Unnütze Flügel?

Als Vasco da Gama zwischen den Jahren 1497-98 das Kap der Guten Hoffnung umrundete, war er er etwas verwundert: Aus dem Wasser schossen Tiere, die Schweinswalen ähnelten, aber Flügel hatten. Er wurde mit dieser Beobachtung der erste Europäer, der Pinguine beschrieb. Es sollte noch einmal 250 Jahre dauern, bis Carl Linnaeus[i] den Eselspinguin[ii] beschrieb.  

Bis heute sind 17 Arten von Pinguinen bekannt, die sich alle sehr ähnlich sind und alle zur gleichen Familie (Spheniscidae) gehören. Tatsächlich sind Pinguine so spezielle Vögel, dass es in der Ordnung „Pinguine“ (Sphenisciformes) nur Pinguine gibt. Die kleinste Art sind die Feenpinguine, die nur 40cm groß werden und nur etwa 1kg wiegen; der größte der Pinguine, der Kaiserpinguin (bekannt aus dem Film „Zug der Pinguine“) wird dagegen 1,2m groß und wiegt bis zu 45kg.

Bis auf die Galapagos-Pinguine, die am Äquator zu Hause sind, leben Pinguine ausschließlich auf der Südhalbkugel an den Küsten Neuseelands, Australiens, Südafrikas und im Süden des Südamerikanischen Kontinents. Nur zwei Arten, die Kaiserpinguine und die Adelaidepinguine, leben auf dem Antarktischen Kontinent.

Erstaunliche Konstruktionen

Pinguine haben die erstaunliche Fähigkeit ihre Körpertemperatur trotz der extremen äußeren Temperaturen zu regulieren. Ihre einzigartigen sich überlappenden, hochspezialisierten Federn bieten ihnen eine gute Isolierung, sind wasser- und winddicht. Diese eigenartige Struktur der Federn macht das Federkleid dicker und dichter. Dazu haben Pinguine ein ausgeklügeltes Netzwerk von Blutgefäßen in ihren Flügeln, das den Vögeln hilft ihre Körpertemperatur zu regulieren.

Auch bei der Mauser (Wechsel des Federkleides), zeigt sich ein einzigartiges Muster. Pinguine behalten ihr altes Federkleid so lange, bis das neue vollständig nachgewachsen ist. In dieser Zeit sind Isolierfähigkeit und wasserdichte nicht mehr so hoch und die Pinguine bleiben so lange an Land, bis die jährliche Mauser vollständig durchlaufen ist. Je nach Pinguinart dauert diese Zeit zwischen 13 und 34 Tagen. Das Federkleid ist auch so geschaffen, dass sich beim tauchen kleinen Luftblasen an dessen Oberfläche sammeln. Dies verringert den Wasserwiderstand und macht das Unterwassertauchen schneller. Dazu ist ihr Körperbau extrem stromlinienförmig, Polarforscher Rudolf Bannasch stellte fest, dass sie einzigartig ist, um Energie zu erhalten[iii].

Im Wasser beherrschen Pinguine drei Bewegungsarten – schwimmen an der Oberfläche, aus dem Wasser springen (ähnlich den Delfinen oder Schweinswalen = Tauchstampfen) oder das elegante „Unterwasserfliegen“. Das Schwimmen an der Oberfläche ist am wenigsten effizient, da der Kopf über Wasser bleibt. Allerdings dient dies der Erkennung untereinander, da die Vögel am Kopf spezielle Markierungen haben, die sie voneinander unterscheiden. Es gibt weiße Flecken, einen auffällig schimmernden Schnabel oder Kamm. Der Wasserwiderstand ist höher als an der Luft, weshalb Pinguine immer wieder aus dem Wasser springen (Tauchstampfen) um schneller zu sein oder einem Fressfeind zu entkommen. Am schnellsten sind sie jedoch, dank ihrer speziell konstruierten Flügel, unter Wasser.

Die Flügel der Pinguine sind anders als alle anderen Vogelflügel, da sie speziell für den Unterwasserflug konstruiert sind. Dazu sind Ellbogen und Handgelenk unbeweglich miteinander verbunden und die Schulterbewegung eingeschränkt. Deshalb kann ein Pinguin seine Flügel nicht auf dem Rücken ruhen lassen, sondern sie „hängen“ an der Seite. Dafür sind ihre Flügelmuskeln unter den stärksten aller Vogelarten. Ein ausgewachsener Königspinguin kann mit einem Flügelschlag den Beinknochen eines Menschen zertrümmern.

Noch nie geflogen

Pinguine sind in der Vogelwelt einzigartig – Federstruktur, Mauser, Flügelkonstruktion und Körperbau sind unvergleichlich. Biologen behaupten, dass Pinguine einst flugfähig waren, sich aber zu amphibischen Vögeln entwickelt hätten – doch der Fossilbericht spricht eine andere Sprache. Die ersten Pinguinfossilien wurden 1859 in Neuseeland entdeckt – doch die damals gefundenen Fossilien gleichen den heutigen Pinguinen fast bis auf die kleinsten Details. Alle bisher gefundenen Pinguinfossilien, selbst in den untersten geologischen Schichten, zeigen, dass die Vögel in der Luft völlig flugunfähig, jedoch perfekt für das fliegen unter Wasser konstruiert waren. 

Im biblischen Weltbild sind dies die ersten Schichten, die während der Flut zu Noahs Zeit abgelagert wurden (Eozän[iv]). Die Fossilbefunde belegen die biblische Zeitskala besser, und bestätigen, dass Gott am fünften Tag die Tiere im Wasser und in der Luft schuf (1 Mose 1:20-22).

Fazit

Die Vorfahren der Pinguine wurden am fünften Tag geschaffen. Sie sind Vögel, obwohl es keine Hinweise gibt, dass sie jemals in der Luft geflogen wären. Wie alle Vögel haben sie Flügel und Federn, sie vermehren sich an Land durch Eiablage (und allein diese Tatsache ist ein Artikel für sich). Dabei „fliegen“ sie durchs Wasser und benutzen dabei ganz andere Strukturen als die Tiere des Wassers (Säugetiere wie Wale oder Fische).

Pinguine haben sich seit ihrer Schöpfung nur wenig verändert, nichts im Fossilbericht deutet darauf hin, dass sie jemals an der Luft geflogen wären – Pinguine sind eine ganz spezielle Ordnung der Vögel! Mit Konstruktionen, die ihnen der allmächtige Gott gegeben hat, damit sie ihren Lebensraum aufs beste beherrschen können.

Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat – er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat – er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr. Jesaja 45:18


[i] Carl Linnaeus (1707-1778) war ein Sohn von Nils Ingemarsson (später Linnaeus), Pfarrer in Stenbrohult. Carl Linnaeus vertraute den Berichten der Bibel und würde heute als „6000 Jahre-Kreationist“ beschrieben werden. Carl wurde Biologe und entwickelte das noch heute in der Biologie gebräuchliche Taxonomische System. (https://answersingenesis.org/creation-scientists/carl-linnaeus-botanist-and-creationist/)

[ii] Der Eselspinguin ist auch als Rotschnabelpinguin bekannt. Er erhielt seinen außergewöhnlichen Namen, da sein Ruf wie das ärgerliche Wiehern eines Esels klingt.

[iii] Bannasch, R.: “Penguin Mania,” in: Creation 15, Nr. 4 (September 1993): 7–9.

[iv] Im Standardmodell der Erdgeschichte begann das Eozän vor etwa 56 Millionen Jahren und endete vor etwa 33,9 Millionen Jahren.