Gibt es Jesus ohne die Auferstehung?

„Christentum ja, aber warum soll ich an die Auferstehung glauben?“ – so denken nicht wenige Menschen im historisch christlich geprägten Mitteleuropa. Die moralischen Lehren von Jesus werden anerkannt, die Werte, die er vermittelt als grundlegend für unsere europäische Kultur gesehen und die Person Jesus als Beispiel für ein vorbildliches Leben dargestellt. Andere Ansprüche, die Jesus erhob, dass er Gott ist und der Glaube an ihn als den einzig richtigen Weg in die Ewigkeit werden nicht für entscheidend angesehen. Dazu gehören auch die Berichte über seine leibliche Auferstehung von den Toten. Von nicht wenigen werden diese Berichte als Mythologie oder Legenden abgetan. Doch ist das dann noch die Botschaft von Jesus?

Ein Blick in Gottes Wort hilft uns, diese Frage zu beantworten. In 1 Korinther 15: 1-8, 14-15 lesen wir:

1 Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2 durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr’s umsonst geglaubt hättet. 3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; 4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist am dritten Tage nach der Schrift; 5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. 6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 8 Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. […] 14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. 15 Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. […]

Gott macht hier klar, dass die leibliche Auferstehung von Jesus die zentrale Botschaft des Christentums ist. Wir können nicht behaupten, dass wir Jesus nachfolgen, wenn wir nicht auch an seine Auferstehung glauben. Dies sagt Paulus an gleicher Stelle dazu:

19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.

1 Korinther 15: 19

Jesus selbst lehrt, dass seine Auferstehung das untrügliche Zeichen ist, dass er der versprochene Retter ist. Johannes berichtet, dass Jesus zu Beginn seines öffentlichen Wirkens die Händlertische im Tempel umwarf (was er auch kurz vor seiner Kreuzigung ein weiteres Mal tat). Als er zur Rede gestellt und gefragt wird, woher seine Autorität komme, dies zu tun und ob er diese mit einem Zeichen belegen könne, antwortet er (Johannes 2: 19):

„Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“

Nach der Auferstehung wurde den Jüngern klar, dass er dies in Bezug auf seine Auferstehung gesagt hatte (Johannes 2: 22):

22 Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.

Ein weiteres Mal antwortet Jesus auf die Frage nach seiner Autorität mit der Lehre von seiner Auferstehung. Nachdem er zum wiederholten Mal mehrere tausend Menschen mit wenigen Broten und Fischen satt gemacht hatte (Matthäus 16: 32-39) wird er wieder um ein „Zeichen vom Himmel gebeten“ – kurz nachdem er durch ein Zeichen vom Himmel Brot und Fische vermehrt hatte! Jesus gibt darauf die folgende Antwort (Matthäus 16: 2-4):

Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot. 3 Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels wisst ihr zu urteilen, über die Zeichen der Zeit aber könnt ihr nicht urteilen?[1] 4 Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht fordert ein Zeichen; doch es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, es sei denn das Zeichen des Jona.

Jona war für drei Tage und drei Nächte im Inneren eines Fisches gefangen, bevor er wieder Tageslicht sehen durfte (Jona 2:1), genauso würde Jesus am dritten Tag von den Toten auferstehen – so hat es Jesus seinen Jüngern gleich dreimal angekündigt (Matthäus 16: 21-23; 17: 22-23; 20: 17-19)

Jesus widerspricht allen Menschen die sagen, dass sein Leben am Kreuz und mit seiner Grablegung (Matthäus 27: 57-61; Markus 15: 42-47; Lukas 23: 50-56; Johannes 20: 38-42) endete. Jesus‘ Leben endete nicht im Grab, die Auferstehung ist ein sehr wichtiger Teil seiner Botschaft, seines Lebens und seines Rettungsplanes für uns Menschen.

Jesus‘ gibt es nicht ohne seine leibliche Auferstehung. Wer sagt, er sei Christ und folge den Lehren von Jesus, der muss auch bekennen, dass Jesus leiblich von den Toten auferstanden ist, wenn er nicht Jesus widersprechen will.

25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Johannes 11: 25-26