Transformation – ein Plan Gottes

„Zum diesjährigen Erntedankfest danken wir all unseren Bäuerinnen und Bauern für ihr Engagement und ihre Arbeit sowie natürlich für die vielfältigen und qualitativ hochwertig erzeugten, regionalen Lebensmittel. Gleichzeitig werden wir daran erinnert, wie kostbar unsere Lebensmittel sind. In ihnen stecken nicht nur lebenswichtige Nährstoffe, sondern auch viel Arbeit und natürliche Ressourcen,“ so sagte der Baden-Württembergische Minister für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, P. Hauk anlässlich des bevorstehenden Erntedankfestes[i]. Der Dank an unsere Landwirte ist überfällig und notwendig, denn sie sind es, die den Schöpfungsauftrag Gottes „zu bebauen und zu bewahren“ (1 Mose 2:15) in seinem ursprünglichen Sinn ausführen. Der größte Dank gehört jedoch dem Schöpfer, dessen Genialität und Kreativität Pflanzen schuf, von denen wir uns ernähren können. Ein Blick auf den Weg der Transformation von der Blüte zur Frucht zeigt, wie großartig unser Schöpfer ist.

Das erste biologische Leben schuf Gott am dritten Tag der Weltgeschichte. Gott schuf jede Pflanze nach ihrer Art (1 Mose 1:11), die „nach ihrer Art“ Samen und Früchte tragen. Dies lässt sich jedes Jahr aufs Neue beobachten: Am Birnbaum finden wir weder Äpfel, noch Kirschen und auch keine Trauben. Birnbäume tragen Birnen, Apfelbäume tragen Äpfel, Kirschbäume tragen Kirschen und Weinstöcke tragen Trauben. In der Botanik werden die Pflanzen untersucht, die Gott für uns geschaffen hat (1 Mose 1:29) und noch nie hat eine Beobachtung etwas anderes ergeben.

In der Botanik werden viele der Produkte, die wir Gemüse nennen als Früchte klassifiziert. Früchte sind Strukturen die Samen tragen und oft Fruchtfleisch besitzen, das wir dann gerne essen. Schneiden wir eine Gurke oder eine Tomate auf, umgangssprachlich bei den Gemüsen eingeordnet, stellen wir fest, dass diese Samen enthalten. In der Sprache der Botanik sind diese deshalb Früchte.

Kartoffeln, Kopfsalat und Karotten enthalten keine Samen (sie sind Wurzelknollen oder Blätter) und sind deshalb „echtes“ Gemüse.

Am Anfang jeder Frucht steht eine Blüte. Der weibliche Teil der Blüte, die Fruchtblätter, entwickeln sich in die Frucht mit den darin enthaltenen Samen. Die Position der Blüte und die Anzahl der Blütenblätter kann durch eine Untersuchung der Frucht festgestellt werden und zeigt die Kreativität unseres Schöpfers.

Schneidet man einen Apfel horizontal in der Mitte auf, kann man die Blüte des Apfels noch gut erkennen – die fünf Blütenblätter sind noch immer sternförmig im Kernhaus zu erkennen.

Die Struktur des Kernhauses ist so geplant, dass die Samen wieder ausgestreut werden und die Form der Frucht gibt Hinweise darauf, wie Gott dies geplant hat. Kugelige Früchte rollen zu neuen Orten um dort Wurzeln zu schlagen, das Fruchtfleisch dient dabei auch zuerst als Nahrung.

Kleine Beeren werden von Tieren gefressen, an einem anderen Ort wieder ausgeschieden und haben so auch gleich ausreichend Dünger für das Wachstum.

Wieder andere Samen sind so leicht, dass sie durch den Wind zu neuen Orten getragen werden können.

Aufgrund des göttlichen Bauplans in der Erbinformation (DNA) ist es nicht möglich unterschiedliche Früchte zu kreuzen. Aus Apfel und Traube wird nie ein „Traupfel“ – was aber möglich ist, ist, dass man bestimmte Eigenschaften „wegzüchtet“, wie z.B. die Dornen bei Brombeeren oder auch die Samen bei Trauben. Allerdings geht dies oft auf Kosten des Geschmacks oder Konsistenz des Fruchtfleisches. Es ist unmöglich, dass wir Menschen Gottes Schöpfung besser als sehr gut machen können (1 Mose 1:31).

Im Laufe der Jahreszeiten verändert sich die Blüte: Aus einer schön anzusehenden Struktur wird über die Monate hinweg eine nahrhafte Frucht, die lebensnotwendige Samen enthält. Dies ist auch ein Bild für uns Menschen.

Wir alle sind im Ebenbild Gottes geschaffen. Und wie die Blüte sollen wir uns von Gott verändern lassen um dann anderen Menschen von Ihm und seiner Herrlichkeit weiterzuerzählen und unsere Zuhörer sich dann von Gott zu einer weiteren nahrhaften Frucht, die Samen bringt, umformen lassen. Das Erntedankfest ist ein guter Tag um damit zu beginnen, von Gott weiterzuerzählen und Samen auszustreuen.

2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Römer 12:2

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz. Galater 5:22


[i] https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/erntedankfest-2024-1