Kurze Antworten – Schöpfung und Evolution?

Noch zu Beginn der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in unserer westlichen Kultur für die Mehrheit klar, dass es einen Gott gibt. Uneinigkeit herrschte in der Regel nur darüber, ob jemand diesem Gott gehorchen sollte und ob seine Existenz eine Bedeutung und Auswirkung auf das persönliche Ergehen hat. Dies hat sich geändert. Ein immer größer werdender Teil der westlichen Gesellschaft, darunter auch Jugendliche mit einem christlichen Hintergrund, zieht die Existenz eines Gottes in Zweifel und wenden sich vom christlichen Glauben ab[i]. Haben nicht die Ergebnisse der Wissenschaft gezeigt, dass für die Entstehung unseres Universums kein Gott notwendig ist? In dieser Serie finden wir Antworten auf diese, und ähnliche, Fragen.

Viele Christen glauben, es sei unnötig sich mit der Frage ob der Gott der Bibel unser Universum schuf oder unser Universum und das Leben durch chemische und biologische Evolution entstanden ist, auseinanderzusetzen. Sie sagen, dass Christen sich über viele Themen wie zum Beispiel Taufe, Zungenrede, die Wiederkunft Jesu und andere uneinig sind. Können Christen dann nicht auch unterschiedliche Ansichten über die Entstehung der Erde haben?

Die kurze Antwort: Nein. Und hier kommt die Begründung: Wenn Christen eine Lehre in der Bibel unterschiedlich verstehen oder auslegen, begründen sie ihre Meinung mit den Worten der Bibel. Als Beispiel sehen wir uns einmal die Lehre von der Wiederkunft Jesu an. Bei diesem Thema gibt es viele unterschiedliche Ansichten: Die Entrückung der Christen findet vor, oder nach oder während des 1000-jährigen Reiches statt. Und in den allermeisten Fällen wird für diese Ansichten die Autorität des Wortes Gottes herangezogen. Das Buch Daniel wird mit dem Buch Hesekiel und der Offenbarung abgeglichen um Gottes Wort richtig zu verstehen.[ii] Es wird der beste Kommentar für die Bibel verwendet – die Bibel selber!

Doch auf diese Art kommen Christen nicht zu den unterschiedlichen Ansichten über die Entstehung des Universums. Die Art und Weise wie Christen zu diesen unterschiedlichen Ansichten über das 1 Buch Mose kommen, ist, dass Ideen, die sich nicht in der Bibel finden in die Worte Gottes hineininterpretiert werden. In dem weltliche Ideen wie Evolution, die Annahme, dass das Universum Milliarden von Jahren alt ist, dass alles immer gleich bleibt und die Natur aus sich selbst heraus schafft (alles heidnische Glaubenselemente) in die Bibel hineingelesen werden, führt zu Modellen wie der Day Age Theory, der Lückentheorie, Progressiver Schöpfung, Göttliche Evolution, der Framework Theory, dem Kosmischen Tempel und anderen[iii].

Die Auseinandersetzung zwischen Schöpfung und Evolution ist tatsächliche eine Auseinandersetzung zwischen dem Wort Gottes und den Worten von Menschen. Entweder ist das Wort Gottes wahr oder die Worte von Menschen werden zur abschließenden Autorität.

Es ist wahr, der Leib Jesus (alle Christen) sollen „eins sein“ (Epheser 4:13-15) aber diese Einheit ist auf die ausschließliche Wahrheit des Wortes Gottes gegründet (Römer 16:17; 2 Timotheus 3:16). Werden wir Christen vereint auf dem Fundament des Wortes Gottes stehen und darauf vertrauen, dass der Schöpfer des Universums ein hervorragender Lehrer ist? Glauben wir dem Schöpfungsbericht im ersten Buch Mose, bestätigt durch Jesus (Matthäus 19:3-6) und durch die wissenschaftliche Methode bekräftigt?


[i] Ham, K.&Beemer, B. „Already Gone – why your kids will quit church and what you can do to stop it”, Masterbooks, Green Forest, 2009

[ii] Dies nennt man Exegese.

[iii] Dies nennt man Eisegese.