Was würdest Du tun, wenn Du mit Sicherheit wüsstest, dass in zwei Jahren die Welt, wie wir sie kennen, untergehen würde? Vor genau dieser Frage stand Noah vor etwa 4500 Jahren. Aus Gottes Wort ist nicht eindeutig klar, wie lange vorher Noah wusste, dass die Welt, in der er aufgewachsen war, in einer weltweiten Flut untergehen würde, doch war es ausreichend Zeit, um ein Schiff (die Arche) mit einer Ladekapazität von 53200m3 (zwischen 1000 und 1500 LKWs)[i] zu bauen. Aufgrund von 1 Mose 6: 3 gehen manche Ausleger davon aus, dass Noah 120 Jahre Zeit hatte, was bei den, zu dieser Zeit erreichbaren Lebensalter, plausibel erscheint. Wie hat Noah diese Frage beantwortet?
In 2 Petrus 2: 5 wird Noah als ein „Prediger der Gerechtigkeit“ bezeichnet und dass er eine Arche baute war in sich selbst ein Zeugnis dafür, dass er Gottes Wort an ihn vertraute und an den kommenden Weltuntergang glaubte.
5 und hat die frühere Welt nicht verschont, sondern bewahrte mit Noah, dem Prediger der Gerechtigkeit, nur acht Menschen, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte; […]
2 Petrus 2:5
In Hebräer 11:7 sagt uns dann Gott weiter:
Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.
Hebräer 11:7
In beiden Stellen wird klar, dass nur Noahs Familie gerettet wurde. Doch das ist kein Argument dafür, dass Noah seine Mitmenschen nicht vor dem buchstäblichen Untergang gewarnt hat. Durch Gottes Wort hindurch lesen wir immer wieder, dass Gott Personen beauftragte, vor Gottes Gericht zu warnen – und die Menschen sich nicht warnen ließen und ihr Leben weiter ohne Gott lebten. Die Bücher, die die Botschaften der Propheten enthalten, enthalten meist Warnungen vor dem Gericht Gottes und/ oder Gottes Gerichtshandeln an einem Volk. Die Schriften und auch die Geschichtsbücher zeigen dann, dass die Menschen dieser Zeiten sich nur selten warnen ließen. Ein Beispiel dafür ist das Buch „Jona“, das uns berichtet, dass die Bewohner von Ninveh sich warnen ließen, sich Gott zuwandten und Gottes Gericht durch ihre Buße und Umkehr für ihre Generation abwendeten.
Alle diese Personen, von Jesaja über Hesekiel bis Micha, waren sich klar, dass sie Gott gehorchen sollten und sein Gericht verkünden mussten. Jeremia wollte dies absolut nicht, aber im Blick auf Gottes Macht, gehorchte er schließlich:
7 HERR, du hast mich überredet und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich. 8 Denn sooft ich rede, muss ich schreien; »Frevel und Gewalt!« muss ich rufen. Denn des HERRN Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich. 9 Da dachte ich: Ich will seiner nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, verschlossen in meinen Gebeinen. Ich mühte mich, es zu ertragen, aber konnte es nicht.
Jeremia 20: 7-10
Bei Hesekiel musste Gott etwas deutlicher werden. Gott warnte Hesekiel davor, Ihm nicht zu gehorchen, denn dann würde Hesekiel sich schuldig am Tod der Menschen machen, die aufgrund von Hesekiels Unterlassung sterben würden:
7 Dich aber, du Menschenkind, habe ich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel. Wenn du ein Wort aus meinem Munde hörst, sollst du sie vor mir warnen. 8 Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser musst des Todes sterben!, und du sagst ihm das nicht, um den Gottlosen vor seinem Wege zu warnen, so wird er, der Gottlose, um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern. 9 Warnst du aber den Gottlosen vor seinem Wege, dass er von ihm umkehre, und er will von seinem Wege nicht umkehren, so wird er um seiner Sünde willen sterben, aber du hast dein Leben errettet.
Hesekiel 33: 7-9
Durch Gottes Wort hindurch zeigt sich dieses Muster immer wieder, dass jemand von Gott befähigt wurde um Sein Gericht anzukündigen und dann die Last dieser Aufgabe fühlen (sogar ablehnen), ihnen Gott aber auch deutlich sagt, dass ihr Ungehorsam für sie persönliche Konsequenzen haben wird. Da dieses Muster immer wiederkehrt, können wir auch davon ausgehen, dass Noah die Last seiner Aufgabe wahrnahm, und dennoch seinen Mitmenschen zumindest erklärte, warum er dieses Schiff, die Arche, baute. Da wir im Flutbericht selbst dazu keine direkte Aussage haben, sollte man daraus keine Lehrmeinung machen, sondern wir können es als eine (wahrscheinlich richtige) Hypothese stehen lassen.
Kurze Antworten – Wie viele Tiere waren auf der Arche?
Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in unserer westlichen Kultur für die Mehrheit klar, dass es einen Gott gibt. Uneinigkeit herrschte in der Regel nur darüber, ob jemand diesem Gott gehorchen sollte und ob seine Existenz eine Bedeutung und Auswirkung…
WeiterlesenVon Noah lernen
Jesus selbst hat uns gesagt, dass …
36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.
Matthäus 24: 36
Daher sollten wir sehr vorsichtig sein, wenn jemand vom „Ende der Welt“ oder dem „Weltuntergang“ spricht und dabei einen Zeitraum erwähnt oder sogar ein Datum nennt. Was Jesus uns nicht sagen konnte, kann uns auch ein fehlbarer Mensch nicht sagen.
Wir alle aber können uns sicher sein, dass das Leben eines jeden Menschen auf dieser Erde enden wird. Weiter wissen wir von Jesus selbst, dass das Leben dann beurteilt werden wird.
„… alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.“
Matthäus 25: 33
Am Ende unserer Tage, wird Gott, der Vater uns beurteilen. Jesus sagt am Ende dieser Rede, dass die einen „[hingehen werden] zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.“ Bei 3B weisen wir auf diese beiden Möglichkeiten hin, da Jesus selbst uns sagt, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gibt. Wir beten, dass jeder, der auch nur einmal bei 3B dabei war, die Bedeutung dieser Botschaft erkennt:
8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. 9 Um wie viel mehr werden wir nun durch ihn gerettet werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind. 10 Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. 11 Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.
Römer 5: 8-11
Im zweiten Teil dieses Artikels schauen wir uns an, wie die Menschen auf Noahs Botschaft vom Weltuntergang reagiert haben.
[i] https://answersingenesis.org/noahs-ark/how-could-all-animals-fit-ark/

Ein Kommentar zu “Noahs Warnung vor dem Weltuntergang – Teil 1”
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