Nicht gut genug – und das ist gut so!

„15 Er aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel erretten? Siehe, mein Geschlecht ist das geringste in Manasse, und ich bin der Jüngste in meines Vaters Hause.“ Richter 6: 15

„Wenn du an Dich glaubst, kannst du alles schaffen, was Du Dir vornimmst!“ Diese oder ähnliche Aussagen hört man oft: In Filmen für die jugendliche Zielgruppe, in der Schule von Lehrern oder in Gesprächen mit Trainern und Coaches. Liest man sich durch die Biographien der Baseballhelden, kommt einem dieser Satz auch immer mal wieder vor die Augen. Oft liest man in der Biographie, dass der Baseballer in  schwierige Umständen geboren wurde und er es dann durch harte Arbeit und den Glauben an sich selbst bis in den Majors schaffte und dort zu einem bewunderten Baseballhelden wurde.

In unserem Bericht über Gideon lesen wir etwas gegensätzliches. Gideon zweifelte an der Allmacht des Schöpfers und aus Angst vor den Midianitern drosch er seinen Weizen im Versteck in der Kelter.

Doch vor Gott kann sich niemand verstecken. Der allmächtige Schöpfer kennt uns und weiß genau, wo wir sind – und was wir denken. Der Engel des HERRN ging zu Gideon in dessen Versteck. Dessen Gruß ist ermutigend:

„Der HERR mit dir, du streitbarer Held!“ – Gideon hinterfragt diesen Gruß: „Wenn Gott mit uns ist, warum geht es uns dann so schlecht?“ und er zählt Gottes Engel die ganze Misere auf. Die Antwort des HERRN (Richter 6:14) klingt ähnliche wie unser Eingangssatz: „Geh hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel eretten […],“ und er ergänzt: „Siehe, ich [der HERR] habe dich gesandt!“ Und dieser Satz macht den Unterschied, denn Gideon kennt seine Grenzen: „Womit soll ich erretten? Ich bin aus einer unbedeutenden Familie und dazu der jüngste Sohn meines (gottlosen) Vaters!“

700! – Albert Pujols erreicht einen Meilenstein der Baseball-Geschichte

I play to represent God, something bigger than baseball. Albert Pujols Albert Pujols wurde 1980 in der Dominikanischen Republik (Karibik) in sehr arme Verhältnisse hineingeboren und wuchs zuerst bei seinem Vater und seiner Oma, dann bei anderen Verwandten auf. Und immer mehr seiner Familie sind in die USA ausgewandert um dort besser leben zu können.…

Weiterlesen

Gideons Erfahrung sagt ihm, dass seine Kraft nicht groß ist und er nicht gut genug für eine Rettungsaktion ist. Um im Bild zu bleiben: Die Majors sind für ihn unerreichbar. Doch wer denkt, dass der Engel des HERRN zu Floskeln greift: „Glaub an dich selbst, dann schaffst du das!“ kennt unseren Schöpfer schlecht. Er bestätigt Gideon, dass er nicht gut genug ist, indem er ihm zuspricht: „ICH will mit der sein!“ – ER bestätigt ihm: >Ja, du schaffst das nicht, aber ich schon. Und ich bin bei dir! <

Dass Gott, der HERR, bei der Auswahl seiner Helden nicht auf das Äußere oder deren Fertigkeiten schaut, wird durch SEIN Wort hindurch immer wieder deutlich: Bei David schaut er nicht auf dessen Alter, sondern dessen Herz (1 Samuel 16: 7). Und im Brief an die Korinther macht ER deutlich, dass er das „törichte“, das Schwache erwählt, um das zu besiegen, was stark ist (1 Korinther 1:27).

Am deutlichsten sehen wir das aber bei Jesus. Im Buch Jesaja wird Jesus beschrieben:

„Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.“

Jesaja 53: 3.

Jesus sah, vor allem nach seiner Geißelung, nicht wie ein starker Mann aus, der den Tod, unseren Tod, besiegen kann. Und der Glaube an sich selbst hilft am Kreuz hängend auch nicht mehr. Gott, der Schöpfer, war am Kreuz der schwächste Mensch. Doch das war gut so – denn nur in dieser Schwachheit, war es Gott möglich, am Kreuz zu sterben und in das Totenreich zu gehen. Und nur wenn Jesus den Tod erleiden musste, war es möglich, dass er am dritten Tag von den Toten auferweckt werden konnte. Gottes Sieg über den Satan wird in Schwachheit vollendet:

„Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.“

2 Korinther 12: 9

Gott musste schwach werden, um uns vor unseren Sünden zu retten. In seiner Schwachheit war es Gott möglich uns zu retten. Das stellt alles auf den Kopf, was wir Menschen glauben:

„[W]ir aber predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit.“

1 Korinther 1: 23

Gottes Allmacht zeigt sich in absoluter Schwachheit – denn nur dann kann er wunderbar erretten. Nur dann gibt es keine Möglichkeit, dass wir auch nur den kleinsten Beitrag zu unserer Rettung leisten: Ich bin nicht gut genug, um mich selbst zu retten – und das ist gut so, denn es lehrt mich, dass ich Jesus zu meiner Rettung brauche.

27 Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 28 und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist, 29 auf dass sich kein Mensch vor Gott rühme. 30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, 31 auf dass gilt, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!« 

1 Korinther 1: 27-31

War Jesus wirklich tot?

„Gekreuzigt, gestorben und begraben.“ Dies sind die zentralen Aussagen des Evangeliums. Jesus, der Sohn Gottes, der Messias, starb am Kreuz für unsere Sünden. Seine Auferstehung am dritten Tag beweist, dass er tatsächlich der versprochene Erlöser der Menschheit ist. Doch gerade…

Weiterlesen