Gott macht keine Fehler

„Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, 6 da reute es den HERRN, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, 7 und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. 8 Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN.“  1 Mose 6: 5-48 (Luther 2017)

Die Verbindung der Männer, die Gott fürchteten mit den Töchtern, die Gott nicht fürchteten, hatte Konsequenzen. Letzten Endes führte diese Halbherzigkeit nach wenigen Generationen[i] dazu, dass die Menschen „immer nur Böses taten“. Was ist Böse?

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Jesus benennt das Böse

Als etwa 2500 Jahre später Jesus‘ Jünger Ihn fragen, wann das Ende der Welt kommt, nennt er kein Datum. Er beschreibt seinen Jüngern aber, wie die Welt aussehen wird:

37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird es sein beim Kommen des Menschensohns. 38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; 39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin –, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.

Matthäus 24: 37-39

Jesus beschreibt uns eine Menschheit, die Gott nicht für das tägliche Brot dankt – wer betet in unserer Gesellschaft denn diesen Teil des „Vater Unser“ noch bewusst und meint das ernst?

Jesus spricht auch Ehen an, die nicht mehr in Ernsthaftigkeit vor Gott geschlossen werden um zusammenzubleiben, bis einer der Ehepartner stirbt. Die Eheschließung wird von vielen Paaren heute als eine Party mit bestimmten Elementen, darunter der Kirchgang, verstanden und nicht als ein Bündnisschluss, der vor dem lebendigen Gott geschlossen wird.  

Jesus beschreibt Menschen einer Gesellschaft, die die wichtigsten Entscheidungen des Lebens ohne Gott dazu zu befragen trifft. Im Bericht über Noah (1 Mose 6) lesen wir genau das Gleiche. Jesus benennt dies und sagt uns, dass dies so zu Noahs Zeiten genauso war. Daher wissen wir, dass ein Mensch, der Gottes Willen nicht in seine Entscheidungen miteinbezieht böse ist. Wie wird Gott darauf reagieren?

Gott bekümmert das Böse

Im Bericht über Noah lesen wir, dass dieses Verhalten Gott „bekümmert“ (1 Mose 6: 6). Gott ist traurig, wenn wir ihn aus unserem Leben ausschließen. Gott liebt dich aus ganzem Herzen. ER will Teil deines Lebens sein, er will Dich zu einem guten Leben anleiten – erlaubst du es ihm und fragst nach ihm?

Gott hat Geduld

Lesen wir die toledot genau, lernen wir, dass Gott sehr lange Geduld hatte. Er wartete mehr als 1500 Jahre darauf, dass die Menschen wieder nach ihm fragen. Gott hat große Geduld mit seinen Menschen um uns die Möglichkeit zu geben, sich Ihm wieder zuzuwenden. Als dies nicht geschieht, „bereut“ Gott, dass er die Menschen schuf. Heißt das, dass Gott Fehler macht?

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Gott macht keine Fehler

Das hebräische Wort נָחַם |nacham|, das hier steht, bedeutet nicht, dass Gott einen Fehler bereut. |Nacham| bedeutet hier, dass Gott nun anders handeln wird. Die Zeit des Zusehens, die Zeit der Gnade ist vorüber. Der gerechte Schöpfer muss die Ungerechtigkeit, das Böse, richten. Gott kündigt ein Gericht an, das alles, was auf dem Erdboden lebt, von den Menschen, bis zu den Tieren, bestrafen. Unsere Gottlosigkeit hat Auswirkungen auf die Tierwelt! Schauen wir uns an, was Jesus etwa 2500 Jahre später seinen Jüngern über das Ende der Welt sagte, müssen wir schließen, dass am Ende der Welt ein Gericht erfolgen wird. Was sieht der Schöpfer, wenn er Dein Leben ansieht?

Gott ist gnädig

Dieser kurze Abschnitt endet damit, dass „Noah Gnade vor dem HERRN fand“. Der Schöpfer liebt seine Geschöpfe und er ist ihnen gnädig. Er will nicht die vollständige Vernichtung, er will einen Neuanfang. Gnade ist unverdient. Das sehen wir bei Noah. An dieser Stelle wissen wir über Noah noch nichts, nur, dass Noah vor Gott Gnade fand.

Heute wissen wir, dass auch unsere Generation dieses Gnadenangebot hat. Glauben wir, dass Jesus für unser „Böses“, unsere Sünde, am Kreuz gestorben ist, dann erhalten wir neues Leben:

15 Und er […] ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und auferweckt wurde. 16 […] 17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. 18 Aber das alles ist von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus […].

2 Korinther 5: 15-18
Neues Leben

Nimmst Du Gottes Gnade an, beginnst Du ein neues Leben. Du bist tatsächlich ein neuer Mensch. Wenn Jesus wiederkommt, erfolgt ein Gericht – und danach kommt eine ganz neue Erde und ein neuer Himmel (Offenbarung 21:1). Gott will Dein Leben erneuern und so verändern, dass Du ihn ganz in Deine Lebensentscheidungen einbeziehst. Machst Du das, wirst Du ein neuer Mensch sein und ein ganz neues Leben führen. Und Du wirst einmal auf einer neuen Erde und einem neuen Himmel mit Jesus in Gemeinschaft leben.

  Willst Du dabei sein?

„[Wir] predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen nichtigen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat. 16 Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen; 17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.“

Epheser 2:4-10

[i] Die Menschen wurden damals etwa zehnmal so alt wir heute.