Auf dem maßstabsgetreuen Modell der Arche in Kentucky, dem Arkencounter, gibt es viele Schilder mit Erklärungen. Eines davon sticht heraus. Es ist so gestaltet, dass es von einer roten Schlange umgeben ist und in goldener Schrift auf blauem Hintergrund steht: „Wenn ich dich davon überzeugen kann, dass es die Flut zur Zeit Noahs nicht gab, dann kann ich dich auch davon überzeugen, dass es keinen Himmel und keine Hölle gibt.“ Bis heute hat der Feind Gottes dabei gute Arbeit geleistet Zweifel an diesem Bericht zu wecken; trotz einer weltweiten Flut von Belegen für eine weltweite Flut glauben nur wenige Menschen, dass der Bericht in der Bibel ein Tatsachenbericht ist. In dieser Serie schauen wir uns diese Belege an um zu zeigen, dass man Gottes Worten in der Bibel vertrauen kann.
Den Bericht über die Sintflut kann man in 1 Mose 6-9 nachlesen. Auch wenn viele Christen den Bericht nicht als Mythologie abtun, so kann man doch immer auch wieder hören, dass es nur eine Flut in der mesopotamischen Tiefebene war, aber keine weltweite Flut. Doch der Text erlaubt diese Interpretation der Leser nicht, und dafür gibt es acht gute Gründe in Gottes Wort.

1 Wäre es nur eine örtlich begrenzte Flut gewesen gab es keinen Grund über Jahre hinweg (1 Mose 5:32; 7:6) eine Arche, ein riesiges Schiff, zu bauen um damit der Katastrophe zu entgehen. Es hätte gereicht, sich mit den Tieren aus dieser Gegend zu entfernen.
2 Bei einer lokalen Flut macht es keinen Sinn die Tiere aus der Umgebung zur Arche zu bringen, sowie „von allen Tieren, von allem Fleisch“ (1 Mose 6:19) „und von allem Gewürm auf Erden“ 1 Mose 6:20). Es wäre einfacher gewesen, die Tiere der Landschaft einfach aus der Gegend zu schaffen und nicht noch Tiere in diese Gegend zu bringen.
3 Noah und seine Familie waren mit den Tieren über ein Jahr in der Arche. Aus 1 Mose 8:9 wissen wir, dass eine von Noah ausgesandte Taube keinen trocknen Platz fand. Tauben ist es möglich sehr weite Strecken zu fliegen[i] (daher Brieftauben) und bei einer örtlich begrenzten Flut hätte die Taube außerhalb des Flutgebietes einen trockenen Platz gefunden.
4 Aus 1 Mose 7:19-20 wissen wir, dass die Flut alle „hohen Berge bedeckte“ und das Wasser etwa 6m über den höchsten Gipfeln standen. Dies ist bei einer lokalen Flut nicht möglich, da der höchste Wasserstand am höchsten Berggipfel endet.

5 Bei einer lokalen Flut würden auch nur Menschen und Tiere im Flutgebiet sterben. Das Gerichtshandeln Gottes wäre auf die mesopotamische Tiefebene begrenzt und nicht alles Leben auf der ganzen Erde einschließen, wie wir es in 1 Mose 6:13 und 7:4 nachlesen können.
6 Einer der wichtigsten Gründe, dass die Flut weltumspannend war ist das Versprechen Gottes, dass es nie mehr eine Flut wie zur Zeit Noahs geben würde (1 Mose 9:8-16). Bei jeder größeren Flut hätte Gott sein Versprechen gebrochen und wir hätten keine Garantie, dass Gott seine anderen Versprechen nicht auch brechen wird. Aus 1 Samuel 25:30 wissen wir aber, dass Gott „alle seine Versprechen erfüllt.“
7 Im zweiten Brief des Jüngers Petrus schreibt dieser, dass das Endgericht Himmel und Erde (das gesamte Universum) betreffen wird, so wie „damals die Welt in der Sintflut vernichtet“ wurde (2 Petrus 3:5-7). Wenn die Flut zur Zeit Noahs nicht die ganze Welt betraf, dann würde auch das Endgericht nicht das ganze Universum betreffen.
8 Die Flut war so zerstörerisch, dass Saat und Ernte, Winter und Sommer und sogar Tag und Nacht für mehrere Monate stark beeinträchtigt waren (1 Mose 8:22). Eine lokale Flut hat keine Auswirkungen auf die Jahreszeiten und die Lichtverhältnisse auf der ganzen Welt. Dieses Versprechen Gottes gibt uns dazu die Gewissheit, dass diese Erde nicht in einem Klimakollaps enden wird, sondern so, wie in 2 Petrus 3:5-7 geschrieben, mit Gottes Gericht endet.
Schlussfolgerung
Gott macht in seinem Wort eindeutig klar, dass die Flut zur Zeit Noahs weltweit war. Die Frage an uns ist: Vertrauen wir den Worten Gottes oder folgen wir den Worten von Menschen?
21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 1 Mose 8:21-22
[i] https://de.wikipedia.org/wiki/Brieftaube – Brieftauben legen bis zu 600km zurück.
