Eine Nase wie ein Multifunktionswerkzeug

Wer sich nicht zu intensiv mit Baseball beschäftigt, kann bei einem Spiel[i] der A’s[ii] ins Grübeln kommen, warum auf dem linken Ärmel ein weißer Elefant aufgestickt ist – warum bloß haben die A’s dieses als eher langsame bekannte Tier als Maskottchen ausgewählt? Im Jahr 1902 wurde John McGraw zu seinen Gedanken zu den (damaligen) Philadelphia A’s gefragt, die durch den Erwerb von Spitzenspielern in der National League Schlagzeilen machten. Unbeeindruckt davon gab McGraw die Antwort, dass „der Club aus Philadelphia kein Geld verdienen wird. Sie halten [mit diesen teuren Spielern] einen weißen Elefanten in den Händen.“ Der Besitzer der A’s, Connie Mack, ließ sich nicht beleidigen und machte einen weißen Elefanten zum Maskottchen der A’s und sich den Spaß, drei Jahre später, als die A’s und die Giants bei den World Series 1905 aufeinandertrafen, McGraw die Statue eines weißen Elefanten zu schenken. Hätte sich John MacGraw in der Fauna Afrikas ausgekannt, hätte er die A’s sicher nicht mit dem geflügelten Wort des „weißen Elefanten“, einem wertlosen, aber für den Besitzer teuren Geschenkes, beleidigen wollen. Denn der Elefant ist ein faszinierendes Tier.

Schon der Rüssel ist gebaut wie ein Multifunktionswerkzeug. Er kann zum abbrechen von Zweigen genauso benutzt werden, wie zum ausreißen von bis zu 250kg schweren Bäumen. Dabei ist der Rüssel so sensibel, dass sich die Spitze sanft um eine einzelne Beere schmiegen kann.

Gleichzeitig atmet der Elefant durch den Rüssel und riecht damit. Auch als Saugvorrichtung ist der Rüssel einzigartig – der Elefant kann damit bis zu zwölf (12) Liter Wasser aufsaugen, entweder um zu trinken oder um sich zu duschen. Was mit Wasser geht, geht selbstverständlich auch mit Staub. Diesen saugt der Elefant auf, um diesen über sich zu zerstäuben um sich gegen Insekten und Sonnenbrand zu schützen. Die Haut der Elefanten ist etwas mehr als 2cm dick und faltig. Die vielen Falten, und die darauf sitzenden Papillen dienen durch die größere Oberfläche der Temperaturregelung. Wird es doch zu heiß, geht der Elefant ins Wasser und unter Wasser dient ihm der Rüssel als Schnorchel.  Damit dies alles möglich ist, hat der Rüssel über 100 000 Muskeln, die ihm Stärke und Beweglichkeit geben. Leicht ist der Rüssel nicht, er kann bis zu 140kg schwer werden.

Doch dies ist nicht das einzige Instrument, das der Elefant nutzt. Seine Stoßzähne benutzt der Elefant als Grabwerkzeug, Transportwerkzeug und als Waffe. Elefanten bevorzugen dabei einen bestimmten Stoßzahn, so wie es auch bei uns Menschen Rechts- und Linkshänder gibt. Damit der Kopf durch den schweren Rüssel und die bis zu 2m langen und 140 kg schweren Stoßzähne (Afrikanischer Elefant) nicht zu schwer wird, ist der Schädel des Elefanten porös gestaltet, um Gewicht zu sparen.

Doch damit sind der Wunder noch nicht genug. Um das Gewicht des größten Landlebewesens zu stützen braucht der Elefant große Füße. Schaut man sich die Knochenstruktur dieser Füße an stellt man fest, dass der Elefant auf seinen Zehen geht, denn nur diese berühren den Boden! Um diese Knochenstruktur zu stützen, ist der Fuß von einem Fettkissen umgeben und so hat der Elefant einen ungemein weichen „Schuh“, der ihm hilft sich beinahe unhörbar fortzubewegen.

Diese planvolle Bauweise ist auch der Grund, warum Elefanten nicht im Schlamm stecken bleiben. Wenn der Elefant seinen Fuß hochhebt, verkleinert sich der Durchmesser und so besteht nie die Gefahr, dass der Elefant stecken bleibt.

Die bis zu sieben Tonnen schweren, männlichen Tiere können bis zu 3,5m groß werden und Leben in Freiheit bis zu 60 Jahren[iii].

Auch das sprichwörtliche „Elefantengedächtnis“ ist nicht nur ein Gerücht. Dies hilft der Matriarchin der Herde, sich an die besten Weidegründe zu erinnern und so die Herde bestens zu versorgen. Neben dem Trompeten des Rüssels können Elefanten auch durch ein tiefes Grollen miteinander kommunizieren. Ihre feinen Ohren nehmen dabei Töne wahr, die wir Menschen nicht hören können. Wie wir Menschen auch, erkennen Elefanten ihr Spiegelbild, können Mengen vergleichen und sogar menschliche Sprachen unterscheiden.

Alle diese wunderbaren Eigenschaften darauf zurückzuführen, dass sich die Elefanten aus einem Klippschliefer und einer Seekuh entwickelt hätten, benötigt viel Kreativität. Abgesehen davon, dass es für diese Behauptungen absolut keine paläontologischen Belege gibt (Fossilen, die die Übergänge belegen würden), ist es unvorstellbar wie sich auch nur der Rüssel durch viele kleine Zufälle zu dem Multifunktionswerkzeug entwickelt haben soll, dass dem Elefanten das Überleben sichert.

Die unglaublichen Eigenschaften der Elefanten sind einfacher und logischer dadurch zu erklären, dass ein allmächtiger, unendlich kreativer und intelligenter Schöpfer die DNA für diese Tiere schrieb und sie entsprechend baute.

Wenn Du also einmal als „Elefant“ verspottet werden solltest, darfst Du Dich daran erinnern, dass der lebendige Gott ein wunderbares Tier geschaffen hat, dessen Existenz auf Ihn, den Schöpfer aller Dinge hinweist.

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.

Offenbarung 4:11

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[i] Oder den Film „Moneyball“ (2011 – Brad Pitt, Chris Pratt, Jonah Hill, Philipp Seymour Hoffmann) anschaut.

[ii] Früher in Philadelphia, dann in Oakland und bald in Las Vegas.

[iii] In Zoos wurden Elefanten auch schon bis zu 80 Jahre alt.

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