„17 Und Manoach sprach zum Engel des HERRN: Wie heißt du? Denn wir wollen dich ehren, wenn nun eintrifft, was du gesagt hast. 18 Aber der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch wunderbar ist? 19 Da nahm Manoach ein Ziegenböcklein und Speisopfer und brachte es auf einem Felsen dem HERRN dar. Und Wunderbares geschah; Manoach aber und seine Frau sahen zu. 20 Und als die Flamme aufloderte vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des HERRN auf in der Flamme des Altars. Als das Manoach und seine Frau sahen, fielen sie zur Erde auf ihr Angesicht. 21 Und der Engel des HERRN erschien Manoach und seiner Frau nicht mehr. Da erkannte Manoach, dass es der Engel des HERRN war, 22 und sprach zu seiner Frau: Wir müssen des Todes sterben, weil wir Gott gesehen haben. 23 Aber seine Frau antwortete ihm: Wenn es dem HERRN gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er das Brandopfer und Speisopfer nicht angenommen von unsern Händen. Er hätte uns auch all das nicht sehen und jetzt nicht hören lassen.“ Richter 13: 17 – 23
Geschichte wiederholt sich – das sagt uns Gott auch im Prediger: „…es geschieht nichts Neues unter der Sonne.“ Gehen wir etwa 1200 Jahre vorwärts in der Geschichte, dann lesen wir im Bericht des Lukas (Lukas 1: 26-38). Dort kommt ein Engel zu einer jungen Frau, die noch Jungfrau ist, und sagt ihr, dass sie Gnade bei Gott gefunden habe. Sie werde schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen.
Doch hier hören die Ähnlichkeiten auf. Als Manoachs Frau ihrem Mann von der Begegnung erzählt, traut dieser dem Bericht seiner Frau nicht und bittet Gott, dass er seine Nachricht wiederholt. Diese Bitte wird ihm gewährt und Manoach hört vom Engel des HERRN die Botschaft erneut.
Das Leben in Gottes Hand gelegt
Maria kann sich nicht vorstellen, wie sie schwanger werden könnte, und fragt den Engel, wie dies denn geschehen solle. Sie erhält zur Antwort, dass der Heilige Geist über sie kommen werde und ihr Sohn wir Gottes Sohn sein. Diese Antwort war nicht leicht zu verdauen – doch Maria kennt die richtige Antwort: „Ich bin eine Dienerin Gottes, mach mit wir, wie es Dir gefällt.“ Maria legt ihr Leben buchstäblich in Gottes Hand. Die Menschen in ihrem Dorf hätten sie leicht des Ehebruchs verdächtigen können, worauf die Todesstrafe stand.
Doch Maria wusste, dass das, was Gott verspricht, er auch hält. Wenn Gott sagt, dass sie einen Sohn gebären würde, dann würde sie dieses Kind auch in ihren Armen halten. Nach Marias Bereitschaft, Gott mit ihrem ganzen Leben zu dienen, verlässt sie der Engel.
Geboren von der Jungfrau Maria
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Gott, wer bist du?
Manoach fragt den Engel des HERRN, ob Er bei ihnen bleiben möchte. Zum einen ist es sicher Gastfreundschaft, die Manoach hier lebt. Zum anderen möchte er sicherstellen, dass sie während der Schwangerschaft nichts falsch machen. Doch der Engel des HERRN lehnt ab. Menschen können Ihm nichts geben, was nicht sowieso schon Ihm gehört. Daraufhin fragt Manoach den Engel des HERRN nach seinem Namen – und die Antwort klingt so ähnlich wie etwa 250 Jahre zuvor, als ein Mann namens Mose bei einem brennenden Dornbusch Gott nach seinem Namen fragte: „Warum fragst du? Mein Name ist wunderbar.“ Noch immer ist Manoach nicht klar, mit wem er redet. Erst als er JHWH, dem HERRN ein Speisopfer bringt und eine Flamme vom Alter in Richtung Himmel auffährt und der Engel mit dieser Flamme im Himmel verschwindet, erkennt er, dass er es mit Gott selbst zu tun hatte.
Vor Gott Furcht haben und Gott fürchten
Manoach bekommt es nach dieser Erfahrung mit der Angst zu tun und hat Angst, sein Leben zu verlieren, da er Gott gesehen hat. Seine Frau hat keine Angst. Sie fürchtet Gott und weiß, dass sie keine Angst um ihr Leben haben müssen. Wenn Gott etwas verspricht, dann hält er es auch. Sie weiß, dass sie in wenigen Monaten einen Sohn in ihren Armen halten wird.
Wer Gott fürchtet muss keine Furcht vor Ihm haben
In beiden Berichten wird deutlich, dass die Frauen Gott fürchten. Sie kennen Gott gut genug, um zu wissen, dass er Seine Versprechen hält, und das das, was Er sagt auch eintreffen wird. Beide Frauen waren sich deshalb sicher, dass sie in Kürze einen Sohn im Arm halten würden – und sie wussten, dass ihr Sohn der Retter des Volkes Israel sein würde.
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Wie gut kennst du Gott?
Hast Du Angst, Gott zu begegnen oder kennst du Gott so gut, dass Du ihn fürchtest? Wenn Du wie Maria dein Leben in Gottes Hand legst, dann brauchst Du Dich vor nichts zu fürchten. Wenn Du in Gottes Wort, der Bibel liest, wirst Du Gott immer besser kennen lernen. Und Du erfährst, dass Gott alle seine Versprechen gehalten hat. Zwei Beispiele hast Du heute kennengelernt: Manoachs Frau und Maria hielten einen Sohn in ihren Armen. Während der eine das Volk Israel von den Philistern rettete, starb der andere, Jesus, Gottes Sohn, für Deine und meine Schuld an unserer Stelle am Kreuz, damit wir ewig mit Ihm leben können. Das ist das Versprechen, dass Jesus uns selbst in seiner Auferstehung gegeben hat, was wir am Auferstehungsfest in wenigen Wochen wieder feiern. Feierst du mit?
46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, 47 und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; 48 denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. 49 Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. 50 Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten. 51 Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. 52 Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. 53 Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. 54 Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, 55 wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit.
Lukas 1: 46-55
