Rettung für die Ewigkeit

„4 Diese blieben, um Israel durch sie zu prüfen, damit kundwürde, ob sie den Geboten des HERRN gehorchten, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte. 5 Als nun die Israeliten wohnten unter den Kanaanitern, Hetitern, Amoritern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, 6 nahmen sie deren Töchter zu Frauen und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten deren Göttern.7 Und die Israeliten taten, was dem HERRN missfiel, und vergaßen den HERRN, ihren Gott, und dienten den Baalen und den Ascheren. 8 Da entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischatajims, des Königs von Mesopotamien; und so diente Israel dem Kuschan-Rischatajim acht Jahre. 9 Da schrien die Israeliten zu dem HERRN, und der HERR erweckte ihnen einen Retter, der sie errettete, Otniël, den Sohn des Kenas, des jüngeren Bruders von Kaleb.“ Richter 7:4-9 (Luther 2017)

„Warum ist das nur so schwer?“ – diese Frage kann einem im Leben schon einmal durch den Kopf gehen, wenn man vor Schwierigkeiten steht. Im Buch der Richter gibt es für diese Frage nicht nur eine Antwort:

Die erste mögliche Antwort ist, dass wir uns selbst in diese Schwierigkeiten gebracht haben. Als Beispiel sehen wir die Israeliten. Ihr Auftrag war es, das Land Kanaan ganz von den Völkern zu befreien, die Götzen dienten – darunter Götzen, die Kinderopfer erforderten.

Gott in der Zwickmühle?

„1 Es kam aber der Engel des HERRN herauf von Gilgal nach Bochim und sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und ins Land gebracht, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe, und…

Allerdings erfüllten die Israeliten ihren Auftrag nicht. Sie befreiten nur einzelne Gebiete, und erlaubten in anderen Gebieten, dass Teile der fremden Völker dort wohnen bleiben können. Doch das brachte die Israeliten in Schwierigkeiten. Wer einen Feind nicht vertreibt muss ständig damit rechnen, dass der Feind sein Gebiet wieder zurückerobern möchte.

Auch Jesus sprach darüber, als die Schriftgelehrten von ihm ein Zeichen forderten:

„43 Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, so durchstreift er dürre Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht. 44 Dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s leer, gekehrt und geschmückt. 45 Dann geht er hin und nimmt mit sich sieben andre Geister, die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin; und es wird mit diesem Menschen am Ende ärger, als es vorher war.“

Matthäus 12: 43-45

Wenn wir mit Jesus leben, sollen wir Ihm unser ganzes Leben geben und alle Sünden bekennen und ablegen – auch diejenigen, die wir als harmlos oder unwichtig betrachten. Bei  Gott wiegen alle Sünden gleich schwer und er weiß, dass uns diese über kurz oder lang in Schwierigkeiten bringen werden.

Die zweite Antwort auf die Frage, warum wir in Schwierigkeiten stecken, lautet, dass Gott uns durch diese Schwierigkeiten prüft (Richter 7: 1+4). Gott selbst hätte diese Völker vertreiben können, um seinem Volk Israel die Schwierigkeiten zu ersparen. Doch er ließ die Völker im Land um zu sehen, wie Israel mit dieser Situation umgehen. Vertrauen die Israeliten auf Gott und bringen sie den Völkern die gute Nachricht von Gott oder lassen sie sich von den Völkern beeinflussen und wenden sich von Gott ab?

Dieser Abschnitt in Buch der Richter gibt uns die Antwort: Die Israeliten wollen den gottlosen Völkern gleich sein, und werden durch Heirat Teil der Völker. Sie vergessen Gottes Wunder und seine Güte und beginnen sogar den Göttern dieser Völker zu dienen – Göttern, die Kindesopfer forderten!

Gott lässt uns mit diesem Abschnitt wissen, dass wir Menschen eher geneigt sind, ohne Gott zu leben und so zu leben, wie die Menschen um uns herum auch leben, als dass wir nach Gottes Geboten fragen und nach seinen Ordnungen leben.

Gott nimmt dies nicht emotionslos hin – wir sehen hier, dass er zornig wird (Vers 8) und überlässt sie ihrem gottlosen Leben. Die Israeliten geraten in Gefangenschaft.

Keine Kompromisse

„1 Nach dem Tod Josuas befragten die Israeliten den HERRN und sprachen: Wer soll unter uns zuerst hinaufziehen, Krieg zu führen gegen die Kanaaniter? 2 Der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das…

Auch dies ist bis heute sichtbar – stellen wir uns nicht unter Gottes guten Willen für unser Leben, stehen wir unter anderen Einflüssen, die uns keine wirkliche Freiheit bieten.

Dass es diese Freiheit gibt, sehen wir, wenn wir den Bericht weiterlesen. Das Volk erkennt seinen Irrtum und wendet sich hilfeschreiend an Gott (Vers 9). Und Gott schenkt dem Volk einen Retter – Otniël, der Neffe von Kaleb. Der Retter und spätere Richter Otniël befreit das Volk. Solange Otniël lebt, erfährt das Volk Freiheit von Unterdrückung.

Rufen wir zu Gott und bekennen unsere Sünden, wird er uns befreien. Im Vergleich zu den Israeliten haben wir einen ungleich besseren Retter: Jesus, der für uns am Kreuz starb, nach drei Tagen auferstand und zur rechten des allmächtigen Gottes sitzt. Unser Retter, Jesus, wird nicht sterben. ER lebt ewig. Stellen wir unser Leben unter seine Herrschaft, wird unsere Freiheit von Sünde ewig dauern.

„25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“

Johannes 11: 25-26