Beim Baseball regeln Regel 3.01 und 6.02, dass ein Pitcher „keine fremden Substanzen“ auf den Ball reiben darf, bzw. etwas an seiner Hand, einzelnen Fingern oder am Handgelenk anbringen“ darf. Beide Regeln verbieten somit den Einsatz von Haftmitteln (wie z.B. Harz oder andere Klebstoffe) um dem Ball mehr Griffigkeit und mehr Rotationsgeschwindigkeit zu geben. Mit mehr Rotation können die Pitcher die Flugbahn des Balles mehr beeinflusse und sie verschaffen sich gegenüber dem Batter einen unfairen Vorteil. Würden Geckos in der MLB spielen, wäre die Frage, ob sie von diesen Regeln ausgenommen wären – die Füße von Geckos sind mit Graten überzogen, die aus Millionen von Härchen (Spatulae) bestehen, und dem Gecko die Fähigkeit verleihen wortwörtlich an der Decke zu gehen.
Die Enden der Härchen sind in hunderte von kleinsten Härchen gespalten. Biologen gehen davon aus, dass diese aufgespaltenen Enden der Härchen van der Waals Kräfte[i] produzieren, die so große Kräfte erzeugen, dass ein Gecko mit nur einem Zeh von der Decke hängen kann.

Es stellt sich jetzt die Frage, wie ein Gecko sich dann überhaupt fortbewegen kann – eigentlich müsste er kaum vom Fleck kommen. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen wachsen die Härchen schräg aus den Füßen und ein Gecko schleift seine Füße eher über den Boden, als dass er sie einfach anhebt. Dabei verändert sich der Winkel der Härchen zur Oberfläche und die van der Waals Kräfte nehmen ab. Abhängig von der Größe der wirkenden Gravitationskräfte entscheidet ein Gecko, wie schnell er geht. Je mehr Haftung er benötigt, umso langsamer geht er.
Fakten
Geckos gehören zu den Eidechsen und es sind etwa 2000 Arten von Geckos bekannt, die zwischen 1,5cm und etwa 55cm lang sind. Geckos gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Mustern, gepunktet wie Leoparden, in einer Farbskala von hellblau bis hin zu Geckos, die ihre Körperfarbe der Umgebung anpassen können.
Wie die Haare von uns, bestehen auch die Härchen an den Füßen der Geckos aus Keratin, sie sind aber nur Ein-Fünzigstel des Durchmessers eines menschlichen Haares.
Man würde nun vermuten, dass die Füße der Geckos immer schmutzig sind, das sie diese großartige Haftfähigkeit haben, doch dem ist nicht so. Die Anziehungskräfte von Schmutzteilchen zu Oberflächen sind deutlich größer als die zu den Härchen an den Füßen der Geckos. Deshalb bleiben ihre Füße immer sauber und erhalten ihre Haftfähigkeit.
Bis auf eine Familie der Geckos, haben alle eine transparente Membran über ihren Augen, die sie anstelle eines Augenlides verschließt. Um das Auge zu reinigen lecken die Geckos einfach den Schmutz von der Membran. Manche Arten von Geckos haben sehr komplex geschaffene Augen, mit denen sie selbst bei Nacht noch Farben sehen können.

Da sie sich von Insekten ernähren sind Geckos gern gesehene Hausgäste, da sie dafür sorgen, dass die Stechfliegen in vor allem tropischen Gegenden nicht überhandnehmen.
Gottes Geschöpf
Im Jahr 2008 berichtete eine Studie über einen in Bernstein eingeschlossenen Gecko. Dessen Füße hatten die gleichen Eigenschaften, wie die heute beobachteten Geckos. Die Biologen konnten sich nicht erklären, warum diese Füße genauso entwickelt waren, da der Fund doch eigentlich viel primitivere Füße haben müsste, als die heutigen Geckos. Im Fossilbericht gibt es keinerlei Hinweise auf eine Entwicklung von primitiven Gecko Füßen hin zu den hochentwickelten Füßen, die heutige Geckos haben. Für Biologen bleibt die Frage des „Wie?“ unbeantwortet und wird es auch bleiben.
Die Füße eines Geckos können sich nicht schrittweise entwickelt haben, nur in der vorhandenen Organisation bieten die Füße die extreme Haftung und gleichzeitig „Selbstreinigung“, die wir beobachten. Alle ersten Schritte dieser angenommenen Entwicklung lassen den Gecko nicht haften, geben ihm keinen Vorteil und es gibt keinen Grund, warum sich diese unnütze Eigenschaft weiterentwickeln sollte.
Die einfachste Antwort für dieses Problem lehnen viele Biologen leider ab: Der allwissende und allmächtige Schöpfer hat den ersten Gecko mit diesen erstaunlichen Füßen (und Augen) geschaffen, damit wir bei der Erforschung zu der Erkenntnis kommen, dass wir im Vergleich zu dem Gott, der sich uns in Seinem Wort offenbart, unvermögend sind und in dieser Erkenntnis Ihm unser Leben anvertrauen und Ihn anbeten.
7 Lobet den HERRN auf Erden, […] 11 ihr Könige auf Erden und alle Völker, Fürsten und alle Richter auf Erden, 12 Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen! 13 Die sollen loben den Namen des HERRN; denn sein Name allein ist hoch, seine Herrlichkeit reicht, so weit Himmel und Erde ist.
Psalm 148: 7a + 11-13
[i] Van der Waals Kräfte sind Anziehungskräfte zwischen zwei Molekülen, die Dipole (eine Seite eher positiv, eine Seite eher negativ) entwickeln.
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