Im Wasser, in der Luft und am Land

20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21 Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. 23 Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag. 24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. 25 Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 1 Mose 1: 20-25

Nachdem Gott den Kalender geschaffen hatte, schuf er Leben, das sich an diesem Kalender orientiert. Zuerst die Tiere im Wasser, darunter auch die |תַּנִּין| Tannin (Seeungeheuer, Drache), danach die gefiederten Vögel. Am folgenden Morgen erschafft Gott dann die Landtiere. Alle Tiere sind „nach [ihrer] Art“ |מִין – min| geschaffen. Das ist biologisch ein interessantes Wort – denn wir sprechen von hundeartigen, katzenartigen Tieren.

Das Wort |min| bezeichnet den Familienrang bei der Klassifizierung von Tieren. Zum Beispiel gehören die Tiger, Löwen und Panther zur Familie der Katzen, die sich meist (noch) untereinander paaren können. Gott schuf also zwei Katzen, aus denen sich die unterschiedlichen Arten der Katzen entwickelten. Dies ist nicht Evolution, es ist Variation innerhalb einer Familie. Aus einem Tiger wird sich nie ein Wolf entwickeln, was sich schon an den Chromosomen zeigt: Die Tiger haben 38 Chromosomen (18 Paare plus zwei Geschlechtschromosomen), während die Wölfe 78 Chromosomen haben (38 Paare plus zwei Geschlechtschromosomen). Die Menge an zusätzlicher Information für den Wolf, die hinzugefügt werden müsste ist immens und es ist nicht plausibel, dass dies zufällig geschehen könnte.

Doch warum schuf Gott die Tiere?

Darauf kann man mehrere Antworten geben. Zum einen zeigt es, dass Gott das Leben und die Vielfalt liebt. Man muss nur im Sommer früh aufstehen und den erwachenden Vögeln beim zwitschern zuhören – das ist kein Vergleich zum Winter, wenn es relativ ruhig ist, wenn die Sonne aufgeht.  

Eine nächste Antwort finden wir am sechsten Tag, als Gott den Menschen schuf: Adam durfte zum ersten Mal die Sprache anwenden, als er die Tiere benannte und zweitens wurde Adam so klar, dass Menschen und Tiere völlig unterschiedlich sind. Gott zeigte Adam dadurch, dass die Ehe eine ganz besondere Gemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau ist, die durch keine andere Beziehung ersetzt werden kann.

Und eine weitere Antwort finden wir im Buch Hiob. Hiob klagt Gott an, dass dieser ihn zu Unrecht ins Elend geführt hätte. Gott gibt darauf seine Antwort in einer rhetorischen Frage:

„1 Und der HERR antwortete Hiob aus dem Sturm und sprach: 2 Wer ist’s, der den Ratschluss verdunkelt mit Worten ohne Verstand? 3 Gürte deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, lehre mich! […]. 19 Kannst du dem Ross Kräfte geben oder seinen Hals zieren mit einer Mähne? 20 Kannst du es springen lassen wie die Heuschrecken? Schrecklich ist sein prächtiges Schnauben. 21 Es stampft auf den Boden und freut sich, mit Kraft zieht es aus, den Geharnischten entgegen. […] 26 Fliegt der Habicht empor dank deiner Einsicht und breitet seine Flügel aus, dem Süden zu? 27 Fliegt der Adler auf deinen Befehl so hoch und baut sein Nest in der Höhe? Hiob 38: 1-3; 39: 19-21+26-27

Gott schuf die Tiere um uns zu zeigen, wie mächtig er ist – niemand von uns kann Leben erschaffen. In der Beschäftigung mit der Biologie (vor allem der Genetik) können wir erkennen, dass Gott unendlich intelligent ist und der Schöpfer der komplexesten Baupläne ist, die kein Mensch (und schon gar nicht zufällig) erdenken könnte.

Der Blick in das Tierreich lehrt uns, dass wir vor Gott nicht bestehen können. Dies war auch die einzige Antwort, die Hiob auf Gottes Frage hatte:

„1 Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach: 2 Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. 3 »Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Worten ohne Verstand?« Darum hab ich ohne Einsicht geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. 4 »So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!« 5 Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. 6 Darum gebe ich auf und bereue in Staub und Asche.“ Hiob 42: 1-6

Der Blick in das Tierreich soll uns zur Erkenntnis Gottes führen, damit wir unsere Schuld erkennen, vor allem wenn wir glauben, wir wüssten es besser als Gott: Nein, das Leben entstand nicht zufällig und entwickelte sich ziel- und planlos aus einer Zelle zum vielfältigen und mehrzelligen Leben, das wir beobachten. Gott ist der Schöpfer des Lebens und wir sollten IHM unser Leben anvertrauen.

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