„Wer an Gott glaubt muss seinen Verstand aufgeben!“, bekommt man als Christ in unregelmäßigen Abständen zu hören. Doch nichts wäre ferner. Gottes Existenz ist die Grundlage für Logik und letztendlich auch dafür, dass wir Naturwissenschaften betreiben können.
Die Bibel geht völlig selbstverständlich davon aus, dass Gott existiert. „Am Anfang schuf Gott …“ – An keiner Stelle versucht die Bibel Gottes Existenz zu beweisen oder zu belegen. Und dafür gibt es einen guten Grund: Wenn wir versuchen, etwas durch Logik zu beweisen, zeigen wir, dass etwas wahr sein muss, da es die logische Folge eines maßgebenden Ursprungs ist. Doch es gibt nichts maßgebenderes als Gott und sein Wort. Gott weiß alles, kennt alles – er ist allwissend. Daher ist es sehr vernünftig unsere Weltanschauung darauf zu bauen, was uns Gott in seinem Wort, der Bibel, wissen lässt.
Jetzt mag jemand widersprechen und sagen es sei unwissenschaftlich und nicht logisch seine Weltanschauung auf Gottes Wort zu gründen. Doch nichts ist weiter entfernt von der Wahrheit. Der Glaube an Gott ist die Grundlage für Logik und die wissenschaftliche Methode. Nehmen wir zum Beispiel das Gesetz des ausgeschlossenen Widerspruchs („Nicht-Widerspruchs“), welches sagt, dass „A“ und „Nicht-A“ gleichzeitig existieren können. Zum Beispiel ist es nicht logisch, dass ein Baseball vom Batter zum Home Run geschlagen wird und dieser ihn gleichzeitig für einen Strike nicht trifft. Wir wissen, dass dies wahr ist und Sinn macht. Doch – warum ist dies immer wahr und wie wissen wir das?
Nur die Bibel hat darauf eine Antwort: Gott ist in sich selbst widerspruchsfrei, deshalb folgt das Gesetz des ausgeschlossenen Widerspruchs dem Charakter Gottes. Wir sind als Ebenbilder Gottes geschaffen und kennen daher instinktiv dieses Gesetz. Es ist fest in uns verdrahtet. Logisches Denken und Begründen ist uns möglich, da Gott logisch handelt und begründet und wir in seinem Ebenbild geschaffen sind. Wenn wir logische Fehler machen, unlogisch denken, liegt es daran, dass wir seit dem Sündenfall in einer vor Gott gefallenen Welt leben.

Wäre das Universum nur durch bloße physikalische Zufälle entstanden, wäre logisches Denken nicht möglich. Wären die Vorgänge in unseren Gehirnen nur das Produkt zufälliger chemischer Reaktionen – woher sollten wir dann erkennen können, dass etwas wahr ist? Ein Weltbild ohne einen Schöpfer hat keine Grundlage für das Vorhandensein von logischem Denken.
In gleicher Weise ist nur das biblische Weltbild in der Lage, die Existenz der wissenschaftlichen Methode und deren Verlässlichkeit zu garantieren. Die Naturwissenschaften sind davon abhängig, dass es im Universum eine Ordnung und Naturgesetze gibt, die sich nicht willkürlich ändern. Wenn das Universum zufällig entstanden ist, können sich die Naturgesetze jederzeit wieder zufällig (willkürlich) ändern. Es gibt keine Garantie, dass wir die Welt morgen früh so antreffen, wie wir sie beim zu Bett gehen gekannt haben. Viele andere Dinge ändern sich ständig – warum nicht auch die Naturgesetze?
Die Bibel erklärt auch das: Es gibt verlässliche Gesetze, da es einen logisch denkenden Gesetzgeber gibt, der das Universum geschaffen hat und dieses zuverlässig und nachvollziehbar erhält. Gott verändert sich nicht, und so verändert sich auch nicht die Ordnung des Universums. Wissenschaft und Logik können nur mit dem biblischen Weltbild sinnvoll begründet werden.

Das bedeutet nicht, dass nur Christen logisch denken und wissenschaftlich arbeiten können. Aber jeder Naturwissenschaftler kann nur deshalb verlässlich wissenschaftlich arbeiten, da er sich auf die Ordnungen des Schöpfers beruft – bewusst oder unbewusst. Selbst Wissenschaftler, die Gott ablehnen müssen zwangsläufig biblische Prinzipien anwenden, wenn sie wissenschaftlich arbeiten und logisch begründen.
Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen. Darum haben sie keine Entschuldigung.
Römer 1:20


Ein Kommentar zu “Grundlage der Logik”
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