1 Und du, Bethlehem | בֵּית לֶחֶם |beit lechem| Efrata |אֶפְרָתָה|, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. 2 Indes lässt er sie plagen bis auf die Zeit, dass die, welche gebären soll, geboren hat. Da wird dann der Rest seiner Brüder wiederkommen zu den Israeliten. 3 Er aber wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde. 4 Und er wird der Friede sein. Wenn Assur in unser Land fällt und in unsere festen Häuser einbricht, so werden wir sieben Hirten und acht Fürsten dagegen aufstellen. Micha 5:1-4
Mein erster Besuch eines MLB-Ballparks in den USA wird mir immer in Erinnerung bleiben. Nicht nur, weil es in Wrigley Field bei den Chicago Cubs war, sondern auch, weil der Freund, der uns die Karten besorgte, mit reichlich Essen und Geld für den Stadionbesuch beschenkte (damals durfte man noch eigenes Essen in den Ballpark mitbringen). Wir hatten Kartons mit Twinkies (eine Gebäckrolle mit Cremefüllung) dabei und noch $100.- für Getränke und Hot Dogs. Dazu muss man wissen, dass ein Hot Dog in Wrigley damals nur einen Dollar kostete! Das war aber auch nötig, denn das Hot Dog Brötchen war nicht unbedingt sättigend. Wer einmal leckere schwäbische Brötchen hatte, kennt den Unterschied zu den „rolls“ in den Stadien der MLB. Wenn ich heute von Brot spreche, solltet ihr deshalb an frischgebackenes Brot aus einer schwäbischen Handwerksbäckerei denken.
Brot spielt in Gottes Wort immer wieder eine bedeutende Rolle. Die Israeliten sollten in der Nacht des Auszugs aus Ägypten ungesäuertes Brot mitnehmen. Ungesäuertes Brot ist lange haltbar und durch seine Festigkeit muss man länger Kauen und wirkt damit dem Hungergefühl entgegen. Doch irgendwann war dieses Brot zu Ende, und die Israeliten waren hungrig. Als das Volk keine Vorräte mehr hatte, sorgte Gott für das Volk. Vierzig Jahre lang lag an sechs Tagen der Woche Brot vor den Zelten, das wie Brötchen mit Honig schmeckte (2 Mose 16:31). Da die Israeliten es nicht kannten nannten sie es Manna – hebräisch |מָן הוּא| – man hu? übersetzt: „Was (ist) es?“ – obwohl sie wussten, dass es Brot war, das direkt von Gott kam.
In den Jahrhunderten, die darauf folgten, vergaßen auch die nachgeborenen Generationen von Israeliten immer wieder, dass Gott für sie sorgte. Nicht nur das, immer wieder wendeten sie sich anderen Göttern zu. Gott warnte sein Volk durch Propheten davor, sich von ihm abzuwenden und ließ es auch wissen, was die Konsequenzen aus dieser Gottlosigkeit sein würden.
Rettung für die Ewigkeit
„4 Diese blieben, um Israel durch sie zu prüfen, damit kundwürde, ob sie den Geboten des HERRN gehorchten, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte. 5 Als nun die Israeliten wohnten…
Einer dieser Männer war Micha. Micha führte dem Volk seine Gottlosigkeit vor Augen und er nannte ihnen auch die Konsequenzen – Israel und seine Hauptstadt Jerusalem mit dem Tempel würden zerstört werden. Doch Micha durfte dem Volk auch sagen, dass dieses Elend zu einem Ende kommen wird und der Tempel wieder aufgebaut werden würde und Menschen aus allen Völkern dort Gott anbeten würden. Gottes Gnade bringt Menschen dazu, IHN anzubeten.
Micha sagte auch, dass in dem unbedeutenden Dorf Bethlehem ein König geboren werden wird, der endgültig Frieden bringt. Bethlehem ist uns als Name bekannt. Doch erhält dieser Name eine besondere Bedeutung, wenn man ihn ins Deutsche übersetzt: Beth-lehem | בֵּית לֶחֶם | bedeutet „Haus des Brotes“. Vielleicht denkst du, dass das nicht so wichtig ist. Doch die Bedeutung wird schnell klar, wenn wir neben dem Geburtsort von Jesus auch sein weiteres Leben anschauen.
Jesus in der Bibel begegnen? – Erster Teil
Warum vertrauen wir bei 3B der Bibel? Können wir das überhaupt, und warum ist es wichtig, den Berichten der Bibel zu vertrauen? In dieser Serie wollen wir in kurzen Artikeln dieser…
Ein Nachfolger von Jesus, Johannes, schrieb einen Bericht über das Leben von Jesus. Vor allem über die drei Jahre in denen Jesus durch Israel zog und die Menschen von seinem Vater lehrte. Johannes berichtet davon, dass Jesus einmal die Familien von etwa 5000 Männern mit nur fünf Broten und zwei Fischen satt machte (Johannes 6). Jesus nahm die Brote (und Fische), sagte dafür danke und ließ dann die Jünger austeilen. Alle Anwesenden wurden satt und es blieb noch übrig! Als die Menschen ihn deshalb zum König machen wollte, entfernt sich Jesus auf die andere Seite des Sees, wo sie sich befanden. Doch ein paar der Anwesenden finden Jesus dann in einer Stadt namens Kapernaum und sprechen ihn darauf an. So verlief dieses Gespräch:
JESUS: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Die wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters.
DAS VOLK: Was sollen wir tun, dass wir [so leben, dass es Gott gefällt]??
JESUS: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
DAS VOLK: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht: »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.«
JESUS: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben.
DAS VOLK: Herr, gib uns allezeit solches Brot.
JESUS: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich’s auferwecke am Jüngsten Tage. Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
DAS VOLK, die Anwesenden Zuhörer, werden bei diesen Worten von Jesus wütend. Sie sagen, dass sie Jesus als den Sohn des Zimmermanns kennen und fragen, wie er sich als von Gott gesandt bezeichnen kann.
Würden sie nachfragen, würden sie wissen, dass Jesus zwar in Nazareth wohnte, doch im „Haus des Brotes“ geboren wurde und vielleicht würden sie dann die Verbindung zu dem Wort Gottes herstellen, das Micha etwa 400 Jahre vorher verkündet hatte.
JESUS nimmt seine Skeptiker ernst: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – für das Leben der Welt.„
Nur ein Weg zu Gott
„Woah – das ist aber intolerant! Wie kannst du behaupten, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist?“ Dies ist eine Frage, die viele Christen nicht gerne hören. Wir sollen doch…
Jesus lässt niemanden im Unklaren darüber, dass er der ewige Herrscher ist, der alle mit dem Vater versöhnen und ewiges Leben ermöglichen kann. Die Entscheidung, Seinen Worten und seinen Zeichen (er hat das Brot geschaffen) zu glauben, überlässt er seinen Zuhörern.
Viele von Jesus Zuhörern und Jüngern wollten oder konnten dies nicht glauben und verließen Jesus (Johannes 6:60-66). Daraufhin fragt Jesus auch die zwölf Apostel, wie sie sich entscheiden wollen und Petrus antwortet mit einer Gegenfrage: „Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“
Auch dir stellt Jesus heute die Frage, ob du Seinen Worten und Zeichen, wie wir sie in den Berichten in Gottes Wort nachlesen können, glaubst.
Willst Du mit Jesus leben, weil Du Seiner Lehre vertraust und bei Ihm ewiges Leben findest?
61 Da Jesus aber bei sich selbst merkte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Nehmt ihr daran Anstoß? 62 Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor war? 63 Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.
Johannes 6:61-63
