„6 So wurde Israel sehr schwach vor Midian. Da schrien die Israeliten zum HERRN. 7 Als die Israeliten aber zum HERRN schrien um der Midianiter willen, 8 sandte der HERR einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels.“ Richter 6: 6-8
Das Buch der Richter bestätigt uns auf eindrückliche Weise Gottes Wort in Prediger 1: 9: „Was geschehen ist, ebendas wird hernach sein. Was man getan hat, ebendas tut man hernach wieder, und es geschieht nichts Neues unter der Sonne.“ – Nach Deboras Tod „taten die Israeliten, was dem HERRN missfiel“ (Richter 6: 1). Wie jedes Mal, wenn die geistliche Führung starb, vergasen die Israeliten, was der HERR alles für sie getan hatte und lebten wieder nach ihren eigenen Regeln.
Keine Kompromisse
„1 Nach dem Tod Josuas befragten die Israeliten den HERRN und sprachen: Wer soll unter uns zuerst hinaufziehen, Krieg zu führen gegen die Kanaaniter? 2 Der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben. 3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Erbteil und lass…
WeiterlesenDies ist ein deutliches Zeichen darauf, dass die Hinwendung des Volkes nicht vollkommen war, sondern mehrheitlich durch das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit getrieben war. Die Frage, ob das Volk sein Herz tatsächlich Gott gab, bleibt unbeantwortet. Dass sich das Volk jedoch immer wieder von Gott abwendet, lässt den Schluss zu, dass die Frage mit wahrscheinlich mit Nein beantwortet werden muss.
Die Frage an uns heute ist dabei – warum wende ich mich an Gott? Erkenne ich meine Schuld, möchte diese bekennen und mir diese von Jesus vergeben lassen? Oder möchte ich nur dem Schlamassel entkommen, in den mich meine Sünde gebracht hat?
Den Feinden Israels nach der Zeit Deboras ging es nicht mehr um politische Kontrolle des Volkes. Die Sätze von Vers 2 bis Vers 6 machen klar, dass es den Midianitern, den Feinden, um die Zerstörung des Volkes Israels ging. Wir lesen, dass die Midianiter die Ernte vernichteten und keine Nahrung, weder Getreide noch Fleisch, übrigließen. Die Midianiter wollten, dass die Israeliten langsam aushungerten. Im fünften Vers werden die Midianiter mit Heuschrecken verglichen, die das Land verderben wollen.
Das ist auch das Ziel des Feindes Gottes, Satans. Gott warnt uns in 1 Petrus 5: 8 davor, dass unser Widersacher „umhergeht wie ein brüllender Löwe und sucht, wenn er verschlingen kann.“ Die Sünde sieht verlockend aus, doch letztendlich zerstört sie unsere Lebensgrundlage, so wie die Midianiter die Lebensgrundlage der Israeliten zerstörten. An Hunger zu sterben, dauert lange. Für uns bedeutet das, dass wir lange ein Leben voller Sünde leben können. Doch letzten Endes tötet uns die Sünde.

In Vers 6 wird dann berichtet, dass die Israeliten schwach wurden. Sie sind am Ende. Und wieder lesen wir, dass sie sich in ihrer Not an den HERRN wandten, „um der Midianiter willen.“ Dieser Halbsatz zeigt, dass auch diese Generation nicht bereit war, die Götzen aus dem Land zu werfen. Sie riefen zu Gott, dem HERRN, weil sie endlich wieder ein volles Teller haben wollten. Dass der Teller aufgrund ihrer Sünde leer war, haben sie noch nicht erkannt.
Trotzdem wendet sich Gott, der HERR seinem Volk zu. Doch dieses Mal sendet er keinen Richter. Er sendet einen Propheten, einen Mann, der für Gott zu den Israeliten spricht. Dieser erinnert das Volk daran, dass Gott ihre Vorfahren, und damit sie, aus Ägypten geführt hat um in Freiheit zu leben. Er erinnert sie daran, dass sie von Gott ein reiches Land erhalten haben. Und er erinnert sie daran, dass er sie warnte falsche Götzen anzubeten. Sein Schlusssatz schlägt ein wie ein Hammer: „Aber ihr habt nicht gehorcht“ (Richter 6: 10). Er sagt Ihnen klar, Gott sie für ihren Ungehorsam richtet. Sie selbst haben sich in diesen Schlamassel gebracht, da sie nicht nach Gottes Wort lebten.
Wenn wir im Schlamassel sind – fragen wir dann manchmal, ob dies nicht ein Gerichtshandeln Gottes ist, weil wir Seinen Worten ungehorsam sind? Es ist sicher nicht falsch, sich genau diese Frage zu stellen, denn nur diese Frage wird uns zur Umkehr zu Jesus bringen.
Zur Zeit, als der Prophet das Volk zur Umkehr zu Gott aufruft, arbeitet ein junger Mann an einem geschützten Platz um wenigstens etwas Nahrung zu sichern. Gideon drischt Weizen in einem geschlossenen Raum. Und in diesen Raum tritt der Engel des Herrn und bereitet Gideon auf seine Aufgabe vor, das Volk zu retten. Gott wartet nicht auf die Umkehr des Volkes. Während das Volk noch andere Götzen anbetet, hat Gott den Retter (und die Rettung) schon geplant. Dies zeigt die Liebe Gottes für sein Volk – und für uns. In Römer 5: 8 lässt Gott uns wissen, dass Jesus für uns starb, als wir noch Sünder waren.
Jesus wartet an der Home Plate
„Warum hast Du die Mannschaft eigentlich 3B genannt?“ – Um diese Frage zu beantworten müssen wir zurück ins Jahr 2015. Lange hatten wir uns überlegt, wie wir an dem Ort, an dem wir wohnen in der Gemeinde Gottes aktiv mithelfen können, jungen Menschen von Jesus zu erzählen. Das erste B Eines unserer Anliegen dabei ist…
WeiterlesenWir können nichts zu unserer Rettung beitragen. Gott alleine hat alles alleine für unsere Rettung aus dem Schlamassel unserer Sünde getan. Wir können uns nur noch von unserer Sünde abwenden und uns seiner Rettung zuwenden.
Um in den Worten von 3B zu bleiben: Den Walk-Off Home Run hat Jesus am Kreuz für uns geschlagen. Wir müssen nur noch von der dritten Base in die offenen Arme von Jesus an der Home Plate laufen. Go! Go! Go!
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Römer 5: 8
