Schatz und Perle

„44 Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. 45 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, 46 und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“ Matthäus 13: 44-46 (Luther 2017)

Baseballkarten sammeln ist eine Leidenschaft vieler Baseballfans in den USA. Die Sammelkarten mancher bekannten Spieler erreichen unglaublich hohe Summen. Den höchsten Wert, den jemals eine Karte erzielt hat, ist die Honus Wagner Karte, die am 1. Oktober 2016 für 3,2 Millionen Euro ihren Besitzer wechselte. Die Karte ist so teuer, da Shortstop Honus Wagner (1874-1955, Pittsburgh Pirates) schon sehr früh dafür sorgte, dass seine Karten aus dem Verkehr gezogen wurden und man annimmt, dass es weltweit noch maximal 60 seiner Karten gibt. Stell dir vor, dass du eine dieser Karten an einem Ort findest, auf den zu keinen Zugriff hast?

Darüber spricht Jesus in dieser Erzählung. Ein Mensch findet in einem Acker einen unglaublich wertvollen Schatz, aber der Acker gehört nicht ihm. Doch der Mensch freut sich so über seinen Fund, dass er alles verkauft was er hat, um den Acker zu kaufen, damit er den Schatz heben kann. Jesus vergleicht diesen Schatz mit dem Reich Gottes.

Wer sucht findet

Gottes Reich lässt sich auf dieser Erde, in der Erzählung der Acker, finden. Auch auf unserer manchmal chaotischen und harten Welt finden wir Jesus, den Schatz. Gott hat diese Welt für uns Menschen geschaffen, also ist es auch völlig logisch, dass wir ihn und sein Reich hier auf dieser Erde finden können. Als Christen vertrösten wir uns nicht auf das Leben nach dem Tod. Nein, das Reich Gottes beginnt auf dieser Erde mit dem Tag, an dem du Jesus in den Leben lässt.

Wer findet freut sich

Wer Menschen zuhört, wie sie davon erzählen, wie sie Jesus in ihr Leben baten, wird einen wiederkehrenden Aspekt entdecken: Diese Personen berichten darüber, dass in diesem Moment eine große Freude über sie kam und/ oder es ihnen „warm ums Herz wurde“. Wer Jesus findet, empfindet in diesem Moment Freude. Jesus berührt dich und dein Herz. Nicht umsonst lesen wir ihn Gottes Wort davon, dass man sich zu Beginn seines Weges wie ein Mensch fühlt, der zum ersten Mal wirklich liebt (Offenbarung 2:4).

Und gab ihm den Namen Jesus

Advent, Weihnachten – viele Menschen verbinden mit dieser Zeit viele unterschiedliche Gedanken, Gefühle und Erinnerungen.…

Für Jesus alles aufgeben

Menschen die zum ersten Mal lieben sind bereit für die geliebte Person vieles, auch beschwerliches zu tun. Genauso ist es auch bei Menschen, die Jesus in ihr Leben lassen. Sie erkennen, dass es nichts Besseres auf der Welt gibt, als mit Jesus zu leben und sind daher bereit ihr altes Leben hinter sich zu lassen und ein ganz neues Leben zu beginnen.

Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2 Korinther 5:17

Dieses neue Leben mit Jesus ist so wertvoll, da es in die Ewigkeit führt, dass aller Reichtum, den wir uns vorstellen können, daneben billig aussieht.

Ich wünsche jedem von Euch, dass ihr genau diese Erfahrung macht und euch entscheidet mit Jesus zu leben.

Du wirst gesucht

Im zweiten Teil dieser Erklärung, zeigt uns Jesus den gleichen Sachverhalt aus der Sicht Gottes. Er nimmt die Perspektive eines Händlers ein, der die Honus Wagner Karte findet und alles verkauft, was er hat, damit er diese unvorstellbar wertvolle Karte besitzen kann. Der Perspektivwechsel wird sichtbar, da nun das Himmelreich einem Kaufmann gleicht. Gott ist dieser Kaufmann und Jesus macht durch den Perspektivwechsel deutlich, wie Gott dich sieht: Du bist ihm so wertvoll, dass er alles für dich hergab. Zum einen bist du in Seinem Ebenbild geschaffen (1 Mose 1:27), doch du kannst nicht mit ihm Gemeinschaft haben, da dein Leben durch deine Sünden, Lügen, Neid, Streit verschmutzt ist (Römer 3:23). Doch er kennt deinen Wert und deshalb möchte er dich zu sich sammeln.

Für Dich alles aufgegeben

Damit dies möglich ist, hat Gott alles gegeben:

Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

Philipper 2:6-8

Gott wurde Mensch, damit er am Kreuz für meine, deine, unsere Schuld sterben konnte. Nur wenn er als Mensch, ein Nachfahre Adams erkannt wurde, konnte der ewige Gott für unsere unendlichen Sünden sterben. Und nur weil Er bereit war, sich selbst so zu erniedrigen, und unseren Tod zu sterben, ist es ihm möglich, uns zu sich zu sammeln. Du musst nur noch ja zu Gottes Sammlung sagen.

Willst Du das?

Denn was hilft es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und Schaden zu nehmen an seiner Seele?

Markus 8: 36