Gott mit uns

14 Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau [עַלְמָה – almah] ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel. Jesaja 7: 14

Gott, der Schöpfer, kann tun was er will, wann er will und Er entscheidet wie er dabei vorgeht – das bedeutet es, wenn wir sagen Gott sei allmächtig. In Seinem Wort, das Er uns in der Bibel offenbart, sehen wir das zum Beispiel, wenn jahrhundertealte Vorhersagen wortwörtlich eintrafen. Eine dieser Vorhersagen ist die Ankündigung Gottes, dass der verheißene Retter von einer Jungfrau geboren werden wird. Doch diese Ankündigung wird auch von Menschen angezweifelt, die Gottes Wort lesen, mit Gott im Gebet reden und Ihn in Gottesdiensten anbeten und dort Sein Wort hören. Sie fragen, wie es möglich sein kann, dass Jesus ohne das Zutun eines Mannes gezeugt werden konnte und erklären, dass das Wort „Jungfrau“ in Jesaja 14 eigentlich mit „junge Frau“ übersetzt werden müsste, was auch in Anmerkungen zu dieser Stelle in vielen Übersetzungen zu lesen ist. Heute schauen wir uns diese Vorhersage etwas genauer an.

Die Geburt von Jesus war nicht die einzige, nicht für möglich gehaltene Geburt, über die wir in Gottes Wort lesen. Es beginnt mit der Geburt von Abrahams verheißenem Sohn Isaak. Abrahams Ehefrau Sarah war biologisch zu alt, um noch Kinder zu zeugen (1 Mose 18:11), und trotzdem brachte sie mit 90 Jahren (1 Mose 17:17) Isaak auf die Welt.

Der Sohn von Isaak, Jakob, heiratete Rahel, die auch lange Jahre kinderlos blieb und erst spät Kinder zur Welt brachte; ihr erster Sohn war Joseph (1. Mose 30:22-24).

In 1 Samuel 1+2 lesen wir von Hannah, die kinderlos blieb und dann auf ein Wort Gottes hin den Samuel gebar, der später Saul und David zu Königen salbte.

In den Berichten über die Geburt von Jesus lesen wir dann auch über die Geburt von Johannes. Seine Eltern waren beide alt und glaubten nicht mehr daran, dass sie einmal ein Kind haben würden. Doch dann erwählte Gott gerade dieses Ehepaar um ein weiteres seiner Versprechen zu erfüllen: Ihr Sohn sollte die „Stimme eines Predigers in der Wüste“ werden, der Jesus Wirken auf dieser Erde ausrufen würde (Jesaja 40:3; Markus 1:3; Johannes 1:23).

Alle diese Berichte geben eine klare Antwort auf die Frage: „Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?“ (1. Mose 18:14; Jeremia 32:27): Nein, dem Schöpfer des Himmels und der Erde (des ganzen Universums) ist nichts unmöglich!

GEBOREN VON DER JUNGFRAU MARIA

Geboren von der Jungfrau Maria

Advent, Weihnachten – viele Menschen verbinden mit dieser Zeit viele unterschiedliche Gedanken, Gefühle und Erinnerungen. In dieser Serie gehen wir den Ursprüngen von Weihnachten nach und welche Bedeutung diese Weihnacht für unser Leben hat. „Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird…

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Mit diesem Wissen können wir ganz gelassen die Ankündigung von Jesus‘ Geburt anschauen.

Tatsächlich kann man das Wort | עַלְמָה – almah|, das Jesaja an dieser Stelle verwendet, (Jesaja 7:14) mit „junge Frau“ übersetzen. Jesaja schrieb hier nicht| בְּתוּלָה – betulah|, das an anderen Stellen, zum Beispiel in Gesetzestexten in Gottes Wort, für „Jungfrau“ verwendet wird.

Doch war das an dieser Stelle auch nicht nötig. Denn gleich darauf schreibt Jesaja, dass der Name des Sohns | עִמָּנוּאֵל – Immanuel| sein wird. Immanuel bedeutet „mit uns Gott“. Der Sohn, der von dieser „jungen Frau“ geboren werden wird, ist Gott, der Schöpfer selbst, der zu seinen Menschen kommt.

Ein Sohn, der von einem Mann und einer Frau gezeugt wird, ist nicht Gott. Ein Mann kann zwar behaupten, dass er Gott sei, doch dann muss er zeigen, dass er allwissend, allmächtig und allgegenwärtig ist. Diese drei Eigenschaften sind die Prüfsteine für diese Behauptung. Wer diese Eigenschaft nicht besitzt, ist nicht Gott selbst.

