14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. 16 Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. 17 Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde 18 und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag. 1 Mose 1: 14-19
Zuerst ist festzuhalten, dass die „Feste“ eine Übersetzungsmöglichkeit des hebräischen |raquia – רָקִ֖יעַ| ist. Am zweiten Tag hat Gott, der Schöpfer, die |raquia| geschaffen – den Raum zwischen den Wassern. Dorthinein hängt[i] Gott jetzt die „Lichter“ (מְאֹרֹת֙ – ma-orot) – übersetzt Lampen.
Diese Lampen haben drei Aufgaben:
Sie scheiden Tag und Nacht – diese Aufgabe hat bisher das von Gott am ersten Tag geschaffene Licht übernommen. Dieses göttliche Licht wird nun durch die Lampen ersetzt.

Dann sind diese Lampen „Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre“. – Gott gibt dem Universum einen Kalender. Bis zum vierten Tag konnten nur Tage (durch eine Erdrotation) gemessen werden. Durch die Schöpfung der Sonne (großes Licht – הַגָּדֹל֙ הַמָּא֤וֹר – ha-go-dol ha-maor) – eine ganz besondere und einzigartige Lampe – kann nun ein Jahr gemessen werden und durch die Sterne (כּוֹכָב – ko-kab) und die menschlich gedeuteten Sternbilder ist es möglich, das Jahr in Monate zu unterteilen und den jeweiligen Anfang der Jahreszeiten (im Zusammenhang mit der Erdneigung) bestimmen.
Drittens haben die Lampen die Aufgabe zu regieren. Die „große Lampe“ regiert den Tag, die „kleine Lampe“ regiert die Nacht. Der Schöpfer gibt diesen Lampen keine Namen (auch nicht den Sternen), die Namen kommen von den Menschen. Gott möchte nicht, dass wir durch die Namensgebung den Eindruck erhalten, dass diese Lampen irgendeinen übernatürlichen Einfluss auf unser Leben haben. Wer geschaffenen Dingen Namen gibt steht immer in Gefahr, diesen Geschöpfen Gottes auch nur uns Menschen vorbehaltene Eigenschaften zuzusprechen. In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, dass diese Lampen zwar regieren (מָשַׁל – mashal), aber nur über den Tag und die Nacht. Sie tun das, indem sie zwischen Licht und Finsternis unterscheiden. Aus 1 Mose 1:4 wissen wir, dass das Licht gut ist. Durch Gottes Wort hindurch wird dies immer wieder bestätigt: Böses geschieht in der Finsternis, unkluge Menschen gehen in die Finsternis und auch der Tod wird mit Finsternis gleichgesetzt.

Im Gegensatz dazu ist das Gute Licht und wer an Gott glaubt geht von der Dunkelheit in das Licht. In Johannes‘ Bericht über das Leben von Jesus finden wir dann mehrfach den Hinweis darauf, dass Jesus das „Licht der Welt“ ist (Johannes 1:5; 3:19) und er hielt auch fest, dass Jesus von sich selbst sagt, das Licht der Welt zu sein (Johannes 8:12). Am Abend vor seiner Kreuzigung erklärt Jesus seinen Jüngern noch einmal, dass „wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“ (Johannes 12:46).
Jesus ist das Licht der Welt, das seine Jünger und uns regieren will. Jesus zwingt uns seine Herrschaft nicht auf:
„28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Matthäus 11: 28-30
Lass Dein Leben von Jesus, dem Licht der Welt, regieren.
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[i] Aus Hiob 26: 7 wissen wir, dass die Erde „über dem Nichts hängt“ und so auch diese Lampen.
