Ankündigung des Boten
Maleachi (מַלְאָכִי – mein Bote) war der letzte der Propheten des Alten Testaments und er gab eine Vorhersage darüber, was die Menschen als Erstes sehen würden, wenn der Messias erscheint – einen Boten, der den Weg vorbereitet. Maleachi lebte vor etwa 2.400 Jahren, und sein Buch der Prophezeiung ist das letzte und jüngste unter den 39 Büchern des Alten Testaments.
Seine Prophezeiung über einen Vorläufer des Messias (Maleachi 3,1) ist einer Prophezeiung ähnlich, die ein Prophet namens Jesaja etwa 300 Jahre zuvor (Jesaja 40,1–9) gegeben hatte. Maleachi fügt jedoch ein zusätzliches Detail über den Zeitpunkt der Ankunft des Messias hinzu – er weist darauf hin, dass der Messias zu einer Zeit kommen würde, in der es einen Tempel in Jerusalem gab:
1 Siehe, ich will meinen Boten (מַלְאָכִי ) senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth.
Maleachi 3,1
Der Messias wird hier als „der Herr, den ihr sucht“ bezeichnet. Die Frage an dich heute lautet: Suchst du den Herrn? Suchst du Gottes Nähe, willst du dich ihm unterordnen und nach seinen Regeln dein Leben gestalten?
Wenn Du diese Fragen mit „Ja“ beantwortet hast, habe ich gute Neuigkeiten für dich, denn Gottes Wort berichtet gleich zweimal, dass Jesus das folgende sagte:
7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. 8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Matthäus 7:7-8 | Lukas 11:9-10
Wenn Du Gott – Jesus ernsthaft suchst, wird er sich von dir finden lassen und wird seinen Platz in deinem Leben einnehmen.
Sichtbar
„20 Und jene sind es, die auf das gute Land gesät sind: Die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach. 21 Und er sprach zu ihnen: Zündet man denn ein Licht an, um…
WeiterlesenWann kommt der Bote?
Der Tempel, der zur Zeit Maleachis sowie zur Zeit von Johannes dem Täufer und Jesus existierte, wird als der Zweite Tempel bezeichnet. Er wurde etwa 516 v. Chr. geweiht, um den ersten Tempel zu ersetzen, der etwa 70 Jahre zuvor, um 588 v. Chr., von den Babyloniern zerstört worden war.
Der Zweite Tempel stand etwa 586 Jahre lang, bevor er im Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört wurde. Seitdem wurde der Tempel nie wieder aufgebaut; seit fast 2.000 Jahren gibt es keinen Tempel mehr in Jerusalem.
Maleachis Prophezeiung macht klar, dass der Messias in der Zeit nach dieser Prophezeiung (etwa 2400 v.Chr.) kommen würde, und bevor die Römer den Zweiten Tempel zerstörten (70 n. Chr.).
Auch wenn dies ein breites Zeitfenster ist, blieb es seit der Zeit der Römer geschlossen. Und Jesus erschien tatsächlich als der Messias kurz bevor dieses Zeitfenster sich schloss.
Der Angekündigte Bote
Der Bote, den Maleachi (Maleachi 3,1) ankündigt, war Johannes der Täufer, der den Weg für Jesus vorbereitete. Johannes predigte eine Botschaft der Umkehr, verkündete, dass das Reich Gottes nahe sei, und prophezeite, dass bald jemand Größerer als er selbst kommen würde – der Messias (Johannes 1:26-27).
Johannes war der letzte in einer langen Reihe von Propheten vor der Zeit des Messias, die das erste Kommen des verheißenen Messias verkündigten (Matthäus 3,11; Johannes 1,29–34).
Auch wenn Gottes Wort ausreicht um zu bezeugen, dass Johannes eine historische Person war, kann es doch auch hilfreich sein zu wissen, dass auch der jüdische Historiker Josephus (37/38 – 100 n.Chr.) über das Leben und den Tod von Johannes (Matthäus 14:1–12; Markus 6:14–29; Lukas 9,1–9) berichtete:
„Einige der Juden waren der Meinung, dass die Vernichtung von Herodes’ Heer von Gott kam und dies sehr gerecht als Strafe für das geschah, was er Johannes angetan hatte, der der Täufer genannt wurde; denn Herodes ließ ihn töten, obwohl er ein guter Mann war und die Juden aufforderte, Tugend zu üben, sowohl Gerechtigkeit untereinander als auch Frömmigkeit gegenüber Gott, und so zur Taufe zu kommen …“
Josephus, Jüdische Altertümer, Buch XVIII, Kapitel 5.
Die Ankündigung des Boten
Gegen Ende seines Wirkens, bei dem Johannes die Menschen auf das Kommen Jesu und dessen Dienst vorbereitet hatte, kommt Jesus zu Johannes und lässt sich im Jordan taufen. Daraufhin verkündet Johannes, dass Jesus der Messias ist, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt:
29 Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! 30 Dieser ist’s, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. 31 Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser. 32 Und Johannes bezeugte es und sprach: Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist’s, der mit dem Heiligen Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.
Johannes 1,29–34
Nach diesem Ereignis beginnt Jesus seinen öffentlichen Dienst, predigt vom Reich Gottes und zeigt durch seine Wunder dem ganzen Land Israel, dass er tatsächlich der angekündigte Messias, Gottes Sohn – das alles sind Titel, die Jesus als den menschgewordenen Schöpfer ausweisen – ist.
Großes Wachstum
„26 Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft 27 und schläft und steht auf, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst – er weiß nicht wie. 28 Von selbst bringt die…
WeiterlesenReaktionen auf die Ankündigung
Lesen wir den Bericht des Johannes über das Leben von Jesus weiter, lernen wir, dass zwei der Schüler von Johannes neugierig wurden, zu Jesus gingen und mit ihm aßen. Sie wollten mehr von Jesus wissen. Aber nicht durch Hörensagen, sondern in der persönlichen Begegnung.
Bei 3B weisen wir auf Jesus hin. Wir wünschen uns, dass jeder von euch die persönliche Begegnung mit Jesus sucht. Lernt nicht nur von uns, den Boten – lernt von Jesus selbst und lest in Seinem Wort, was er euch sagt.
26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt. 27 Der wird nach mir kommen, und ich bin nicht wert, dass ich seine Schuhriemen löse.
Johannes 1:26-27
