Festgetreten

„13 Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr dann die andern alle verstehen? 14 Der Sämann sät das Wort. 15 Diese aber sind es, die an dem Wege sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war. 16 Und diese sind es, die auf felsigen Boden gesät sind: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, 17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so kommen sie alsbald zu Fall. 18 Und andere sind es, die unter die Dornen gesät sind: Die haben das Wort gehört, 19 und die Sorgen der Welt und der trügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. 20 Und jene sind es, die auf das gute Land gesät sind: Die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach.“ Markus 4: 13-20 (Luther 2017)

Wenn der Batter weiß, welchen Wurf ihm der Pitcher zuwirft und er trotzdem nicht trifft, dann beginnen die Coaches an seinen Fähigkeiten zu zweifeln: Ist er wirklich der richtige Spieler für die Mannschaft? So ähnlich ging es wohl Jesus, als er seinen Zuhörern und Jüngern das Gleichnis vom Sämann erzählte und seine Jünger ihn anschließend fragten, was dieses Gleichnis denn bedeute. Er stellte seinen Jüngern dann diese Frage: Wenn Ihr dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann alle anderen Gleichnisse verstehen? Doch er nahm sich Zeit und erklärte ihnen worum es Ihm in diesem Gleichnis ging. Für unser Verständnis müssen wir uns zuerst in die Zeit von Jesus versetzen um unser Bild von einem Acker mit dem des Ackers zu Jesus‘ Zeiten zu ersetzen.

Was ist ein Gleichnis?

„1 Und er fing abermals an, am Meer zu lehren. Und es versammelte sich eine so große Menge bei ihm, dass er in ein Boot…

Äcker in Jesus‘ Zeit

Vor zweitausend Jahren waren Äcker nicht klar abgegrenzt wie heute. Die Äcker lagen neben Wegen und Straßen. Der Übergang zwischen Acker und Weg, fruchtbarer Erde und festgetrampeltem, hartem Weg war fließend. Unkrautvernichtungsmittel waren nicht bekannt und so wuchsen im fruchtbaren Boden auch Dornen und Disteln, nicht überall, jedoch an den Rändern und schlecht zugänglichen Stellen. Der Acker war nicht immer so eben wie heute, sondern er floß mit dem Land und lag er vor einem Hang oder Berg, waren am Rand, manchmal auch auf der Fläche des Ackers größere Felsbrocken zu finden. Für die Maschinenarbeit heutzutage nahezu undenkbar, war es durch bei der Handarbeit möglich, um diese Hindernisse herumzuarbeiten. Es war zwar zeitaufwendig aber möglich.

Der Sämann

Auch beim aussäen waren diese Gegebenheiten eher zweitrangig. Der Sämann trug das Saatgut in einem Tuch um die Schulter und streute das Saatgut mit vollen Händen aus. In der Regel wurde diese Arbeit von den Knechten des Besitzers des Ackers ausgeführt. Der Acker gehört nicht dem Sämann, der Acker gehört seinem Herrn. Der Sämann arbeitet nicht für seine eigene Ernte, er sät für seinen Herrn. Wenn die Frucht reif ist gehört er eventuell zu den Schnittern, es ist aber mehr wahrscheinlich, dass er dann auf einem anderen Besitz seines Herrn Samen ausstreut oder Pflänzlinge setzt. Seine Gabe ist das säen und Pflanzen. Zur Ernte hat sein Herr Ernteexperten im Dienst.

Das bedeutet für uns bei 3B zwei Dinge: Wir stehen im Dienst Gottes, der uns aufgetragen hat, sein Wort vom Tod Jesu am Kreuz und Seine Auferstehung weiterzuerzählen. Bei jeder BibleTime sollen wir das Wort Gottes ausstreuen und Euch die Gute Nachricht von der Vergebung Eurer Sünden durch den Tod von Jesus weitersagen. Diese Aufgabe hat uns unser Herr Jesus übertragen.

Zweitens wissen wir, dass nicht wir dafür verantwortlich sind, wenn diese Botschaft in Euren Herzen eine Wurzel findet. Im Gleichnis ist der Besitzer für seinen Acker verantwortlich, genauso, wie Gott verantwortlich für Euer Herz ist. Wir sind nur dafür verantwortlich, euch das uns anvertraute Wort Gottes weiterzusagen. Nicht dafür, was in eurem Herzen geschieht.

Der harte Weg

Wenn wir das Wort Gottes mit vollen Händen auf den Acker ausstreuen, dann wissen wir auch, dass manche Samen am Rand des Feldes auf harten Boden fallen werden. Wir wissen bei Euch, dass Ihr gerne Baseball spielt – sonst wärt Ihr nicht hier. Wir können aber nicht sagen, ob ihr bei der Bible Time euer Herz für das Wort Gottes geöffnet habt. Ihr hört das Wort Gottes aber ihr lasst es nicht in euer Herz. Dafür gibt es mehrere Gründe. Vielleicht habt ihr schon so oft von Jesus Tod am Kreuz gehört, dass euch diese Nachricht inzwischen unwichtig erscheint.

Manche von euch finden das, was ihr über Jesus hört vielleicht interessant, aber auf dem Weg nach Hause oder am Abend, findet ihr die neuesten Videos oder Videospiele fiel interessanter und vergesst, was Euch Gott heute sagt.

Bei anderen von Euch ist es vielleicht so, dass Euch andere Menschen erzählen, dass die BibleTime vielleicht nicht schlecht ist, aber sicher nicht so wichtig, dass du dein Leben deshalb ändern solltest. Es gibt doch genügend Bücher und Selbsthilfevideos, die dir genauso gut, und dabei weniger dramatisch, helfen können, dein Leben erfolgreich zu gestalten.

Fällt das Wort Gottes auf ein hartes Herz, findet es keinen Eingang.

Ein hörendes Herz

„Du kannst Dir wünschen, was du willst.“ – Macht ein Mensch dieses Angebot, sind der Erfüllung des Wunsches Grenzen gesetzt. Ganz anders, wenn der lebendige…

Was können wir tun?

Wenn Du das Wort Gottes nicht in dein Herz lassen willst, gibt es keinen Trick, keine Formulierung, die wir nutzen können, um Dein Herz zu erweichen. Wir können auch nicht verhindern, dass Du jeden Freitagabend schon wieder vergessen hast, was Dir Gott in der BibleTime sagen wollte. Wir sind der Sämann, wir erzählen Dir von Jesus, und warum er für Dich gestorben ist. Gott gehört Dein Herz.

Wir beten, dass Ihr alle ein neues Herz erhaltet: Kein hartes Herz, sondern ein Herz aus Fleisch. Dann wird Gott Dir Seinen Geist geben und Du wirst in seinem Wort und nach Seinem Gesetz leben. Das ist neben dem aussäen die andere Aufgabe, die wir haben.

26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.

Hesekiel 36: 26-27