Seid Gott untertan

„22 Da sprachen die Männer von Israel zu Gideon: Sei Herrscher über uns, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, weil du uns aus der Hand Midians errettet hast. 23 Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herrscher über euch sein, und mein Sohn soll auch nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein.“ Richter 8: 22-23

Der erste Präsident der USA, George Washington, war als General nicht nur militärisch dafür verantwortlich, dass aus den 13 Kolonien die unabhängigen und vereinigten Staaten Amerikas wurden, sondern auch, dass aus diesen Staaten eine Republik mit einer sehr soliden Verfassung wurde. Sein politisches Wirken war so erfolgreich, dass ihm sogar angeboten wurde, König der USA zu werden. George Washington lehnte ab, denn genau das war ja das Ziel des Unabhängigkeitskrieges gewesen: sich loszusagen von einer Monarchie und sich als Republik unter die Souveränität Gottes zu stellen und dies durch eine Verfassung zu regeln. Nach zwei Amtszeiten als Präsident verlies President G. Washington die politische Bühne.

Thanksgiving – Danke!

„Black Weeks – alles ist günstiger!“ – seit Wochen begegnen einem die Anzeigen in Werbeblättchen, im Fernsehen und Social Media. Fragt man dann nach, was es damit auf sich hat, bekommt man genau das zu hören, was die Werbung sagt: Es ist halt alles günstiger. Doch wie so oft in Deutschland wird etwas aus den…

In einer ähnlichen Situation befand sich Gideon etwa 3000 Jahre vorher. Nach dem Sieg gegen die Midianiter boten die Israeliten ihm und seiner Familie die Königswürde an. Doch Gideon lehnte ab:

Ich will nicht Herrscher über euch sein, und mein Sohn soll auch nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein.

Richter 8: 23

Gideon wusste, dass nur Gott selbst ein gerechter Herrscher ist, dass ein Mensch niemals die Aufgaben Gottes erfüllen könnte.

Gideon versagt

Und der Bericht zeigt, wie recht Gideon mit seiner Einschätzung hatte. Aus der Beute von den Midianitern machte er einen |Efod|, ein Götzenbild. Und trotzdem gab Gott, der HERR, dem Land vierzig Jahre Ruhe (Richter 8:28)! Auch in seinem privaten Leben verließ Gideon den Weg Gottes. Er hatte „viele Frauen“ und auch eine Nebenfrau (Richter 8: 30-31).

Trotz dieser Verfehlungen war Gott dem Volk Israel treu und dieses diente Gott. Doch nach Gideons Tod verfielen die Israeliten wieder in den Götzendienst mit den Baalen (Richter 8: 33).

Gott in der Zwickmühle?

„1 Es kam aber der Engel des HERRN herauf von Gilgal nach Bochim und sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und ins Land gebracht, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe, und gesprochen, ich wollte meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich. 2 Ihr aber solltet keinen Bund schließen mit den Bewohnern dieses Landes…

Verfehlungen haben Konsequenzen

Aus der Beziehung mit Gideons Nebenfrau kam ein Sohn – Abimelech. Nach Gideons Tod überredete dieser die Familie seiner Mutter, ihm Geld zu geben – Geld aus dem Tempel des Götzen Baals! Mit diesem Geld bezahlte er Söldner, mit denen er nach Ofra zog und alle Söhne Gideons erschlug (bis auf einen, der sich verstecken konnte). Danach lies er sich zum König machen (Richter 9: 6).

Dieser mehrfache Mord war das erste Zeichen darauf, dass Abimelech in seinem eigenen Auftrag handelte. Abimelech hatte Gott abgesetzt und sich selbst zum Herrn über Leben und Tod gemacht. Wo das hinführt, kann man in den folgenden Abschnitten lesen.

Auch in der modernen Geschichte kann man das sehen: Während der französischen Revolution wurde der König abgesetzt, exekutiert und Menschen setzten sich im Namen des Humanismus an die Spitze des Volkes. Nur wenige Monate später endete diese Herrschaft in einem Blutbad.

Wenn wir Menschen unser Leben in die eigenen Hände nehmen, endet es in der Regel in einem mehr oder weniger großen Chaos. Verlassen wir den Weg Gottes und folgen Menschen nach, gehen wir in die falsche Richtung.

Gottes Wort lässt uns nicht im Unklaren darüber, wem wir die Herrschaft über unser Leben geben sollen. Lesen wir, was uns Gott in Jakobus 4 dazu sagt:

„Woher kommt Streit, woher Krieg unter euch? Kommt’s nicht daher: aus euren Gelüsten, die da streiten in euren Gliedern? 2 Ihr seid begierig und erlangt’s nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt nichts; ihr streitet und kämpft; ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet; 3 ihr bittet und empfangt’s nicht, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr’s für eure Gelüste vergeuden könnt. 4 Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein. 5 Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Der Geist, den er in uns wohnen ließ, drängt nach Neid; 6 doch Gott gibt größere Gnade. Darum heißt es: »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« 7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. 8 Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen. 9 Klagt, trauert und weint; euer Lachen verkehre sich in Weinen und eure Freude in Traurigkeit. 10 Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“

Bist Du bereit, Dein Leben unter die Herrschaft von Jesus zu stellen?

Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es: Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.

Johannes 18:37