Unterdrückung und Freiheit

„18 Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit dem Richter und errettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den HERRN ihr Wehklagen über die, die sie unterdrückten und bedrängten. 19 Wenn aber der Richter gestorben war, so fielen sie wieder ab und trieben es ärger als ihre Väter, indem sie andern Göttern folgten, ihnen zu dienen und sie anzubeten. Sie ließen nicht von ihrem Tun noch von ihrem halsstarrigen Wandel. 20 Darum entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er sprach: Weil dies Volk meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und meiner Stimme nicht gehorcht hat, 21 so will ich auch hinfort keines der Völker vor ihnen vertreiben, die Josua übrig gelassen hat, als er starb, 22 damit ich Israel durch sie prüfe, ob sie auf dem Wege des HERRN bleiben und darauf wandeln, wie ihre Väter geblieben sind, oder nicht. 23 So ließ der HERR diese Völker, die er nicht in Josuas Hand gegeben hatte, übrig, ohne sie sogleich zu vertreiben.“ Richter 2:18-23 (Luther 2017)

Der unbekannte HERR

Nach Josuas Tod und dem Tod der Generation, die den Durchzug durch den Jordan noch miterlebt hatte wuchs eine Generation heran, die „den HERRN nicht kannte, noch dessen Werk, das er an Israel getan hatte.“

Die Frage stellt sich – warum kannte diese Generation den HERRN und dessen Werk nicht? Die Antwort ist einfach, wirft aber kein gutes Licht auf die erste Generation der Menschen im Land Kanaan. Dies Generation hatte sich offensichtlich nicht an Gottes Gebot gehalten, ihren Kindern weder vom Auszug aus Ägypten erzählt, noch vom Durchzug durch den Jordan und auch nicht vom den Taten Gottes bei Jericho oder bei den folgenden Eroberungskämpfen.

Gleich im folgenden Vers zeigen sich dann die Folgen dieser Unterlassung: Die Leere, die entsteht, wenn man Gott nicht kennt, will gefüllt werden. Die Israeliten füllen diese Leere mit anderen Göttern, dienen diesen und beten diese an.

Es zeigt sich, dass es in geistlichen Fragen keine Neutralität gibt: Wer Gott nicht kennt und ihm nicht dient, dient einer anderen Weltanschauung und deren Gründern und Ideologen. Jesus sagte dies etwa 1500 Jahre später: „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich“ (Matthäus 12:30).

Nur ein Weg zu Gott

„Woah – das ist aber intolerant! Wie kannst du behaupten, dass Jesus der einzige Weg zu Gott ist?“ Dies ist eine Frage, die…

Der Zorn des HERRN

Dies erklärt auch den „Zorn des HERRN“ – Gott ist zornig über die Gottvergessenheit der Israeliten. Nicht nur, dass sie ihm nicht nur für seine Wunder danken; Nein, sie geben auch anderen Göttern die Ehre. Nur wenige Sätze später wird Gott noch deutlicher: die Israeliten begehen mit ihrer Verehrung von Götzen Ehebruch (Vers 17). Neben den ersten beiden Geboten brechen sie auch noch das sechste Gebot (2 Mose 20:14). Genau davor hatte Josua gewarnt: „Ihr könnt dem HERRN nicht dienen. Denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifersüchtiger Gott. Er wird euer Vergehen und eure Sünden nicht vergeben. 20 Verlasst ihr den HERRN und dient fremden Göttern, dann wird er sich wenden und euch Böses antun und euch vernichten, nachdem er euch Gutes getan hat.“ (Josua 24: 19-20).

Der HERR hat Großes an uns getan!

Am 3. Oktober 1863, genau 74 Jahre nachdem der erste Präsident George Washington die Bürger der USA zu einem nationalen Thanksgiving (Dankesagen) aufforderte,…

Gottes Zorn ist der eines liebenden Ehemannes, der von seiner Frau betrogen wurde. Seine Ehefrau hat ihn zutiefst verletzt indem sie seine Liebe verachtete und trotzdem möchte er seine Frau zurückgewinnen.

Die Prüfungen Gottes

Gott hält seinen mit dem Volk geschlossenen Bund (Josua 24:25) ein. Er gibt den Israeliten das Land Kanaan, doch er prüft die Israeliten auch, ob sie wieder zu Ihm zurückkehren und sich an Ihn erinnern. Deshalb entfernt er die fremden Völker nicht. Diese sind der Prüfstein, an denen ER sieht, ob es den Israeliten ernst ist, ihren Teil des Bundes einzuhalten.

Es kommt wie es kommen muss: die falschen Götter der umliegenden Völker führen die Israeliten in Abhängigkeiten und Unterdrückung. Sie müssen den Völkern hohe Steuern zahlen, ohne tatsächlich frei zu werden. Überwältigt von den Steuerlasten und ihrer Abhängigkeit rufen die Israeliten nach Hife.

Die Freiheit Gottes

„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“

Psalm 121:2

Gott möchte, dass wir in Freiheit leben – deshalb schickt er auch seinem Volk  immer wieder einen Befreier, einen Retter – einen Richter.

Solange der Richter lebt, folgen die Israeliten Geboten, doch sobald „der Richter gestorben war, so fielen sie wieder ab und trieben es ärger als ihre Väter.“ (Richter 2:19). Und damit begann der Kreislauf von vorne: der HERR wurde vergessen, die Israeliten erlagen ohne Gottes Hilfe den Versuchungen und gerieten in Abhängigkeit und Unterdrückung.

Wenn alte Texte ganz modern sind.

Das Buch der Richter, diese Chronik, zeigt uns, dass Menschen aller Zeiten die gleichen Fehler machen.

Auch in diesen Zeiten erinnern sich nur wenige Menschen daran, was der HERR in der Geschichte und in ihrem Leben schon getan hat. Schon das eigene Leben wird als selbstverständlich angesehen – dabei hätte uns Gott nicht unser Leben geben müssen. Doch er tat es – weil er jeden Einzelnen Menschen liebt. Alleine dafür gebührt Ihm unsere Anbetung und Dank.

Es gibt da ein altes Buch …

„Die Bibel ist doch ein altes Buch, was hat das noch mit meinem Leben zu tun?“ Bei dieser Frage schwingt neben der offensichtlichen…

Und obwohl nur wenige Menschen sich bei dem Gedanken an ihr Leben an den HERRN erinnern, ahnen viele, dass ihr Leben kein Zufall ist. Doch ohne den Schöpfer ihres Lebens zu kennen führt diese Ahnung, ohne Klarheit darüber zu haben, zu einer inneren Leere. Diese Leere versuchen sie mit Erfolg, Geld und Anerkennung zu füllen – vielleicht ist das ja der Sinn des Lebens, denken sie. Und auch wenn Erfolg, Geld und Anerkennung nicht ursprünglich schlecht sind, führen diese Lückenbüßer oft in Abhängigkeiten ohne dass dies zuerst bemerkt wird und schließlich beginnen die Abhängigkeiten die Kontrolle über das Leben zu übernehmen und werden zur Unterdrückung.

Der HERR aber möchte, dass wir in Freiheit von Abhängigkeiten und Unterdrückung leben. Alleine aber werden wir nicht frei. Aus diesem Grund kam der HERR in Jesus auf diese Erde. Jesus ist der Befreier, der Retter, der Richter. Lassen wir Jesus die Leere in unserem Leben füllen, geben wir ihm die Kontrolle über unser Leben, erfahren wir Freiheit von Abhängigkeiten und Unterdrückung.  

Wer füllt die Leere in Deinem Leben? Wem gibst Du die Kontrolle über den Leben?

„Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“

Johannes 8:36