor sich sahen und ihn reden hörten?

Unseres Herzens Härte

Für die zweifelnden Nachfolger damals und die Skeptiker heute gilt das, was Gott vor, und gleich nach, der Sintflut über das menschliche Herz sagte: „… das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf“ (1 Mose 8:21). Und Jesus sagte, als er bezüglich der Ehescheidungsgesetze im Gesetz des Mose befragt wurde, ob ein Ehepaar sich scheiden lassen dürfe: „Um eures Herzens Härte willen hat er euch dieses Gebot geschrieben; […]“ (Markus 10:5).

Unser Herz ist hart und wir machen es unempfänglich für die Wahrheit Gottes.  Jesus selbst wies darauf hin, dass Menschen, wenn sie „Mose und die Propheten nicht [hören], so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde“ (Lukas 16:20).

Der Tod Jesu veränderte alles

Wenn Jesus an unserer Stelle für unsere Sünden starb – warum sterben dann noch immer Menschen? Wir haben doch das ewige Leben geschenkt bekommen, der Tod ist besiegt und wir dürfen Leben. Auch die ganze Schöpfung verfällt zusehends und leidet unter der Vergänglichkeit (Römer 8:22-25). Hier finden wir den Grund warum wir sterben: damit wir…

Schon bei Adam und Eva sehen wir, dass es einfach ist, dass wir in unserem Herz Gott gegenüber misstrauisch werden. Es braucht nicht viel, damals nur die einfach zu beantwortende Frage „Sollte Gott gesagt haben …?“, dass wir nicht der Wahrheit Gottes vertrauen („Ihr habt alles was ihr braucht, wisst alles, was ihr wissen müsst“) sondern unser Herz Gott gegenüber verhärten.

Um die Wahrheit zu sehen brauchen wir ein neues Herz.

Ein Neues Herz

Dies war Gottes Plan von Anfang an. Ein Mann namens Hesekiel hat dies gut 400 Jahre vor Jesus‘ Geburt gehört. Gott sagte Hesekiel: „ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben“ (Hesekiel 11:19 + 36:26).

Wir können Gott darum bitten, dass er uns ein neues Herz gibt. David, einer der mächtigsten Könige Israels lies einen Mann töten, mit dessen Ehefrau er eine Affäre hatte. Er erkannte, und bekannte Gott seine große Schule und betete zu Gott: „Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist“ (Psalm 51:12). David erkannte, dass er sein Herz nicht selbst verändern konnte. Nur Gott kann aus Steinen Leben schaffen. David hatte durch sein steinhartes Herz, das ihn zum Mörder machte, sein Leben verwirkt. Seine Schuldeingeständnis und seine Bitte um Vergebung und die Veränderung seines Herzens machten, gaben ihm ein neues, lebendiges Herz und neues Leben. So war David ein „Mann nach meinem (Gottes) Herzen“ (1. Samuel 13:14; Apostelgeschichte 13:22). Er suchte Gottes Willen, bekannte seine Schuld und war bereit, sein Leben in Gottes Hand zu legen. So schlug sein Herz im Rhythmus des Herzen Gottes.

Wir würden uns freuen, wenn Du Dein Herz von Gott erneuern lassen würdest? Willst Du das heute tun?

Ein Herz voller Freude

Der Karfreitag erinnert uns an unsere Sünden, an unsere Schuld vor Gott, die wir nicht begleichen können. Doch schon am Karfreitag ist unser Herz voller Freude und Hoffnung, dass wir, im Gegensatz zu den Jüngern an diesem ersten Tag der Woche wissen, dass Jesus lebt.

Der erste Tag der Woche, der Sonntag, kam, das Grab ist leer und unser Herr Jesus ist auferstanden!

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2 Korinther 5:17