Die Chicago Whales[i] existierten nur für drei Jahre (1913-1915), doch sie hinterließen einen riesigen Eindruck in Chicagos Baseballlandschaft. In den Jahren 1913 – 1915 spielten sie in der Federal League, einer kurzlebigen dritten Major League, neben der American und National League. Der Besitzer der Whales, Charles Weeghman, baute für die Whales an der Ecke Clark und Addison ein neues Stadion, in dem die Whales 1915 die Meisterschaft gewinnen konnten – 101 Jahre vor den Chicago Cubs, die im Jahr 2016 spektakulär die World Series gewannen. Heute ist das Stadion der älteste National League Ballpark, und der letzte aus der Ära der Federal League – bekannt als Wrigley Field, Heimstatt der Chicago Cubs. Die Whales erhielten ihren Namen bei einem Wettbewerb und die Begründung war, dass Wale im Nordmeer zu finden sind (Weeghman Park wurde im Norden von Chicago erbaut, der damals noch wenig belebt war), da sie ihre Gegner mit ihrer kräftigen Flosse niederpeitschen und verprügeln und Wale riesig und außergewöhnlich sind.
Derjenige, der den siegreichen Vorschlag einbrachte, kannte sich offensichtlich mit Walen aus. Der größte Wal ist gleichzeitig auch das größte Tier der Welt aller Zeiten (die größten Dinosaurier miteingerechnet): Der Blauwal. Dieser gigantische Bartenwal kann bis zu 33 Meter lang werden und bis zu 180 Tonnen wiegen. Im Vergleich dazu ist der Afrikanische Elefant ein Zwerg: Er wiegt „nur“ bis zu acht Tonnen. Von Kopf bis Schwanz waren manche Dinosaurier länger, doch nimmt man den Hauptteil des Körpers zum Vergleich, sind Blauwale deutlich länger.
Blauwale sind so groß, dass sie an Land nicht überleben könnten, da ihr Skelett von ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden würde[ii]. Der Auftrieb des Wassers unterstützt die Körpermasse des Wales und bewahrt ihn davor erdrückt zu werden.
Blauwale sind luftatmenden Säugetiere und sie müssen zum einatmen an die Wasseroberfläche auftauchen. Sie atmen durch zwei Atemlöcher am Rücken, dabei schießen sie eine bis zu 10m hohe Wasserfontäne aus den Atemlöchern, bevor sie wieder für etwa zehn bis 30 Minuten tauchen.
Unter Wasser erreichen Blauwale durch ihren stromlinienförmigen Körperbau Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h – wir Menschen schaffen nur etwa sieben km/h beim Tauchen. Durch seine effiziente Bauweise kann der Wal hunderte von Kilometern tauchen um Nahrung zu suchen.

Die Hauptnahrung des Blauwals ist Krill, garnelenförmige Krebstiere. Um zu fressen stürzt sich der Blauwal ins Wasser, öffnet dabei sein Maul und nimmt dabei schwimmbadgroße Mengen von Wasser in sein Maul. Dies ist nur möglich, da sich dabei die Unterseite seines Maules wie ein Ballon ausdehnt. Die dabei wirkenden Kräfte sind so groß, dass sich Biologen lange wunderten, wie der Blauwal sein Maul schließen kann – bis sie eine Unterkieferstütze entdeckten, die den Kräften Widerstand leistet und den Kiefer zum Schließen zwingt. Ein etwa Grapefruit großes Organ im Maul des Blauwals kloordiniert dabei den Fressvorgang – es kann über Tasthaare erkennen ob genügend Nahrung im Wasser ist und steuert dabei auch die Ausdehnung des Kehlsacks[iii].
Hat der Blauwal sein Maul geschlossen, presst er das Wasser durch seine aus Keratin bestehen Barten und filtert so den Krill heraus. Auf diese Weise kann der Blauwal im Sommer an einem Tag bis zu vier Tonnen Krill verspeisen.

Auch wenn es für uns Menschen kaum hörbar ist, sind die Blauwale mit die lautesten Tiere im Tierreich[iv]. Es ist noch nicht geklärt, wie die Blauwale diese Laute erzeugen und es bis heute gibt es noch viel bei der Erforschung der Blauwale zu entdecken.
Eine Schöpfung Gottes
Liest man herkömmliche Biologiebücher, liest man immer wieder, dass Wale deshalb im Meer sind, weil sich landlebende Säugetiere wieder entschieden hätten, ins Meer zurückzugehen, da es dort ein besseres Nahrungsangebot für diese Tiere gegeben hätte.
Für diese Behauptung gibt es keinerlei Beleg im Fossilbericht. Übergangsformen wurden nicht entdeckt – im Gegenteil tauchen Fossilien von Walen plötzlich im Fossilbericht auf, mit allen auch heute schon entdeckten, komplexen Strukturen der Wale.
Genetisch ist es unmöglich, dass die Information für ein Ohr, das unter Wasser deutlich hören kann, eine Schwanzflosse, die sich auch vertikal bewegt, der dem Wal eigenen Speck, das dazugehörige Wärmetauschsystem, ein Lungensystem, das hohe Drücke aushält und die Unterwassergeburt zufällig entstanden sein kann. Alle diese Systeme müssen sofort vorhanden sein, um das Überleben zu sichern. Dazu sind die Bartenwale schon deshalb einzigartig, da sie ihre Nahrung über die Barten auf einzigartige Weise filtern.
Vom Schöpfer selbst wissen wir, dass Er diese faszinierenden und gewaltigen Tiere am fünften Tag schuf – einen Tag vor den landlebenden Tieren. Es gibt für die Existenz dieser außergewöhnlichen Tiere keine andere, plausible Erklärung, als dass sie vom Schöpfer selbst geplant und geschaffen wurden.
24 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. 25 Da ist das Meer, das so groß und weit ist, da wimmelt’s ohne Zahl, große und kleine Tiere.
Psalm 104: 24-25
7 Lobet den HERRN auf Erden, ihr großen Fische und alle Tiefen des Meeres, […]
Psalm 148: 7
[i] Auch als Chicago Federals bekannt, um sie von den Chicago Cubs und den Chicago White Sox zu unterscheiden.
[ii] “Blue Whale: Balaenoptera musculus,” American Cetacean Society, accessed June 22, 2017, http://acsonline.org/fact-sheets/blue-whale-2/
[iii] https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/neues-organ-bei-walen-entdeckt-a-834813.html
[iv] Ella Davies, “The World’s Loudest Animal Might Surprise You,” BBC, April 1, 2016, http://www.bbc.com/earth/story/20160331-the-worlds-loudest-animal-might-surprise-you
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Im Wasser, in der Luft und am Land
20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21 Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott…
