1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. 2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. 1 Mose 2: 1-3 (Luther 2017)
Das Schöpfungswerk Gottes endete am sechsten Tag – oder etwa doch nicht? Lesen wir Vers eins und zwei in 1 Mose 2 genau, stellen wir fest, dass Gott am siebten Tag seine Werke vollendete und dann ruhte (von seinen Werken).
Gottes Wort hat Bestand
Zuerst ist festzuhalten, dass der siebte Tag eine Schöpfung Gottes ist. Die Zahl der Wochentage wurde von Gott festgelegt. Während der Tag, der Monat und das Jahr von Gott durch den Himmelskalender festgelegt wurden, ist die Woche eine Festlegung Gottes ohne einen Hinweis darauf am Himmel. In Bezug zu der BibleTime vergangene Woche ist es interessant festzuhalten, dass in den ersten 13 Jahren der Französischen Revolution ein Kalender galt, der den Gottesbezug im Gregorianischen Kalender abschaffte und deshalb die Zehn-Tage-Woche einführte. Die Führer der Französischen Revolution zeigten damit bewusst oder unbewusst, dass sie sich selbst zu Gott machen wollten. Dieser menschliche Kalender, der sich ironischerweise auch an die von Gott geschaffenen astronomischen Gegebenheiten halten musste, hatte nicht lange bestand. Schon am 31. Dezember 1805 wurde er von Napoleon wieder abgeschafft, und der auf Gottes Wort zurückgehende Kalender wieder eingeführt[i].
Der erste Ruhetag

Erinnern wir uns an den sechsten Tag zurück – Gott gab Adam und Eva den Auftrag, sich die Erde untertan zu machen und sie zu bebauen und zu bewahren. Wenn wir denken, dass sich die beiden sofort ans Werk machten, liegen wir falsch – Adam und Eva hatten zuerst den Ruhetag, bevor sie sich ans Werk machen konnten. Bevor es an die Arbeit geht, dürfen die beiden in Gemeinschaft mit Gott leben und können Kraft tanken.
Die beiden hatten Zeit, sich umzusehen, Gottes sehr gute Schöpfung anzuschauen und zu genießen. Sicher blieb ihnen manchmal der Atem weg, wenn sie die Schönheit sahen, die Gott für sie geschaffen hatte. Selbst heute, nachdem wir nur noch die vom Gericht Gottes (Flut Noahs) gezeichnete Schöpfung sehen, kommen wir oft beim Anblick der Natur nicht aus dem Staunen heraus und beginnen Gott für seine Schöpfung zu loben. Wie schön müssen es Adam und Eva an ihrem ersten Tag gehabt haben und wie laut hat ihr Lob an diesem Tag wohl geklungen?
Ein heiliger Tag

Der siebte Tag ist ein ganz besonderer Tag – das bedeutet heilig. Heilig bedeutet aber noch mehr: Es ist der Tag, der Gott gehört. An sechs Tagen dürfen wir arbeiten – den siebten Tag geben wir Gott. Wie können wir das tun? In Gottes Wort wird klar: An diesem Tag arbeiten wir nicht in unsere Tasche, lernen wir nicht für uns. Am siebten Tag ruhen wir. Wir sehen uns um, erkennen Gottes Heiligkeit und Größe und Loben ihn. Wo besser können wir das tun als in einer Gruppe oder Gemeinschaft von Menschen, die auch Gott für seine Größe und Heiligkeit loben.
Dies ist eine Einladung in die Gottesdienste und Kinderkirchen. Nutzt den siebten Tag, um Gott die Ehre zu geben.
8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 2 Mose 20: 9-11
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[i] https://de.wikipedia.org/wiki/Französischer_Revolutionskalender#Tage

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