Widerspricht die Bibel den Tatsachen?

Es gibt Menschen, die Gottes Wort als unglaubwürdig betrachten, da, so sagen sie, es in der Bibel offensichtliche sachliche Fehler gibt. Sie sagen nicht, dass es innerhalb der Texte in Gottes Wort Widersprüche gibt, sondern sie behaupten, dass Gottes Wort im Widerspruch zu einem allseits anerkannten Fakt stehe. Welche Antwort können wir diesen Kritikern geben?

Gottes Wort enthält die Wahrheit

Zuerst einmal können wir in solchen Situationen gelassen bleiben. Gottes Wort ist die Wahrheit und was uns der Schöpfer des Universums in Seinem Wort sagt, ist weder fehlerbehaftet noch falsch. Diese Feststellung ist unabhängig von dem, was ich über die vorgebrachten Vorwürfe weiß. Nur weil ich die Antwort (noch) nicht kenne, bedeutet das nicht, dass Gott uns in Seinem Wort etwas Falsches oder Unwahres sagt. Daher können wir uns beruhigt auf die Suche nach der Antwort machen.

Fehlschluss der Schlussfolgerung

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie ein Kritiker von Gottes Wort zu den obengenannten Vorwürfen kommt, von denen beide Argumentationsfehler sind. Der erste Vorwurf ergibt sich daraus, dass der Kritiker die Textsorte der betrachteten Stelle falsch zuordnet. Ein Wort wird falsch interpretiert oder ein ganzer Abschnitt wird nicht in den richtigen Zusammenhang gebracht. Ein Wort wurde falsch übersetzt oder es wird eine Lehre angenommen, die nur auf den Schlussfolgerungen des Lesers beruht jedoch keine Grundlage im Text hat.

Ein Beispiel dafür ist der Vorwurf, dass Gottes Wort lehre, dass die Erde unbeweglich sei. Wie jeder weiß, bewegt sich die Erde in einer Umlaufbahn um die Sonne und da Gottes Wort diesen Fakt nicht richtig berichte, sei auch der Rest der Bibel unglaubwürdig. Die Kritiker des Wortes Gottes führen hier dann oft Psalm 93: 1 und 96: 10 an.

Fest steht der Erdkreis, dass er nicht wankt. (93:1)

Der HERR ist König. Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. (96:10)

Psalmen sind poetische Literatur und beide Stellen sagen, dass Gott die Welt schuf und sich in seinem Plan für die Menschheit und die Erde nicht beirren lässt. Diese Stellen wollen kein astronomisches Modell des Sonnensystems vermitteln und keine Aussage über die Bahnbewegung der Erde und der Planeten machen. Sie weisen auf Gott den unerschütterlichen Schöpfer hin.

Dazu lesen wir in den Psalmen auch (Psalm 16:8): „Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; er steht mir zur Rechten, so wanke ich nicht.“ Der Kritiker wird mit dieser Stelle (hoffentlich) nicht sagen wollen, dass der Schreiber des Psalms immer stocksteif an einer Stelle steht. An dieser Stelle bekräftigt der Schreiber des Psalms, dass er sich durch nichts davon abbringen lässt, Gottes Weg und Plan für sein Leben zu folgen.

Widerspruch in der Schlussfolgerung?

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Zirkelschluss in der Argumentation

Der Zweite Fehlschluss ergibt sich dann, wenn der Kritiker die Fakten nicht richtig versteht. Er versteht den Text in Gottes Wort richtig und ordnet ihn auch der richtigen Textart zu. Er geht jedoch davon aus, dass allgemein akzeptierte Schlussfolgerungen von Wissenschaftlern über jeden Zweifel erhaben sind und alternative Modelle keine wissenschaftliche Grundlage hätten. Beispiele dafür gibt es genug: Das sogenannte „Urknall-Modell“ (Friedmann-Lemaître-Universum), Entwicklung durch Evolution, geologische Zeiträume von Milliarden von Jahren (Tiefenzeit), Gleichförmigkeitsprinzip in der Geologie und Naturalismus (Es gibt nur die Natur aber keine übernatürliche Welt). Und tatsächlich widerspricht Gottes Wort allen diesen Modellen. Allerdings geht der Kritiker einfach davon aus, dass alle die oben genannten Modelle etabliert und unangreifbar seien. Er argumentiert, dass die Bibel falsch sei, da alle diese Modelle richtig seien. Doch damit macht er einen Zirkelschluss – er nimmt einfach an, dass diese Modelle richtig sind und Gottes Wort Fehler enthält und benutzt diese Annahme dann, um zu sagen, dass die Bibel falsch ist. Einfacher gesagt geht sein Argument so: Gottes Wort enthält Fehler, weil Modelle zeigen, dass Gottes Wort Fehler enthält. Damit hat er nicht die Aussagen in Gottes Wort entkräftet, sondern er zeigt nur, dass er kein Argument hat, das Weltbild Gottes zu falsifizieren.

Strategie: Kritisches Denken – 7 Tests

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Schlussfolgerung

Wenn Du auf Kritiker triffst, die sagen, dass Gottes Wort Fehler enthält und modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspräche, kannst Du gelassen bleiben. Gottes Wort ist wahr. Wenn es Widersprüche zwischen wissenschaftlichen Modellen und Gottes Wort gibt, liegen die Fehlinterpretationen bei Menschen, nicht beim allwissenden und allmächtigen Gott.

Dass dies richtig ist zeigt sich daran, dass die Argumentation der Kritiker auf Argumentationsfehlern und/ oder auf Zirkelschlüssen beruht. Vielleicht hast Du (noch) keine Antwort auf die Fragen und Vorwürfe, doch darfst du Jesus darum bitten, dass er Dir hilft, die richtigen Antworten zu erhalten. Hier auf der 3B Seite gibt es viele Artikel, die sich damit beschäftigen, dass auch die wissenschaftliche Methode richtig angewendet zeigt, dass Gottes Wort vertrauenswürdig ist.

4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! 5 Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! 6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

Philipper 4: 4-6