Jesus erhob den Anspruch, Gott zu sein. Johannes berichtet, dass Jesus sagte, „Er sei eins mit dem Vater“ (Johannes 10:30)[i]. Dass die Umstehenden verstanden, dass er damit sagte, er sei der Schöpfer selbst, zeigt sich darin, dass Johannes im nächsten Satz berichtet, dass Jesus auf diese Aussage hin durch Steinigung, der Strafe für Gotteslästerung, hingerichtet werden sollte.

Jesus ist nur dann Gott, der als Mensch erkannt wird, wenn er durch den Heiligen Geist gezeugt wurde und von einer Frau geboren wurde. Um sicherzustellen, dass kein Mann an der Zeugung beteiligt ist, muss die Frau unberührt sein, um alle Zweifel auszuschließen[ii].

Dass | עַלְמָה – almah| bei Jesaja als „Jungfrau“ verstanden werden muss, zeigt sich dann auch in den griechischen Übersetzungen des Jesajatextes bei Matthäus (1:23) und Lukas (1:27). Beide Schreiber verwenden das Wort | παρθένος – parthenos|, das für junge, unverheiratete und unberührte Frauen verwendet wurde.

Und die ersten Christen und Kirchenväter folgten diesem Verständnis. Sowohl im Apostolischen[iii], als auch im Nicänischen[iv] Glaubensbekenntnis wird Maria als Jungfrau (unverheiratet, unberührt) bezeichnet.

ES GIBT DA EIN ALTES BUCH …

Es gibt da ein altes Buch …

„Die Bibel ist doch ein altes Buch, was hat das noch mit meinem Leben zu tun?“ Bei dieser Frage schwingt neben der offensichtlichen Frage „Was haben über 2000 Jahre alte Texte noch mit meinem Leben zu tun?“, auch die Frage mit, wie wir sicher sein können, dass die Texte verlässlich überliefert wurden. Hierzu gibt es…

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Wer sagt, dass Maria nur eine „junge Frau“ war, sollte die obigen Argumente mit Hilfe von Gottes Wort entkräften können. Und er oder sie steht vor dem theologischen Problem, dass ein Mann, der von einem Mann und einer Frau gezeugt wurde, ein Nachfahre Adams, und somit Sünder ist (Römer 5: 12-20), nur für seine eigene Sünde sterben kann. Er kann nicht die Sünde der Welt tragen (Johannes 1:29), so wie Jesus das für uns tat. Wer sein Konto schon mit eigenen Schulden überzogen hat, kann nicht noch die Schulden aller anderen Schuldner darauf übertragen.

Es ist für uns vielleicht schwer zu verstehen, dass Jesus vom Heiligen Geist gezeugt und der Jungfrau Maria geboren wurde. Es ist jedoch die einzig logische Erklärung dafür, dass Jesus für meine und deine Schuld am Kreuz starb, damit wir nicht für unsere Sünden sterben müssen, sondern mit Jesus ewig leben können. Glauben wir das, ist Gott tatsächlich mit uns – Immanuel!

Jesus ist Gott und lebte unter uns. Er lebte ein schuldloses Leben, starb unschuldig am Kreuz und konnte so die Sünde aller Menschen auf sich nehmen. Wer dies glaubt, seine eigene Sünde erkennt und zu Jesus ans Kreuz bringt, dem ist seine Schuld vergeben, ist eine neue Schöpfung und wird ewig mit Jesus leben (Philipper 2:6-11).

14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.15 Johannes zeugt von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. 16 Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. 17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. 18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.

Johannes 1:14-18

[i] Wer herausgefordert wird, zu zeigen, wo Jesus von sich selbst sagte, Gott selbst zu sein, kann auf Johannes Kapitel 10 verweisen. Sicher: Jesus sagt nicht eins zu eins „Ich bin Gott“. Doch durch seine Aussagen und Erklärungen macht er eindeutig klar, dass er Gott selbst ist. Und die heftigen Reaktionen der anwesenden in der Schrift gelehrten Juden weisen eindeutig darauf hin, dass sie Jesus auch genauso verstanden, dass er ihnen in dieser Situation unmissverständlich mitteilte, dass er Gott selbst ist.

[ii] Wir sehen dieses „Sicherheitsprinzip“ z.B. auch bei der Zeugung von Isaak. Als Abraham bei Abimelech ist, sorgt Gott durch einen Traum dafür, dass Sarah nicht von Abimelech (oder anderen Männern seines Gefolges) berührt wird. So ist klar, dass Isaak von Abraham gezeugt wurde (1 Mose 20:1-8).

[iii] qui conceptus est de Spiritu Sancto, natus ex Maria Virgine

[iv] et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine