Ein Segen für alle Völker

Würdest du das wertvollste Geschenk, das du dir gewünscht hast, das dir versprochen wurde und du nun in Händen hältst, wieder zurückgeben? Ein Mann mit dem Namen Abraham stand vor dieser Entscheidung. Der lebendige Gott sah, dass sich Abraham Nachfahren wünschte. Der Schöpfer versprach ihm Nachfahren wie Sand am Meer und Sterne am Himmel. Nach Jahrzehnten der Kindellosigkeit hielt er dann endlich seinen Sohn Isaak (Gott lacht [freundlich]) in den Armen. Doch dann forderte Gott den Sohn zurück. Abraham sollte Isaak opfern. Abraham musste eine schwere Entscheidung treffen, die ihm sein ganzes Gottvertrauen abverlangte.

Abraham war tatsächlich bereit, Gott seinen Sohn zu opfern. Sein Sohn lag gefesselt auf dem Altar, Abraham hatte das Messer in der Hand und war im Begriff seinen Sohn für Gott zu töten, als Gott ihn rief und ihn davon abhielt. Abraham war kein eifernder Fanatiker, dessen Sinne vernebelt waren. Nach einem langen Leben unter Gottes Führung kannte er Gottes Stimme so gut, dass er in dem was er zu tun bereit war innehielt und auf Gottes Stimme hörte. Er hörte wieder auf Gott, sah das Opfertier in den Büschen, ging zum Tier und opferte dieses an Stelle seines Sohnes Isaaks (1 Mose 22: 13).

Abrahams Gottvertrauen mündete in einem weiteren Versprechen Gottes: Abrahams Nachfahren würden ihre Feinde kontrollieren, zahlreich sein wie die Sterne am Himmel und der Sand am Meer. Doch das beste Versprechen war, dass durch Abrahams Nachkommen alle Völker gesegnet werden. Aufgemerkt – nicht sollen, sondern werden. Doch wie sollte das geschehen?

Es sollte noch viele Jahre dauern, ungefähr 800 Jahre, bis Gott dies erklärte. Doch Gott wiederholte sein Versprechen (fast wörtlich) mehrfach. Issak (1 Mose 26: 1-5) und Jakob (1 Mose 28: 10-14) erhielten beide dies Versprechen Abrahams. Jakob gab dieses Versprechen an seinem Lebensende an seinen Sohn Juda weiter (1 Mose 49: 9-12):

9 Juda ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören? 10 Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis dass der komme, dem es gehört, und ihm werden die Völker anhangen. 11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut. 12 Seine Augen sind dunkler als Wein und seine Zähne weißer als Milch.

Über diesen Segen Jakobs alleine, kann man mindestens ein Kapitel schreiben. Juda erhielt das Versprechen, dass der Segen durch einen ewigen Herrscher kommen wird, dem alle Völker nachfolgen. Jetzt war endgültig klar, dass der Segen nicht durch einen Menschen kommen konnte. Kein Mensch lebt ewig, nur Gott ist ewig.

Etwa 400 Jahre später regierte König David, ein Nachfahre Judas, der Sohn von Isai (Jesse). Er war ein König nach dem Herzen Gottes (1 Samuel 13: 14), doch König David war nicht ewig, doch vor seinem Tod durfte er erfahren, dass einer seiner Nachfahren ewig regieren wird.

Etwas ausführlicher durfte dann ein Mann namens Jesaja etwa 120 Jahre nach Davids Tod das gleiche Versprechen weitergeben (Jesaja 11: 1-12). Er durfte sehen, dass dieser Herrscher nicht nur ein Nachfahre Judas, also ein Judäer ist, sondern auch Nachfahre eines gewissen Jesse (Isai). Doch er durfte noch genauer sehen: Dieser Herrscher ist voll des Heiligen Geistes und wird ein gerechter Richter sein. Wir gehen immer davon aus, dass Richter gerecht richten, doch menschliche Richter können nur das beurteilen, was sie sehen und von den Anklägern und Verteidigern hören. Dieser Richter braucht dies nicht, sondern er selbst ist gerecht. Auch bei Jesaja wird klar, dass dieser Herrscher kein Mensch sein kann. Menschen richten nach dem, was sie sehen und hören. Dieser Herrscher ist die Gerechtigkeit selbst.

Es sollte noch etwas über 850 Jahre dauern, bis eine junge Frau mit dem Namen Maria von einem Engel hörte, dass sie ein Kind vom Heiligen Geist bekommt, das Gottes Sohn ist. Ihr Sohn ist der ewige König und sein Reich besteht ewig. Sein Name ist Jesus (Lukas 1: 30-35). Liest man sich die Stammbäume von Jesus‘ Familie durch stellt man fest, dass sich die Versprechen und Vorhersagen exakt erfüllten. Jesus steht in einer Linie, die von Abraham über Isaak und Jakob reicht. David kommt aus dem Stamm Juda und sein Vater ist Isai (Jesse). Gottes Plan wird erfüllt – tatsächlich?

Isaak wurde von Gott verschont, ein Tier starb an seiner Stelle. Niemand nahm Jesus‘ Platz am Kreuz ein, er starb am Kreuz – ist das ein ewiger Herrscher? Ja, denn am dritten Tag nach seinem Tod kam er in das Leben zurück. Seine Auferstehung war nicht auf diese Welt begrenzt – Jesus war der Erste, der in das ewige Leben auferstand. Glaubst du das, kannst du mit Jesus ewig leben.

Willst Du heute Jesus dein Leben anvertrauen?

20 Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

1 Korinther 15: 20-22