„31 Und Israel diente dem HERRN, solange Josua lebte und die Ältesten, die noch lange Zeit nach Josua lebten und alle Werke des HERRN kannten, die er an Israel getan hatte.“ Josua 24:31 (Luther 2017)
„Aus der Sklaverei, durch das Meer und 40 Jahre durch die Wüste in das gelobte Land Kanaan.“ Das ist in einem Satz die Geschichte des Volkes Israel zwischen 1491 v.Chr. und 1451 v.Chr. Die Israeliten erlebten die Befreiung aus der Gefangenschaft, eine Reihe von mächtigen und überwältigenden Zeichen Gottes vor und nach dem Auszug: ein gespaltenes Meer, die sichtbare Anwesenheit Gottes in einer Wolken- und Feuersäule und jeden Morgen (außer am Sabbat) frisches Manna zur Versorgung der Familien. Und dies ist nur ein kleiner Auszug aus den vielen Wundern und Begegnungen mit dem lebendigen Gott, die das Volk erlebte.
Oft hört man Menschen sagen, dass sie an Gott glauben würden, wenn er vor ihren Augen ein Wunder tun würde. Dagegen spricht die Geschichte des Volkes Israels. Über Jahrzehnte sahen sie die Wolken- und Feuersäule, aßen von dem göttlichen Manna, tranken von Gottes Wasser in der trockenen Wüste und sahen sogar einmal bei einer Schlacht um das Land Kanaan den Mond und die Sonne für beinahe einen Tag stillstehen (Josua 10:1-27) – und trotzdem zweifelten die Israeliten immer wieder (und recht regelmäßig gerade nach den Wundern) an Gottes Größe und Macht. Wunder sind offensichtlich für die meisten Zweifler nicht überzeugend – gibt es doch genügend Wege, das Wunder wegzureden: „Das war Zufall“, „Jetzt kann ich das noch nicht erklären, aber wenn wir mehr Wissen haben, gibt es dafür eine bessere Erklärung als Gottes Wirken“.

Das Besondere an dem lebendigen Gott ist, dass er trotz der vielen Israeliten, die seine Macht anzweifelten, seine Versprechen hielt: Jederzeit blieb er sichtbar in der Wolken- und Feuersäule, jeden Morgen lag das Manna vor dem Zelt, jeden Tag zogen die Israeliten 40 Jahre alte Schuhe und Kleider an, die wie neu waren (5 Mose 29:4) und er gab ihnen das gelobte Land. Gott ist treu, auch wenn wir ihm untreu werden.
11 Das ist gewisslich wahr: Sind wir mit gestorben, so werden wir mit leben; 12 dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; 13 sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
2 Timotheus 2:13
Ungefähr vierzig Jahre später starb Josua (Josua 24:29). Über diese Zeit wird berichtet, dass „Israel [dem HERRN diente], solange Josua lebte und die Ältesten, die noch lange Zeit nach Josua lebten und alle Werke des HERRN kannten, die er an Israel getan hatte.“ (Josua 24:31). Diese Ältesten waren (maximal) gerade einmal zwanzig Jahre alt, als sie aus der Sklaverei entkamen, sie erlebten alle großen Wunder Gottes live und in Farbe, zogen erneut durch von Gott gestopptem Wasser, und sahen die mächtigen Mauern Jerichos fallen (Josua 2-6).
Eine Flut von Belegen
Vater und Sohn
18 Die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, sind diese: Sem, Ham und Jafet. Ham aber ist…
Ihre Erfahrungen mit Gott berichteten sie ihren Kindern und Enkeln, was die Grundlage des Gottesdienstes dieser Nachfahren war.
Der Bericht im Buch Josua endet mit Joseph: Joseph, den Gott nach Ägypten geführt hatte um Sein Volk zu retten wurde nach vierhundert Jahren endlich auf dem Familienbesitz standesgemäß beerdigt. Ein weiteres sichtbares Zeichen, dass Gott treu ist. Als letzter der Generation, die aus Ägypten entkam stirbt der Hohepriester Eleasar, der Sohn Aarons, des Bruders Moses.
Nun gibt es keine Augenzeugen mehr der Wunder Gottes. Werden die nachfolgenden Generationen weiterhin Gott dienen?
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! 27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! 30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. 31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, das Leben habt in seinem Namen.
Johannes 20:26-31
