Posaunenklänge

14 Und die Israeliten dienten Eglon, dem König von Moab, achtzehn Jahre. 15 Da schrien die Israeliten zu dem HERRN, und der HERR erweckte ihnen einen Retter, Ehud, den Sohn Geras, den Benjaminiter; der war linkshändig. Und als die Israeliten durch ihn Geschenke sandten an Eglon, den König von Moab, […] 19 Er selbst aber kehrte um bei den Steinbildern zu Gilgal und sagte: Ich habe dir, o König, etwas Geheimes zu sagen. Der aber gebot: Still! Da gingen hinaus von ihm alle, die um ihn standen. 20 Und Ehud kam zu ihm hinein. Er aber saß in dem kühlen Obergemach, das für ihn allein bestimmt war. Und Ehud sprach: Ich habe ein Wort von Gott an dich. Da stand er auf von seinem Thron. 21 Ehud aber streckte seine linke Hand aus und nahm den Dolch von seiner rechten Hüfte und stieß ihm den in den Bauch, 22 dass nach der Schneide noch der Griff hineinfuhr und das Fett die Schneide umschloss; denn er zog den Dolch nicht aus seinem Bauch. 23 Aber Ehud ging zur Halle hinaus, machte die Tür des Obergemachs hinter sich zu und verschloss sie. […]  26 Ehud aber war entronnen, während sie gewartet hatten, und ging an den Steinbildern vorüber und entkam bis nach Seïra. 27 Und als er hineinkam, blies er die Posaune auf dem Gebirge Ephraim. Und die Israeliten zogen mit ihm vom Gebirge und er vor ihnen her, 28 und er sprach zu ihnen: Schnell mir nach! Denn der HERR hat Moab, euren Feind, in eure Hände gegeben! Und sie zogen hinter ihm hinab und besetzten die Furten am Jordan, die nach Moab gehen, und ließen niemand hinüber“  Richter 3: 14-15+19-23+26-28

Ehud ist ein eher unbekannter der 15 Richter, und doch einer der interessantesten. Nach dem Tod von Otniël „taten die Israeliten wiederum, was dem HERRN missfiel.“ Nachdem der geistliche Anführer gestorben war, wandten sich die Israeliten wieder den falschen Göttern zu, die sie eigentlich hätten austreiben müssen.

Das stellt die Frage an mich, warum ich Jesus nachfolge: Folge ich Jesus nach, weil es eine beeindruckende Person in meinem Leben gibt, die Jesus gehorcht? Und was wird aus meinem Glauben, wenn diese Person nicht mehr in meinem Leben ist?

Argumente für die Auferstehung

„Am dritten Tage auferstanden von den Toten.“ Die Bedeutung dieser zentralen Aussage des Evangeliums kann nicht genug betont werden. Ist Jesus am Kreuz gestorben, aber nicht vom Tod auferstanden, haben wir keine Garantie, dass er tatsächlich der Sohn Gottes, der Messias, der versprochene Erlöser der Menschheit ist, der für unsere Sünden starb. Die Auferstehung von…

Meine Beziehung zu Jesus soll sich auf Seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung gründen und nicht auf menschliche Vorbilder. Es ist richtig, dass wir alle Vorbilder im Glauben und gute Bibellehrer, die uns in Gottes Wort unterrichten, brauchen. Denn das ist ein Auftrag Gottes an uns Eltern und Verantwortliche in der Gemeinde Gottes – und auch an Dich, wenn Du eines Tages Verantwortung übernimmst: In einer Gemeinde aber vor allem in Deiner Familie. Deine erste Verantwortung ist es dann, deinen Kindern das Evangelium von Jesus weiterzugeben.

Doch was macht Ehud so interessant?

Das interessante an diesem Bericht in Richter 3 ist, dass Ehud ein Bild dafür ist, was Jesus für uns getan hat.

Dass Ehud Linkshänder war, soll heute nicht das Thema sein. Diese eher seltene Gabe Gottes verschaffte Ehud einen Vorteil gegenüber den Feinden Israels und er konnte Eglon, den Unterdrücker der Israeliten, töten.

Dieses Ereignis nimmt voraus, was Jesus am Kreuz für uns getan hat: Als Jesus am Kreuz für uns starb, hat er „der Schlange den Kopf zertreten“ (1 Mose 3: 15), dem Unterdrücker und Lügner (Johannes 8: 44) wurde die Macht und das Leben genommen. Doch wie im Bericht über Ehud die Israeliten noch nichts vom Tod Eglons wissen und noch in Gefangenschaft leben, leben auch heute noch viele Menschen in Gefangenschaft, obwohl sie frei von Abhängigkeit und Sünde, der Trennung von Gott, leben könnten.

Hier wird dann Ehud zu einem weiteren Bild für Jesus – dieses Mal zu einem Adventsbild. Jesus wird wieder kommen, angekündigt von einer lauten Trompete (1 Thessalonicher 4: 16). An diesem Tag wird Jesus als Richter auf diese Welt kommen.

Als Ehud die Posaune auf dem Gebirge Ephraim bläst, versammelt er nicht nur die Israeliten hinter sich, nein, er kündigt auch das Gericht für Moab an. Die Israeliten vollziehen das Gericht Gottes an den Moabitern, „sodass auch nicht einer entrann“, so wie sie es von Anfang an hätten tun sollen.

„Zeig mir Gott!“

„Wenn sich dieses Podium 1,5m in die Luft erhebt, eine Minute lang schwebt und dann wieder auf den Boden fällt, dann ist es der Beleg für die Existenz eines übernatürlichen Wesens, denn es würde alles, was wir über physikalische und chemische Gesetze wissen in Frage stellen.“ Diese Antwort gab der Atheist Gordon Stein (1941-1996) 1985…

Nach dem Gericht folgt die Weihnachtsbotschaft in diesem Abschnitt des Berichts über die Zeit der Richter: „Und das Land hatte Ruhe (Frieden) achtzig Jahre.“ Wenn Jesus wiederkommt, kommt er als Richter, um nach dem Gericht an den Menschen, die gegen ihn kämpfen, ewigen Frieden zu schaffen.

Ehud starb und konnte durch seine Anwesenheit nur einen begrenzten Frieden schaffen. Jesus ist ewig und wird durch seine Anwesenheit nach seinem zweiten Kommen ewigen Frieden schaffen. Wirst du dabei sein?

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;

Jesaja 9:5

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