Meerestiere in den Bergen

Geht man am Albtrauf der Schwäbischen Alb entlang entdeckt man immer mal wieder sogenannten Versteinerungen. Meist sind dies Ammoniten und Belemniten. In vielen Gärten und Häusern in der Gegend finden sich diese Versteinerungen als Sammelobjekte. Was kaum einen verwundert ist, dass diese Tiere eigentlich am Meeresboden leben und nicht in etwa 800m Höhe über dem Meeresspiegel. Deshalb liest man in den Schulbüchern und Fachpublikationen vom „tropischen Meer der Jurazeit“[i] Einmal abgesehen davon, dass sich die Schwäbische Alb nicht in tropischen Breiten befindet[ii], spricht auch Entstehung der Gesteinsschichten in diesem Modell gegen diese Erklärung. Die Schichten der Sedimentgesteine sollen sich durch Ablagerung von Kalkpartikeln am Meeresgrund gebildet haben[iii].

Ein Problem dieses Modells ist, dass Fossilien innerhalb kurzer Zeit entstehen müssen. Liegen tote Tiere am Meeresgrund, verrotten sie oder werden von anderen Tieren gefressen. Lange Zeiträume verhindern die Entstehung von Fossilien.

Ammoniten finden sich aber nicht nur auf der Schwäbischen Alb, sondern auch in den Kalksteinschichten des Himalayas auf über 7000m über dem Meeresspiegel. Geologen sagen übereinstimmend, dass diese Meerestiere im Kalkstein begraben werden mussten als sich diese im Ozean bildeten. Nur – wie kamen diese Tiere auf über 7000m Höhe?

Es gibt nur eine gute Erklärung – die Ozeane haben zu einem bestimmten Zeitpunkt die heutigen Kontinente überflutet. Aufgrund der Beschaffenheit und Dichte der einzelnen Gesteinsschichten ist es nicht möglich, dass die Kontinente unter den Meeresboden sanken. Die Gesteinsschichten der Kontinente sind weniger dicht („leichter“) als die Meeresböden und auch die Gesteine im Erdmantel unter den Kontinenten. Die Kontinente haben die Tendenz sich zu heben und auf den Gesteinen des Erdmantels „zu schwimmen“, auch deutlich höher als die Gesteinsschichten der Meeresböden. Das ist auch der Grund, warum die Kontinente hohe Gebirgszüge haben im Vergleich zu den Meeresböden der Tiefsee und weshalb die Ozeanbecken so viel Wasser enthalten können.

Daher ist es eine bessere Erklärung, dass sich der Wasserspiegel hob und die Wasser der Ozeane den Erdboden überfluteten. Für diese Erklärung gibt es zwei mögliche Mechanismen.

Wenn sich die Wassermenge erhöht, dann steigt der Meeresspiegel an. In 1 Mose 7:11 wird berichtet, dass die „Brunnen der Tiefe“ aufbrachen. In anderen Worten: Die Erdkruste brach rund um die Welt auf und Wasser aus dem Inneren der Erde flutete die Erde[iv]. Lesen wir den Bericht weiter, erfahren wir, dass diese „Brunnen der Tiefe“ für 150 Tage geöffnet waren (1 Mose 7:24-28). Das ist ausreichend Zeit und Wasser, um die gesamte Erdoberfläche zu überfluten.

Zweitens hat die Anhebung der Ozeanböden auch zur Folge, dass sich der Meeresspiegel anhebt. Eine Katastrophe bei der die Erdkruste aufbricht (1 Mose 7:11) hat auch zur Folge, dass neben Unmengen von Wasser auch geschmolzenes Gestein frei wird. Die Ozeanböden werden dabei durch heiße Lava ersetzt. Die Lava hat jedoch eine geringere Dichte als der Meeresboden und hat sich über dem ursprünglichen Meeresboden in großer Stärke ausgebreitet. In Folge dessen stieg der Meeresspiegel um mehr als 1000m. Diese heißen Meeresböden kühlten sich ab und senkten sich in der Folge. Dadurch fiel der Meeresspiegel wieder, das Wasser floss von den Kontinenten ab in nun deutlich tiefere Ozeanbecken.

Die herkömmliche Erklärung für „versteinerte“ Meerestiere in den Himalayas oder auf der Schwäbischen Alb lässt viele Fragen offen. Nimmt man Gottes Wort ernst, erhält man plausible Antworten auf diese Frage, die dazu noch durch Ergebnisse der Geologie bestätigt werden.

6 Die Flut der Tiefe deckte es wie ein Kleid, und die Wasser standen über den Bergen, 7 aber vor deinem Schelten flohen sie, vor deinem Donner fuhren sie dahin. 8 Sie stiegen hoch empor auf die Berge und sanken herunter in die Täler zum Ort, den du ihnen gegründet hast. 9 Du hast eine Grenze gesetzt, darüber kommen sie nicht und dürfen nicht wieder das Erdreich bedecken. Psalm 104:6-9

Dieser Artikel beruht auf einer Veröffentlichung von Dr. Andrew Snelling[v], der seinen Doktor der Geologie an der University of Sydney abgelegt hat. Er arbeitete unter anderem als geologischer Berater für ANSTO (Australian Nuclear Science and Technology Organisation) und das Kongarra Uran Projekt in Australien.


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Fossilien – schnell gemacht

Schon im Sachkundeunterricht lernt man, dass die Fossilien um uns herum die Zeugen für das sogenannte Jurameer sind. In Schulbüchern finden sich Bilderserien, die darstellen, wie tote Tiere auf den Grund des Meeres sanken, mit der Zeit von Sedimenten bedeckt wurden, dann versteinerten und viele Äonen später vom modernen Menschen ausgegraben wurden. So überzeugend und…

[i] https://www.geopark-alb.de/geopark-verstehen/tradition-and-kultur/detail/fossilien-sammeln

[ii] Was allerdings mit Plattentektonik erklärt werden kann.

[iii] http://joggysite.de/Willmandingen/07_Geologie.html

[iv] Ein Beleg dafür ist der Fund von Ringwoodite: https://answersingenesis.org/geology/rocks-and-minerals/diamond-ringwoodite-reveals-water-deep-earths-mantle/

[v] https://answersingenesis.org/bios/andrew-snelling/