12 Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ die Taube ausfliegen; sie kam nicht wieder zu ihm. 13 Im sechshundertundersten Jahr Noahs am ersten Tage des ersten Monats waren die Wasser vertrocknet auf Erden. Da tat Noah das Dach von der Arche und sah, dass der Erdboden trocken war. 14 Und am siebenundzwanzigsten Tage des zweiten Monats war die Erde ganz trocken. 15 Da redete Gott mit Noah und sprach: 16 Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir. 17 Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem Gewürm, das auf Erden kriecht, das lass mit dir herausgehen, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. 1 Mose 8: 1-17 (Luther 2017)
Gott sieht dich – immer
Gott hat Noah und seine Familie auch nach ungefähr einem Jahr in der Arche nicht vergessen – denn Gott kann uns nicht vergessen (Psalm 115: 12). Gott ist ewig, daher zeitlos und ist (nicht nur) in Gedanken immer bei uns.
Das „gedenken“ Gottes, wie das Wort |זכר| – |zâkar| hier übersetzt wird, bedeutet, dass Gott nun sein Versprechen halten und die Familie Noahs und die Tiere in ihr neues Leben entlassen wird. Gott hat etwas versprochen und jetzt wird er handeln um sein Versprechen einzulösen.
ALLEIN JESUS
Nur ein Weg zu Gott
„Woah – das ist aber intolerant! Wie kannst du behaupten,…
Gott macht Wind
Wenn Gott handelt, spüren wir die Konsequenzen. Gott macht den Wind (1 Mose 8: 1; Jeremia 4:12; Psalm 104: 4; Hiob 28: 25) und die Wasser fallen (ebd.) In der Arche war dieser Wind mit Sicherheit spürbar. Das Schaukeln wurde wieder stärker, die Windgeräusche waren bestimmt hörbar (so wie bei einem fahrenden Auto vielleicht). Wurden Noah und seine Familie unruhig? Wir wissen es nicht. Doch wenn dich dieser Bericht an die Episode aus Jesus Leben erinnert, als ER im sturmumtosten Boot seiner Jünger dem Wind gebietet und dieser sich legt (Markus 4:39), ist dies nicht unbegründet. Denn Jesus ist kein Mensch, Jesus ist Gott; der Retter Noahs und seiner Familie, der Retter der Jünger im Sturm und Er kann zu Deinem Retter werden, wenn Du glaubst, dass er am Kreuz für Deine Schuld gestorben ist. Denn Jesus ist derselbe zur Zeit Noahs, vor 2000 Jahren, heute und in Ewigkeit (Hebräer 13: 8). Der Bericht über Noahs Rettung weist uns Leser auf die Möglichkeit unserer Rettung durch den Kreuzestod von Jesus hin.
Willst Du das glauben?
Aktives Warten auf Gott
Vorher stellte sich die Frage, ob Noah und seine Familie aufgrund der wieder stärkeren Bewegungen der Arche und der Windgeräusche unruhig wurden. Wir können nur darüber spekulieren. Was wir jedoch wissen ist, dass Noah aktiv wurde.
Noah öffnet das Dach und lässt einen Raben ausfliegen. Raben sind Segler und können Thermik nutzen um weite Strecken zurückzulegen. Der Bericht lässt uns wissen, dass der Rabe so lange hin- und herflog bis der Boden trocken war. Einen Ruheplatz, und Nahrung, fand der gelegentliche Aasfresser aber noch nicht. Hier wenden manche Skeptiker ein, warum es noch Raben gibt, wenn doch nur ein Männchen und ein Weibchen auf der Arche waren. Zum Einen können die Raben im Flutjahr Nachkommen gezeugt haben und wenn nicht in diesem einen Jahr, ist es wahrscheinlich, dass sich die beiden nach dem Auszug aus der Arche gefunden haben – der ausgeflogene Rabe kam ja auch immer wieder zur Arche zurück.
Nach dem Raben lässt Noah eine Taube ausfliegen. Auch Tauben können weite Strecken zurücklegen, doch sind sie durch ihren Bau auf ihren Flügelschlag angewiesen und können nur Nahrung aufnehmen, die frei an der Erdoberfläche liegt. Diese erste Taube nimmt Noah zunächst wieder in die Arche, wartet eine Woche und schickt sie wieder auf einen Erkundungsflug. Dieses Mal bringt sie einen Ölzweig mit; Olivenbäume brauchen es warm, trocken und mögen es windgeschützt. Der Zweig ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass auf der Erde wieder gute Lebensbedingungen für die Passagiere der Arche herrschen.
WO IST DENN DAS GANZE WASSER HIN?
Kurze Antworten – Wo ist denn das ganze Wasser hin?
Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war…
Noah wartet auf Gott
Noah überstürzt nichts, er wartet geduldig eine weitere Woche. Nicht um die Arche zu verlassen, sondern um die Taube ein weiteres Mal auf einen Erkundungsflug zu schicken. Dieses Mal kehrt sie nicht zurück. Überraschenderweise sieht Noah noch immer keinen Grund, aus der Arche zu gehen. Einzig das Dach deckt er auf (die Tür hatte ja Gott verschlossen) und er sieht, dass die Erde trocken ist. Doch ohne Gottes Wort handelt Noah auch jetzt nicht – er wartet beinahe zwei weitere Monate (1 Mose 8: 13 und 14) in der Arche! Erst als Gott ihm die Erlaubnis gibt, die Arche zu verlassen, geht er mit seiner Familie und den Tieren von der Arche.
Vollkommenes Vertrauen
Noah vertraute sich ganz Gottes Führung an. Noah verließ sich nicht auf seine persönlichen Beobachtungen und Schlussfolgerungen. Noah vertraute auf Gottes Versprechen und wartet auf Gottes Eingreifen. Ich kann mir vorstellen, dass dies in Noahs Situation nicht ganz einfach war: Es sah doch alles so gut aus – worauf noch warten? Noah aber war klar, dass er nur eine begrenzte Perspektive hatte – den Blick aus dem Fenster der Arche und einen Ölzweig.
Gott sieht die ganze Erde, nur er weiß, wann es sicher ist, die Arche zu verlassen. Noah kannte Gott so gut, dass er sich dem Schöpfer, Richter und Retter der Welt vollkommen anvertraute.
Wie gut kennst Du Gott und sein Wort? Vertraust Du Deiner persönlichen Einschätzung mehr als dem Urteil des Schöpfers, Richters und Retters?
„5 Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. 7 Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen. 8 Das wird deinem Leibe heilsam sein und deine Gebeine erquicken. 9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen.“
Sprüche 3: 5-10
